Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

5 Millionen Euro für Alternsforschung am FLI in Jena

09.03.2018

Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) ist der Empfehlung des Senats der Leibniz-Gemeinschaft gefolgt und hat dem Leibniz-Institut für Alternsforschung (FLI) Sondermittel in Höhe von 5 Millionen Euro bewilligt. Damit soll in den kommenden Jahren ein neuer Forschungsschwerpunkt zur Thematik „Mikrobiom und Altern“ am Institut aufgebaut werden. Die Ausschreibung der zugehörigen W3-Professur läuft bereits.

Das Leibniz-Institut für Alternsforschung – Fritz-Lipmann-Institut e.V. (FLI) erhält von Bund und Land Thüringen in den kommenden Jahren 5 Millionen Euro zusätzliche Mittel, um im Rahmen eines sogenannten Sondertatbestandes einen neuen Forschungsschwerpunkt zu „Mikrobiom und Altern“ am Institut zu installieren. Das FLI hatte sich bei seiner Institutsevaluierung 2016 bei der Leibniz-Gemeinschaft um diese Sondermittel beworben.


Das FLI wird zukünftig erforschen, wie und warum sich das Mikrobiom im Alter verändert und welche Auswirkungen dies auf den Alternsprozess hat.

Quelle: Fotolia/Kästner

„Wir freuen uns außerordentlich über die Bewilligung des Sondertatbestands“, sagt Prof. Dr. Alfred Nordheim, der erst kürzlich die wissenschaftliche Leitung des Instituts übernommen hat. „Das FLI kann damit sein internationales Profil im Bereich der Alternsforschung weiter schärfen.“

Geplant sind die Einrichtung einer W3-Professur in Kooperation mit der Medizinischen Fakultät der Friedrich-Schiller-Universität Jena und damit gleichzeitig einer Seniorgruppe am FLI. Zwei zusätzliche Juniorforschungsgruppen sollen ebenfalls am FLI etabliert werden.

Mikrobiom: Die kleinsten Mitbewohner des Menschen

Als humanes Mikrobiom werden alle Mikroorganismen bezeichnet, die den Menschen besiedeln, bspw. im Darm oder auf der Haut. Diese Mikroorganismen, meist Bakterien, leben in einer Art Symbiose mit uns: Sie helfen uns, die Nahrungsbestandteile aufzuschlüsseln, und können im Gegenzug von uns ernährt werden.

Es gibt vermehrt Hinweise darauf, dass die Zusammensetzung beteiligter Bakterienstämme sich im Alter ändert. Sie senden dann Signale in den Körper, die selbst zur Alterung und zur Krankheitsentstehung im Alter beitragen.

Die Interaktion zwischen Wirt (Mensch) und Mikrobiom wird von bakteriellen Stoffwechselsignalen und den entsprechenden epigenetischen Antworten in den Zielgeweben kontrolliert. Das FLI möchte mit dem neuen Forschungsprogramm das Altern des Mikrobioms und seine Auswirkungen auf das Altern des gesamten Organismus erforschen – ein international einzigartiger Ansatzpunkt.

Weitere Informationen zur Ausschreibung der W3-Professur „Mikrobiom und Altern“

http://www.leibniz-fli.de/career-development/career-detailpage/news/professorshi...

Kontakt
Dr. Evelyn Kästner, Leiterin Kommunikation | Tel.: 03641-656373 | E-Mail: presse@leibniz-fli.de

Weitere Informationen:

http://www.leibniz-fli.de/de/nc/institut/oeffentlichkeitsarbeit/pressemitteilung...
http://www.leibniz-fli.de/career-development/career-detailpage/news/professorshi...

Dr. Evelyn Kästner | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Mit künstlicher Intelligenz zum besseren Verständnis des Erdsystems
14.10.2019 | Max-Planck-Institut für Biogeochemie

nachricht ER-C Synergy Grant: 12 Millionen Euro für die Erforschung von „magischen“ 3D-Nanostrukturen
11.10.2019 | Forschungszentrum Jülich

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Neuer Werkstoff für den Bootsbau

Um die Entwicklung eines Leichtbaukonzepts für Sportboote und Yachten geht es in einem Forschungsprojekt der Technischen Hochschule Mittelhessen. Prof. Dr. Stephan Marzi vom Gießener Institut für Mechanik und Materialforschung arbeitet dabei mit dem Bootsbauer Krake Catamarane aus dem thüringischen Apolda zusammen. Internationale Kooperationspartner sind Prof. Anders Biel von der schwedischen Universität Karlstad und die Firma Lamera aus Göteborg. Den Projektbeitrag der THM fördert das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im Rahmen des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand mit 190.000 Euro.

Im modernen Bootsbau verwenden die Hersteller als Grundmaterial vorwiegend Duroplasten wie zum Beispiel glasfaserverstärkten Kunststoff. Das Material ist...

Im Focus: Novel Material for Shipbuilding

A new research project at the TH Mittelhessen focusses on the development of a novel light weight design concept for leisure boats and yachts. Professor Stephan Marzi from the THM Institute of Mechanics and Materials collaborates with Krake Catamarane, which is a shipyard located in Apolda, Thuringia.

The project is set up in an international cooperation with Professor Anders Biel from Karlstad University in Sweden and the Swedish company Lamera from...

Im Focus: Controlling superconducting regions within an exotic metal

Superconductivity has fascinated scientists for many years since it offers the potential to revolutionize current technologies. Materials only become superconductors - meaning that electrons can travel in them with no resistance - at very low temperatures. These days, this unique zero resistance superconductivity is commonly found in a number of technologies, such as magnetic resonance imaging (MRI).

Future technologies, however, will harness the total synchrony of electronic behavior in superconductors - a property called the phase. There is currently a...

Im Focus: Ultraschneller Blick in die Photochemie der Atmosphäre

Physiker des Labors für Attosekundenphysik haben erkundet, was mit Molekülen an den Oberflächen von nanoskopischen Aerosolen passiert, wenn sie unter Lichteinfluss geraten.

Kleinste Phänomene im Nanokosmos bestimmen unser Leben. Vieles, was wir in der Natur beobachten, beginnt als elementare Reaktion von Atomen oder Molekülen auf...

Im Focus: Wie entstehen die stärksten Magnete des Universums?

Wie kommt es, dass manche Neutronensterne zu den stärksten Magneten im Universum werden? Eine mögliche Antwort auf die Frage nach der Entstehung dieser sogenannten Magnetare hat ein deutsch-britisches Team von Astrophysikern gefunden. Die Forscher aus Heidelberg, Garching und Oxford konnten mit umfangreichen Computersimulationen nachvollziehen, wie sich bei der Verschmelzung von zwei Sternen starke Magnetfelder bilden. Explodieren solche Sterne in einer Supernova, könnten daraus Magnetare entstehen.

Wie entstehen die stärksten Magnete des Universums?

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2019

14.10.2019 | Veranstaltungen

10. Weltkonferenz der Ecosystem Services Partnership an der Leibniz Universität Hannover

14.10.2019 | Veranstaltungen

Bildung.Regional.Digital: Tagung bietet Rüstzeug für den digitalen Unterricht von heute und morgen

10.10.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Technologiemodul senkt Ausschussrate von Mikrolinsen auf ein Minimum

14.10.2019 | Informationstechnologie

Diagnostik für alle

14.10.2019 | Biowissenschaften Chemie

Bayreuther Forscher entdecken stabiles hochenergetisches Material

14.10.2019 | Materialwissenschaften

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics