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Wussten Sie, dass Infrarot im Winter die Schifffahrt am Laufen hält?

24.02.2016

Überall im Außenbereich können Eis, Schnee oder gefrierende Feuchtigkeit technische Einrichtungen in ihrer Funktion beeinträchtigen. Lesen Sie hier drei Beispiele in denen Infrarot dafür sorgt, dass der Betrieb trotz schlechter Witterungen weiterhin aufrechterhalten werden kann.

Gas-Turbinen werden gedrosselt, wenn die Filter vereist sind

Gas-Turbinen brauchen Luft für die Verbrennung, um richtig arbeiten zu können. Allerdings muss diese Luft frei von Staub und anderen Partikeln sein und wird deshalb immer vorgefiltert.Feuchtkalte Ansaugluft in den Wintermonaten kann leicht zur Vereisung der Filter führen. Diese lassen dann nur noch wenig Luft durch und die Gas-Turbine muss gedrosselt oder abgeschaltet werden – ausgerechnet in der Jahreszeit, in der sie am meisten gebraucht würde.

Meist werden Filter aus Vliesmaterial eingesetzt, häufig bestehen diese aus vielen kleinen Einheiten in einem großen Filtergehäuse. Gasturbinen erhalten Ansaugluft von außen und gerade bei geringer Außentemperatur kombiniert mit feuchtkalter Luft können die Vliesfilter schnell vereisen. Die Filter müssen also geschützt werden, damit der Filtereffekt und der Luftdurchsatz bestehen bleiben.

Ein britischer Anlagenbauer testete verschiedene Anti-Eis-Systeme und entschied sich für ein Infrarot-System von Heraeus Noblelight für eine Gasverdichtungsanlage in Deutschland. Die Tests zeigten, dass ein Infrarot-Modul weniger Energie verbraucht und leichter zu installieren ist als andere Technologien.

Drei Module wurden installiert, die über einen Thermostaten kontrolliert werden, der die Strahler anschaltet, wenn die Außentemperatur unter einen bestimmten Wert fällt und wieder abschaltet, wenn die Temperatur einen voreingestellten Wert erreicht hat. Die Infrarot-Module sind kompakt gebaut und sehr robust, sie arbeiten auch bei feuchtkalten Bedingungen zuverlässig.

Schleusenwehre sind nicht mehr nutzbar, wenn sie vereisen

Wenn Schleusen vereisen, muss die Schifffahrt eingestellt werden. An sechs Staustufen an der Donau und am Inn sorgen Infrarot-Strahler von Heraeus Noblelight dafür, dass auch in strengen Wintern die Wehre verschoben werden können.

Die Infrarot-Strahler sind waagerecht am Unterschütz des Wehrs eingebaut. Spritzwasser macht Infrarot-Strahlern aus Quarzglas nichts aus, denn Quarzglas hat einen sehr geringen Wärmeausdehnungskoeffizienten und darum eine sehr hohe Thermoschockresistenz. Die elektrischen Anschlüsse werden durch ein patentiertes Gehäuse (des Heraeus Kunden Elektro Neumayer) vor Wasser geschützt.

Vereiste Kohle lässt sich nicht mehr bewegen

Schüttgüter wie beispielsweise Erz oder Kohle, die in Waggons aus Metall auf der Schiene transportiert werden, können bei feuchtkalter Witterung mit Eis zu großen Klumpen zusammen frieren. Türen oder Klappen lassen sich nicht mehr öffnen und die Waggons können nur schwer vollständig entleert werden. Infrarot-Wärme schafft hier Abhilfe, die Waggons werden von außen so beheizt, dass die Kohleklumpen wieder auftauen.

Video: Optimale Energieeffinzienz durch Spezialstrahler

Dr. Marie-Luise Bopp

luise.bopp@heraeus.com

Heraeus Noblelight GmbH
Reinhard-Heraeus-Ring 7
63801 Kleinostheim
Telefon +49 6181 35 8492
Fax +49 6181 35 16 8492
E-Mail: hng-info@heraeus.com

www.heraeus.com

Dr. Marie-Luise Bopp | Heraeus Noblelight GmbH
Weitere Informationen:
https://www.heraeus.com/de/hng/the_incredible_power_of_light/photonics_based_solutions_from_ultraviolet_to_infrared.aspx

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