Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mit dem Twizy auf die Teststrecke: Stromfahrzeuge im Praxischeck

22.06.2012
HSHL-Studierende entwerfen im Praktikum Elektromobilität eine Teststrecke und vergleichen die Leistung verschiedener Fahrzeuge

Er sieht ein bisschen aus wie ein Golf Cart, das sich auf die Straße verirrt hat: der halboffene Renault Twizy ist ein brandneues Elektrofahrzeug, gerade seit März dieses Jahres auf dem Markt und mit seinem futuristischen Design ein echter Hingucker.


Hat der Twizy die Nase vorn? Das fragten sich Hugo Kiala, Autohaus Hecker, die Studierenden Fabian Butzke und Xiagyan Haasner, die wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen Petra Leutnant und Tanja Gernhold sowie Prof. Peter Kersten. © Hochschule Hamm-Lippstadt

Die Studierenden der Hochschule Hamm-Lippstadt konnten das Trendfahrzeug jetzt nicht nur aus nächster Nähe bewundern, sondern auch gleich einem Praxischeck unterziehen. Im Rahmen des Praktikums Elektromobilität, das Prof. Dr.-Ing. Peter Kersten im vierten Semester des Studiengangs Wirtschaftsingenieurwesen anbietet, ging der Twizy auf die Teststrecke und musste sich dem Vergleich mit dem hochschuleigenen Stromos stellen.

Die angehenden Ingenieurinnen und Ingenieure brachten für den Praxischeck bereits einiges an Theoriewissen mit: Sie lernten im Praktikum zunächst den Basisaufbau von Elektrofahrzeugen kennen und übten dann die Vorhersage des Energieverbrauchs anhand von Fahrzeugmodellen. Die Wertüberprüfung in der Praxis erfolgte anschließend mit dem Stromos, der seine Alltagstauglichkeit bereits in den hunderte von Kilometern langen Testfahrten der Professoren Peter Kersten und Jürgen Krome bewiesen hat. Zum Ende des Praktikums waren die Studierenden in der Lage, den Energieverbrauch pro 100 km sowie die damit verbundenen CO2- Emissionen und Energiekosten zu bestimmen.

Ihre Kenntnisse konnten sie im letzten Praktikumstermin bei einer Prüfung der etwas anderen Art gleich unter Beweis stellen: Sie durften den Twizy auf eine von ihnen entworfene Teststrecke schicken. Der Wagen, freundlicherweise vom Autohaus Hecker zur Verfügung gestellt, wurde von der wissenschaftlichen Mitarbeiterin Tanja Gernhold gefahren. Ihre Kollegin Petra Leutnant trat im Stromos an. Welcher Stromflitzer in Punkto Energieverbrauch besser abschneidet, wurde anschließend von den Studierenden durch die Auswertung der realen Messwerte ermittelt. Wie bereits in den Prognosen berechnet, hatte der Twizy die Nase vorn. Mit 0,85 Kilowattstunden auf 15 Kilometern war der kleine Flitzer dank geringerem Gewicht und Luftwiderstand nicht zu schlagen, der Stromos brauchte statte 2,4 Kilowattstunden auf derselben Strecke.

Die Studierenden werden das außergewöhnliche Praktikum sicher nicht so schnell vergessen. Elektromobilität ist damit nicht nur ein Forschungsschwerpunkt an der Hochschule Hamm-Lippstadt, sondern wird auch unmittelbar in der Lehre zum Thema. Die hochmotivierten und gut ausgebildeten Ingenieurinnen und Ingenieure der Hochschule Hamm-Lippstadt bringen so beste Voraussetzungen für eine Beschäftigung in der regionalen Industrie mit, die einen Schwerpunkt im Bereich Automotive hat. Insbesondere das nur einen Steinwurf vom Lippstädter Campus entfernte, neugegründete Kompetenzzentrum Fahrzeug Elektronik GmbH (KFE) kann zukünftig vom Wissen der Studierenden profitieren.

Über die Hochschule Hamm-Lippstadt:
Mit der Entscheidung der nordrhein-westfälischen Landesregierung, eine neue Fachhochschule in Hamm und Lippstadt aufzubauen, wurde 2009 der Grundstein für eine Hochschule neuen Profils gelegt. Präsident Prof. Dr. Klaus Zeppenfeld und Vizepräsident Karl-Heinz Sandknop haben gemeinsam mit ihrem Team praxiserfahrener Professorinnen und Professoren ein innovatives Studienangebot im Bereich der Ingenieurwissenschaften entwickelt. Zum Sommersemester 2012 werden sechs Bachelorstudiengänge angeboten, die sich durch Marktorientierung und hohen Praxisbezug auszeichnen.

Wachstum wird in den nächsten Jahren die Entwicklung der Hochschule Hamm-Lippstadt bestimmen. Weitere Bachelorstudiengänge und Masterangebote werden hinzukommen. Mit der Errichtung der beiden Neubauten in Hamm und Lippstadt werden zeitgleich auch gebäudetechnisch ideale Voraussetzungen geschaffen, um Ingenieurinnen und Ingenieure für die Zukunft auszubilden.

Britta Jakob | idw
Weitere Informationen:
http://www.hshl.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht KIT erprobt Sektorenkopplung im Reallabor
15.04.2019 | Karlsruher Institut für Technologie

nachricht Projektstart: Scale-up und Formgebung von Katalysatoren für Brennstoffzellen
12.04.2019 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Explosion on Jupiter-sized star 10 times more powerful than ever seen on our sun

A stellar flare 10 times more powerful than anything seen on our sun has burst from an ultracool star almost the same size as Jupiter

  • Coolest and smallest star to produce a superflare found
  • Star is a tenth of the radius of our Sun
  • Researchers led by University of Warwick could only see...

Im Focus: Neues „Baustein-Konzept“ für die additive Fertigung

Volkswagenstiftung fördert Wissenschaftler aus dem IPF Dresden bei der Erkundung eines innovativen neuen Ansatzes im 3D-Druck

Im Rahmen Ihrer Initiative „Experiment! - Auf der Suche nach gewagten Forschungsideen“
fördert die VolkswagenStiftung ein Projekt, das von Herrn Dr. Julian...

Im Focus: Vergangenheit trifft Zukunft

autartec®-Haus am Fuß der F60 fertiggestellt

Der Hafen des Bergheider Sees beherbergt seinen ersten Bewohner. Das schwimmende autartec®-Haus – entstanden im Rahmen eines vom Bundesministerium für Bildung...

Im Focus: Hybrid-Neuronen-Netzwerke mit 3D-Lithografie möglich

Netzwerken aus wenigen Neuronenzellen können gezielt künstliche dreidimensionale Strukturen vorgegeben werden. Sie werden dafür elektronisch verschaltet. Dies eröffnet neue Möglichkeiten, Fehler in neuralen Netzwerken besser zu verstehen und technische Anwendungen mit lebenden Zellen gezielter zu steuern. Dies stellt ein Team aus Forschenden aus Greifswald und Hamburg in einer Publikation in der Fachzeitschrift „Advanced Biosystems“ vor.

Eine der zentralen Fragen der Lebenswissenschaften ist, die Funktionsweise des Gehirns zu verstehen. Komplexe Abläufe im Gehirn ermöglichen uns, schnell Muster...

Im Focus: Was geschieht im Körper von ALS-Patienten?

Wissenschaftler der TU Dresden finden Wege, um das Absterben von Nervenzellen zu verringern und erforschen Therapieansätze zur Behandlung von ALS

Die Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) ist eine unheilbare Erkrankung des zentralen Nervensystems. Nicht selten verläuft ALS nach der Diagnose innerhalb...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Künstliche Intelligenz: Lernen von der Natur

17.04.2019 | Veranstaltungen

Mobilität im Umbruch – Conference on Future Automotive Technology, 7.-8. Mai 2019, Fürstenfeldbruck

17.04.2019 | Veranstaltungen

Augmented Reality und Softwareentwicklung: 33. Industrie-Tag InformationsTechnologie (IT)²

17.04.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Irdischer Schutz für außerirdisches Metall

18.04.2019 | Verfahrenstechnologie

Erster astrophysikalischer Nachweis des Heliumhydrid-Ions

18.04.2019 | Physik Astronomie

Radioteleskop LOFAR blickt tief in den Blitz

18.04.2019 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics