Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Superpower für Elektromobilität

11.09.2018

Wissenschaftler der HTW Dresden forschen gemeinsam mit sächsischem Start-up an der Zukunftstechnologie Ultrakondensatoren.

Ultrakondensatoren sind effiziente Energiespeicher, die als Batterieersatz -oder Ergänzung genutzt werden. Diese Technologie kann zum Beispiel in Elektrofahrzeugen zum Einsatz kommen. Das Unternehmen Skeleton Technologies entwickelt Ultrakondensatoren auf Graphenbasis.


Forschen gemeinsam an der Zukunftstechnologie Ultrakondensatoren: Prof. Dr. Ralf Rogler, Prof. Jörg Feller und Thomas Hucke (CTO Skeleton Technologies) (v.l.n.r.)

HTW Dresden/Peter Sebb

Dazu betreibt das Unternehmen intensive Forschungsarbeit zur Nutzung von Graphen sowie der Zell- und Modulentwicklung. Unterstützt wird das Entwicklungsteam ab sofort von Wissenschaftlern der Hochschule für Wirtschaft und Technik Dresden (HTW Dresden). Die Forschungs- und Entwicklungsabteilung ist bis Oktober in der HTW Dresden einquartiert, bis das werkseigene Labor in Großröhrsdorf fertiggestellt ist.

Professor Ralf Rogler testet im Hochstromlabor der Fakultät Elektrotechnik die Ultracap-Module, die als Batterieersatz oder -ergänzung zu konventionellen Batterien zum Einsatz kommen, und übernimmt das Prototyping. Im Labor für Festkörperchemie und -analytik treibt Professor Jörg Feller die Zellentwicklung voran.

Ultrakondensatoren sind Schnellspeichermedien und speichern Energie in einem elektrischen Feld während Batterien Energie als chemische Reaktion aufnehmen. Im Gegensatz zu Batterien können Ultrakondensatoren daher in weniger als einer Sekunde beladen und entladen werden und 1 Million Ladezyklen erbringen, das entspricht einer Lebensdauer von mehr als 15 Jahren.

In Kombination mit Batterien erhöhen sie deren Lebenszeit und reduzieren den Verbrauch von Kraftstoff bei hybriden Fahrzeugen und Transportmitteln.

Von der Kooperation profitieren Hochschule und Unternehmen gleichermaßen. Thomas Hucke, CTO und Managing Director bei Skeleton Technologies: „Sachsen und die Landeshauptstadt bieten für ein Technologieunternehmen im zukunftsrelevanten Energiespeichersektor wie Skeleton ein hervorragendes Umfeld. Das hochqualifizierte Knowhow der Hochschule und wir als Wirtschaftspartner können hier Synergien entwickeln, um eine weltweit wichtige Zukunftstechnologie für Anwendungsbereiche wie Elektromobilität und smarten Stromnetzapplikationen auf Graphen-Basis voranzubringen.“

Professor Feller ergänzt: „Wir bedienen mit der Zusammenarbeit zwischen Skeleton Technologies und der HTW Dresden den gesellschaftlichen Auftrag von Hochschulen: Unternehmen hinsichtlich der Entwicklung von Produkten mit unserem Wissen, unserer laborativen Ausstattung und der gezielten Ausbildung von Studierenden zu unterstützen.“

Wissenschaftliche Ansprechpartner:

Prof. Dr. Ralf Rogler, HTW Dresden, Fakultät Elektrotechnik
E-Mail: ralf-dieter.rogler@htw-dresden.de

Prof. Dr. Jörg Feller, HTW Dresden, Fakultät Landbau/Umwelt/Chemie
E-Mail: joerg.feller@htw-dresden.de

Weitere Informationen:

http://www.htw-dresden.de
http://www.skeletontech.com

Constanze Elgleb | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Elektrische Spannung aus Elektronenspin – Batterie der Zukunft?
10.07.2020 | Technische Universität Ilmenau

nachricht KIT forscht in vier neuen Batterie-Kompetenzclustern
09.07.2020 | Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektrische Spannung aus Elektronenspin – Batterie der Zukunft?

Forschern der Technischen Universität Ilmenau ist es gelungen, sich den Eigendrehimpuls von Elektronen – den sogenannten Elektronenspin, kurz: Spin – zunutze zu machen, um elektrische Spannung zu erzeugen. Noch sind die gemessenen Spannungen winzig klein, doch hoffen die Wissenschaftler, auf der Basis ihrer Arbeiten hochleistungsfähige Batterien der Zukunft möglich zu machen. Die Forschungsarbeiten des Teams um Prof. Christian Cierpka und Prof. Jörg Schumacher vom Institut für Thermo- und Fluiddynamik wurden soeben im renommierten Journal Physical Review Applied veröffentlicht.

Laptop- und Handyspeicher der neuesten Generation nutzen Erkenntnisse eines der jüngsten Forschungsgebiete der Nanoelektronik: der Spintronik. Die heutige...

Im Focus: Neue Erkenntnisse über Flüssigkeiten, die ohne Widerstand fließen

Verlustfreie Stromleitung bei Raumtemperatur? Ein Material, das diese Eigenschaft aufweist, also bei Raumtemperatur supraleitend ist, könnte die Energieversorgung revolutionieren. Wissenschaftlern vom Exzellenzcluster „CUI: Advanced Imaging of Matter“ an der Universität Hamburg ist es nun erstmals gelungen, starke Hinweise auf Suprafluidität in einer zweidimensionalen Gaswolke zu beobachten. Sie berichten im renommierten Magazin „Science“ über ihre Experimente, in denen zentrale Aspekte der Supraleitung in einem Modellsystem untersucht werden können.

Es gibt Dinge, die eigentlich nicht passieren sollten. So kann z. B. Wasser nicht durch die Glaswand von einem Glas in ein anderes fließen. Erstaunlicherweise...

Im Focus: The spin state story: Observation of the quantum spin liquid state in novel material

New insight into the spin behavior in an exotic state of matter puts us closer to next-generation spintronic devices

Aside from the deep understanding of the natural world that quantum physics theory offers, scientists worldwide are working tirelessly to bring forth a...

Im Focus: Im Takt der Atome: Göttinger Physiker nutzen Schwingungen von Atomen zur Kontrolle eines Phasenübergangs

Chemische Reaktionen mit kurzen Lichtblitzen filmen und steuern – dieses Ziel liegt dem Forschungsfeld der „Femtochemie“ zugrunde. Mit Hilfe mehrerer aufeinanderfolgender Laserpulse sollen dabei atomare Bindungen punktgenau angeregt und nach Wunsch aufgespalten werden. Bisher konnte dies für ausgewählte Moleküle realisiert werden. Forschern der Universität Göttingen und des Max-Planck-Instituts für biophysikalische Chemie in Göttingen ist es nun gelungen, dieses Prinzip auf einen Festkörper zu übertragen und dessen Kristallstruktur an der Oberfläche zu kontrollieren. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Nature erschienen.

Das Team um Jan Gerrit Horstmann und Prof. Dr. Claus Ropers bedampfte hierfür einen Silizium-Kristall mit einer hauchdünnen Lage Indium und kühlte den Kristall...

Im Focus: Neue Methode führt zehnmal schneller zum Corona-Testergebnis

Forschende der Universität Bielefeld stellen beschleunigtes Verfahren vor

Einen Test auf SARS-CoV-2 durchzuführen und auszuwerten dauert aktuell mehr als zwei Stunden – und so kann ein Labor pro Tag nur eine sehr begrenzte Zahl von...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Intensiv- und Notfallmedizin: „Virtueller DIVI-Kongress ist ein Novum für 6.000 Teilnehmer“

08.07.2020 | Veranstaltungen

Größte nationale Tagung für Nuklearmedizin

07.07.2020 | Veranstaltungen

Corona-Apps gegen COVID-19: Nationalakademie Leopoldina veranstaltet internationales virtuelles Podiumsgespräch

07.07.2020 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Erster Test für neues Roboter-Umweltmonitoring-System der TU Bergakademie Freiberg

10.07.2020 | Informationstechnologie

Binnenschifffahrt soll revolutioniert werden: Erst ferngesteuert, dann selbstfahrend

10.07.2020 | Verkehr Logistik

Robuste Hochleistungs-Datenspeicher durch magnetische Anisotropie

10.07.2020 | Informationstechnologie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics