Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

SmartCoDe erleichtert Umstieg auf erneuerbare Energien

07.05.2012
Videoclip zeigt, dass vor allem Privathaushalte und Kleinunternehmen profitieren

Das edacentrum, eine Institution zur Förderung von Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet Electronic Design Automation, hat einen informativen Videoclip realisiert, der die Wirkungsweise von SmartCoDe anschaulich demonstriert.

Die in englischer Sprache ausgeführte Demonstration erklärt auf leicht verständliche Weise, wie SmartCoDe die Vor-Ort-Erzeugung erneuerbarer Energien einbezieht und für das Energiemanagement Vorhersagen anstellt. Im Zusammenspiel mit dem vom Energiemanagement ausbalancierten Stromverbrauch befreit dies das Stromnetz von lokalen Spitzenlasten.

Eine der bedeutendsten Herausforderungen ist heute die Reduzierung des CO2-Ausstoßes. In Europa entfallen bis zu 40 % des Gesamtenergieverbrauchs auf kleinere Gebäude und Gebäudegruppen. Das Projekt SmartCoDe positioniert sich an der Schnittstelle zwischen privaten Energieverbrauchern und lokalen Energieerzeugern und adressiert die Senkung dieses Energieverbrauchs durch den Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT). Denn mit SmartCoDe ist es möglich auch auf globaler Ebene zu kommunizieren: Das lokale Management stellt die Schnittstelle zum globalen Netz dar und kann sein Verhalten den Anforderungen des Netzes anpassen, sofern dies vom Nutzer gewollt ist und die relevanten Informationen vom Netzbetreiber bereitgestellt werden.

„Mit dem aufschlussreichen Videoclip wollen wir den Bekanntheitsgrad dieser zukunftsweisenden Technologie erhöhen. Wir sind davon überzeugt, dass es notwendig ist, künftig Energiemanagementsysteme auch Privathaushalten bereitstellen zu können, was das Ziel des EU-Projekts SmartCoDe ist“, bekräftigt Wolfgang Rosenstiel, Vorstandsvorsitzender des edacentrum. Intelligentes Energiemanagement soll helfen, auch in Privathaushalten diverse Stromverbraucher geschickt zu steuern und lokale erneuerbare Energieressourcen einzubinden.
Herzstück des SmartCoDe-Konzepts ist ein hochintegrierter Chip, der sich als kompaktes Modul in möglichst viele verschiedene Haushaltsgeräte integrieren lässt. Mit ihm ist nicht nur die Erfassung von Daten beim Endverbraucher möglich, sondern auch ein intelligentes Handeln, gesteuert durch ein zentrales Energiemanagement¬system. Konkret handelt es sich bei dem Chip um ein System-in-Package-Modul (SiP), das als Prototyp vom Projektpartner Infineon Technologies im SmartCoDe-Verbund entwickelt wird.

Energiesparen mit IKT
Auf der diesjährigen CeBIT 2012 in Hannover demonstrierte das edacentrum auf dem Gemeinschaftsstand der Europäischen Kommission die technologischen Voraussetzungen für den Umstieg auf erneuerbare Energien im Rahmen des Forschungsprojektes SmartCoDe. Im Fokus stand die Verantwortung der Mikroelektronik für den Bereich ‚Erneuerbare Energien‘ und deren Relevanz beim Umstieg auf erneuerbare Energiequellen. Noch in diesem Jahr wollen die acht Projektpartner mit einem SmartCoDe-Demonstrator den Proof-of-Concept erbringen. Die Ergebnisse des Projekts SmartCoDe werden Energiemanagement in Gebäuden und Stadtvierteln zu sehr geringen zusätzlichen Einmalkosten ermöglichen.

Die Vizepräsidentin der Europäischen Kommission, Neelie Kroes, ließ es sich nicht nehmen, sich während ihres CeBIT-Messerundgangs über SmartCoDe zu informieren. Am Stand ließ sich Kroes eine Live-Demo des SmartCoDe-Projekts zeigen, das dem Endverbraucher ein intelligentes Energiemanagement ermöglicht und Strom verbrauchende Anwendungen clever mit besonderem Fokus auf Sicherheit und Datenschutz koordiniert. Auf diese Weise werden signifikante Energieeinsparungen ermöglicht. Dabei interessierte sich die EU-Kommissarin insbesondere für das SiP-Chipmodul. In diesem Zusammenhang wurde anschaulich dargelegt, welchen Stellenwert die Mikroelektronik als die wegbereitende Technologie ("Key Enabling Technology", KET) bei der Lösung der Probleme des 21. Jahrhunderts einnimmt.

Der Videoclip ist ab sofort auf der Website von des Projektes (https://www.fp7-smartcode.eu) und auf YouTube (http://youtu.be/rN0HvT-bgQ4) hinterlegt.

Über SmartCoDe:
Das Projekt SmartCoDe wird im Rahmen des 7. Forschungsrahmenprogrammes (Framework Program, FP7) von der Europäischen Kommission gefördert. Oberstes Ziel ist es, den Energieverbrauch kleiner Gebäude und Stadtviertel auszubalancieren und zu senken, um so den Weg für energetisch neutrale beziehungsweise energetisch positive lokale Stromnetze zu ebnen. Es handelt sich um ein auf drei Jahre angelegtes STREP-Vorhaben (Specific Targeted Research Project), das im Januar 2010 begann und im Rahmen des Programms „ICT-2009“ gefördert wird. Insgesamt arbeiten acht Partner aus fünf europäischen Staaten zusammen.

Über das edacentrum
Das im September 2001 gegründete edacentrum versteht sich als zentrale Anlaufstelle für Fragen der Entwurfsautomatisierung. Als gemeinsame Initiative von Industrie, Hochschulforschung und dem BMBF soll es dem Aufbau eines EDA-Netzwerkes dienen und die Automatisierung des Chip-Entwurfs beschleunigen. Mitglieder sind u. a. Firmen wie Atmel, Bosch, Infineon, Intel und Globalfoundries. Das edacentrum betreut und koordiniert zahlreiche nationale und internationale Forschungs- und Entwicklungsprojekte auf dem Gebiet EDA, die vom BMBF im Rahmen des Forschungsprogramms IKT2020 oder von der Europäischen Kommission gefördert werden.

Presse- und Leserkontakt
Peter Neumann
edacentrum GmbH
Schneiderberg 32
30167 Hannover
neumann@edacentrum.de
Tel. +49 511 762-19383
Fax +49 511 762-19695

Dr. Dieter Treytnar | idw
Weitere Informationen:
http://www.edacentrum.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Schlaflos wegen Handy? Neue Displays könnten Abhilfe schaffen
21.06.2018 | Universität Basel

nachricht Sensoren auf Gummibärchen: Team druckt Mikroelektroden-Arrays auf weiche Materialien
21.06.2018 | Technische Universität München

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Leichter abheben: Fraunhofer LBF entwickelt Flugzeugrad aus Faser-Kunststoff-Verbund

Noch mehr Reichweite oder noch mehr Nutzlast - das wünschen sich Fluggesellschaften für ihre Flugzeuge. Wegen ihrer hohen spezifischen Steifigkeiten und Festigkeiten kommen daher zunehmend leichte Faser-Kunststoff-Verbunde zum Einsatz. Bei Rümpfen oder Tragflächen sind permanent Innovationen in diese Richtung zu beobachten. Um dieses Innovationsfeld auch für Flugzeugräder zu erschließen, hat das Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF jetzt ein neues EU-Forschungsvorhaben gestartet. Ziel ist die Entwicklung eines ersten CFK-Bugrads für einen Airbus A320. Dabei wollen die Forscher ein Leichtbaupotential von bis zu 40 Prozent aufzeigen.

Faser-Kunststoff-Verbunde sind in der Luftfahrt bei zahlreichen Bauteilen bereits das Material der Wahl. So liegt beim Airbus A380 der Anteil an...

Im Focus: IT-Sicherheit beim autonomen Fahren

FH St. Pölten entwickelt neue Methode für sicheren Informationsaustausch zwischen Fahrzeugen mittels Funkdaten

Neue technische Errungenschaften wie das Internet der Dinge oder die direkte drahtlose Kommunikation zwischen Objekten erhöhen den Bedarf an effizienter...

Im Focus: Innovative Handprothesensteuerung besteht Alltagstest

Selbstlernende Steuerung für Handprothesen entwickelt. Neues Verfahren lässt Patienten natürlichere Bewegungen gleichzeitig in zwei Achsen durchführen. Forscher der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) veröffentlichen Studie im Wissenschaftsmagazin „Science Robotics“ vom 20. Juni 2018.

Motorisierte Handprothesen sind mittlerweile Stand der Technik bei der Versorgung von Amputationen an der oberen Extremität. Bislang erlauben sie allerdings...

Im Focus: Temperaturgesteuerte Faser-Lichtquelle mit flüssigem Kern

Die moderne medizinische Bildgebung und neue spektroskopische Verfahren benötigen faserbasierte Lichtquellen, die breitbandiges Laserlicht im nahen und mittleren Infrarotbereich erzeugen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien Jena (Leibniz-IPHT) zeigen in einer aktuellen Veröffentlichung im renommierten Fachblatt Optica, dass sie die optischen Eigenschaften flüssigkeitsgefüllter Fasern und damit die Bandbreite des Laserlichts gezielt über die Umgebungstemperatur steuern können.

Das Besondere an den untersuchten Fasern ist ihr Kern. Er ist mit Kohlenstoffdisulfid gefüllt - einer flüssigen chemischen Verbindung mit hoher optischer...

Im Focus: Temperature-controlled fiber-optic light source with liquid core

In a recent publication in the renowned journal Optica, scientists of Leibniz-Institute of Photonic Technology (Leibniz IPHT) in Jena showed that they can accurately control the optical properties of liquid-core fiber lasers and therefore their spectral band width by temperature and pressure tuning.

Already last year, the researchers provided experimental proof of a new dynamic of hybrid solitons– temporally and spectrally stationary light waves resulting...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Leben im Plastikzeitalter: Wie ist ein nachhaltiger Umgang mit Plastik möglich?

21.06.2018 | Veranstaltungen

Kongress BIO-raffiniert X – Neue Wege in der Nutzung biogener Rohstoffe?

21.06.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen im August 2018

20.06.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Leichter abheben: Fraunhofer LBF entwickelt Flugzeugrad aus Faser-Kunststoff-Verbund

22.06.2018 | Materialwissenschaften

Lernen und gleichzeitig Gutes tun? Baufritz macht‘s möglich!

22.06.2018 | Unternehmensmeldung

GFOS und skip Institut entwickeln gemeinsam Prototyp für Augmented Reality App für die Produktion

22.06.2018 | Unternehmensmeldung

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics