Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Siemens halbiert die Ladezeit für Elektroautos mit neuer Ladesäule

25.02.2011
Mit maximaler Ladeleistung von 22 Kilowatt werden gängige Elektroautos in einer Stunde geladen

Siemens führt mit dem Modell Charge CP700A eine Ladesäule in den europäischen Markt ein, welche Elektroautos mit gängiger Batteriekapazität binnen einer Stunde laden kann. Gegenüber der vorherigen Serie wurde die Ladeleistung auf 22 Kilowatt (kW) verdoppelt, womit sich die Ladezeiten halbieren.


„Bei der Entwicklung der neuen Ladesäule haben wir drei Ziele formuliert: Das Laden sollte schnell, einfach und sicher gehen. Diese Vorgaben haben wir vollständig umgesetzt“, sagte Ralph Griewing, Leiter des E-Mobility-Teams von Siemens Energy.

Die Ladesäule Charge CP700A von Siemens kann Elektrofahrzeuge mit verschiedenen Leistungen laden. In der schnellsten Betriebsart wird das Fahrzeug dreiphasig mit Wechselspannung bei 32 Ampère (A) Stromstärke versorgt und entsprechend mit einer Leistung von 22 kW geladen. Aber auch das Laden mit 20 A ist sowohl im Ein- als auch im Dreiphasenbetrieb möglich. Die Säule kommuniziert mit dem Fahrzeug über das Ladekabel, um zu ermitteln, ob das Elektroauto das Aufladen mit dem maximalen oder nur mit einem reduzierten Ladestrom unterstützt. Dabei findet der genormte Stecker des Typs 2 nach IEC 62196-2 Verwendung. Für Fahrzeuge wie elektrisch angetriebene Zweiräder, die noch mittels Haushaltsstecker geladen werden, ist zudem das einphasige Laden nach IEC/EN-Norm 61851 in Mode 1 und 2 mit maximal 3,7 kW vorgesehen.

„Um das Aufladen so einfach wie normales Tanken zu machen, haben wir die Ladesäule mit einem Bildschirm ausgestattet, welcher den Benutzer durch den Ladevorgang leitet. Zudem signalisiert die Außenbeleuchtung schon von weitem, ob die Säule frei oder belegt ist“, sagte Griewing. Für das Aufladen mit anschließender Abrechnung kann sich der Nutzer berührungslos mittels Funkchips unterschiedlicher RFID-Standards anmelden. In welcher Variante die Ladesäule aufgestellt wird und wie das Edelstahlgehäuse lackiert wird, kann der Abnehmer entscheiden. Die Ladesäule Charge CP700A ist modular aufgebaut, ihre Benutzerführung ist programmierbar sowie in verschiedenen Landessprachen erhältlich. Via Ethernet oder einem integrierbaren GSM/GPRS-Modem kann die Ladesäule zudem an eine Leitwarte angebunden werden, sie ist also bereits für Fernüberwachung und -wartung vorbereitet. Da das Ladeverhalten der Säule ferngesteuert werden kann, ist auch der Einsatz in einem Smart Grid möglich. Hierfür wird unter anderem eine dynamische Reduzierung des maximalen Ladestroms unterstützt.

„In puncto Sicherheit macht Siemens weiterhin keine Kompromisse: Zusätzlich zur üblichen Verriegelung des Steckers als Schutz gegen ein unbefugtes Abziehen während des Ladevorgangs wird die Ladeklappe an der Säule verriegelt“, sagte Griewing. Bei geöffneter Ladeklappe ist der dahinterliegende Innenraum beleuchtet, damit der Nutzer das Kabel auch bei Dunkelheit sicher und einfach einstecken und herausziehen kann. Die Ladesäule Charge CP700A verfügt über das CE-Kennzeichen und ist extern durch eine akkreditierte Prüfstelle getestet worden. Sie erfüllt sowohl die aktuellen Normen für Ladesysteme, unter anderem IEC/EN 61851-1 und IEC/EN 61851-22 als auch bewährte Normen für Niederspannungsverteilung wie EN 61439. Die Temperatur der Steckdosen und des Innenraums der Säule wird überwacht. Im Fehlerfall oder bei ungünstigen Umweltbedingungen, die zu einer Überhitzung führen würden, unterbricht die Ladesäule den Ladevorgang automatisch, sicher und zuverlässig.

Der Siemens-Sektor Energy ist der weltweit führende Anbieter des kompletten Spektrums an Produkten, Dienstleistun¬gen und Lösungen für die Energieerzeugung, -übertragung und -verteilung sowie für die Gewinnung, die Umwandlung und den Transport von Öl und Gas. Im Geschäftsjahr 2010 (30. September) erwirtschaftete der Sektor Energy einen Umsatz von rund 25,5 Mrd. EUR und erhielt Aufträge in einem Umfang von über 30,1 Mrd. EUR. Das Ergebnis betrug über 3,3 Mrd. EUR. Im Sektor Energy arbeiteten zum 30. September 2010 über 88.000 Mitarbeiter. Weitere Informatio¬nen unter: www.siemens.de/energy.

Siemens AG
Corporate Communications and Government Affairs
Wittelsbacherplatz 2, 80333 München
Deutschland
Informationsnummer: EPD201102025
Media Relations: Torsten Wolf
Telefon: +49 9131 18-82532
E-Mail: torsten.tw.wolf@siemens.com
Siemens AG
Energy Sector - Power Distribution Division
Freyeslebenstr. 1, 91058 Erlangen

Torsten Wolf | Siemens Energy
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com/energy

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Wärmer als gedacht: Sekundäroptik beim Wärmemanagement von Weißlicht-LEDs
09.08.2018 | Fraunhofer-Institut für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen IMWS

nachricht IPP-Fusionsanlagen durch die Virtual-Reality-Brille gesehen
07.08.2018 | Max-Planck-Institut für Plasmaphysik

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Der „TRiC” bei der Aktinfaltung

Damit Proteine ihre Aufgaben in Zellen wahrnehmen können, müssen sie richtig gefaltet sein. Molekulare Assistenten, sogenannte Chaperone, unterstützen Proteine dabei, sich in ihre funktionsfähige, dreidimensionale Struktur zu falten. Während die meisten Proteine sich bis zu einem bestimmten Grad ohne Hilfe falten können, haben Forscher am Max-Planck-Institut für Biochemie nun gezeigt, dass Aktin komplett von den Chaperonen abhängig ist. Aktin ist das am häufigsten vorkommende Protein in höher entwickelten Zellen. Das Chaperon TRiC wendet einen bislang noch nicht beschriebenen Mechanismus für die Proteinfaltung an. Die Studie wurde im Fachfachjournal Cell publiziert.

Bei Aktin handelt es sich um das am häufigsten vorkommende Protein in höher entwickelten Zellen, das bei Prozessen wie Zellstabilisation, Zellteilung und...

Im Focus: The “TRiC” to folding actin

Proteins must be folded correctly to fulfill their molecular functions in cells. Molecular assistants called chaperones help proteins exploit their inbuilt folding potential and reach the correct three-dimensional structure. Researchers at the Max Planck Institute of Biochemistry (MPIB) have demonstrated that actin, the most abundant protein in higher developed cells, does not have the inbuilt potential to fold and instead requires special assistance to fold into its active state. The chaperone TRiC uses a previously undescribed mechanism to perform actin folding. The study was recently published in the journal Cell.

Actin is the most abundant protein in highly developed cells and has diverse functions in processes like cell stabilization, cell division and muscle...

Im Focus: Arctic Ocean 2018 - Forscher untersuchen Wolken und Meereis in der Arktis

"Arctic Ocean 2018": So heißt die diesjährige Forschungsexpedition des schwedischen Eisbrechers ODEN in der Arktis, an der auch ein Wissenschaftler der Universität Leipzig beteiligt ist. Noch bis zum 25. September wollen die etwa 40 Forscher an Bord vor allem das mikrobiologische Leben im Ozean und im Meereis untersuchen und wie es mit der Wolkenbildung in der Arktis zusammenhängt.

Während der Fahrt durch die Arktis, die Ende Juli gestartet ist, sollen im Rahmen der Kampagne MOCCHA 2018 (Microbiology-Ocean-Cloud-Coupling in the Hight...

Im Focus: Lining up surprising behaviors of superconductor with one of the world's strongest magnets

Scientists have discovered that the electrical resistance of a copper-oxide compound depends on the magnetic field in a very unusual way -- a finding that could help direct the search for materials that can perfectly conduct electricity at room temperatur

What happens when really powerful magnets--capable of producing magnetic fields nearly two million times stronger than Earth's--are applied to materials that...

Im Focus: Ein molekularer Schalter bietet neue therapeutische Angriffspunkte gegen Krebs und Diabetes

Sind bestimmte Signalkaskaden im Körper fehlerhaft reguliert, können Krankheiten wie Krebs, Adipositas und Diabetes entstehen. Forscher vom Leibniz-Forschungsinstitut für Molekulare Pharmakologie (FMP) in Berlin sowie von der Universität Genf haben nun einen Mechanismus entdeckt, der diese Signalkaskaden entscheidend beeinflusst und damit ein wichtiger Schlüssel zur zukünftigen Entwicklung von Therapien für diese Erkrankungen sein kann. Die Ergebnisse der Studie sind soeben im prestigeträchtigen Fachmagazin „Molecular Cell“ erschienen.

Zellwachstum und -differenzierung, aber auch die Freisetzung und Wirkung von Hormonen wie Insulin hängen wesentlich von Lipiden ab. Lipide sind kleine...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Digitalisierung in der chemischen Industrie

09.08.2018 | Veranstaltungen

Herausforderung China – Wissenschaftler aus der ganzen Welt diskutieren miteinander auf UW/H-Tagung

03.08.2018 | Veranstaltungen

Pharmazeuten treffen sich zur internationalen Konferenz „BioBarriers 2018“ in Saarbrücken

02.08.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

BayernCloud - Allgäu wird Modellregion für digitale Dienste im Tourismus

10.08.2018 | Informationstechnologie

Der „TRiC” bei der Aktinfaltung

10.08.2018 | Biowissenschaften Chemie

Harte Zeiten in der Savanne? Die Nahrung von Schimpansen ist zäher als bisher gedacht

10.08.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics