Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

RACOCO: Strahlungscharakterisierung und Funktionsprüfung von COTS Bauteilen zur Anwendung im Weltraum

21.10.2019

Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) hat das Geschäftsfeld Nukleare Effekte in Elektronik und Optik (NEO) des Fraunhofer-Institut für Naturwissenschaftlich-Technische Trendanalysen INT damit beauftragt Commercial Off-The-Shelf (COTS) Bauteile durch Bestrahlungstests zu charakterisieren. Ziel des Projektes ist es kosteneffektive Testprozeduren zu entwickeln.

Die bislang verwendeten Standards der High Reliability (HiRel) Bauteile sollen angepasst werden und ermöglichen, dass Bauteile, die für den Massenmarkt hergestellt werden, Anwendung im Weltraum finden.


Cobalt-60-Gammabestrahlungsanlagen am Fraunhofer INT

© Fraunhofer INT

HiRel-Bauteile sind nach MIL-S-19500 oder ECSS-Q-ST-60 qualifiziert, für diese Qualifizierung muss ein Hersteller seine Produktionsprozesse offenlegen und ein Beibehalten dieser Prozesse garantieren.

Die Produktionsstraßen, die diese qualifizierten Prozesse beherrschen, werden nur noch zur Herstellung der HiRel-Bauteile betrieben, der Stand der Technik von qualifizierten Bauteilen liegt dadurch oft einige Jahre zurück. Dies führt, durch einen großen Aufwand für kleine Stückzahlen, zu einem hohen Stückpreis.

Die sogenannten COTS-Bauteile können schneller und günstiger beschafft werden, außerdem besteht die Möglichkeit modernste Fertigungsprozesse auf sie anzuwenden. Im Projekt RACOCO werden zunächst COTS-Bauteile, deren Funktionalität oder Eigenschaften den Anwendern, insbesondere der ESA, von Nutzen sein können, identifiziert.

Mithilfe moderner Elektronik und neuen Methoden soll die Strahlenhärte getestet werden, ohne hohe Testkosten für ungeeignete Bauteile tragen zu müssen. Schließlich müssen COTS-Bauteile die gleichen Anforderungen an die Strahlenhärte erfüllen wie HiRel-Bauteile.

Die Fragen, mit denen sich das Geschäftsfeld Nukleare Effekte in Elektronik und Optik (NEO) des Fraunhofer INTs im Projektverlauf auseinandersetzen wird, werden unter anderem folgende sein:

• Kann man mit diesen günstigeren Methoden Ergebnisse erzielen, die dennoch eine ausreichende Zuverlässigkeit haben?

• Wie aussagekräftig sind die Tests für das gleiche Bauteil aus einer anderen Charge?

• Gibt es „Frühwarn“-Indikatoren? Gibt es Merkmale, mit denen man das Bauteil vor dem Bestrahlungstest, als nicht für den Weltraum-Gebrauch geeignet, identifizieren kann?

• Wie aussagekräftig sind Tests an einem gesamten Board, wenn nicht von allen Einzelkomponenten die Strahlenhärte bekannt ist?

Das Fraunhofer INT bietet wissenschaftlich fundierte Analyse- und Bewertungsfähigkeit über das gesamte Spektrum technologischer Entwicklungen. Vertieft wird dieser Überblick durch eigene Fachanalysen und -prognosen auf ausgewählten Technologiegebieten und durch eigene theoretische und experimentelle Arbeiten auf dem Gebiet elektromagnetischer und nuklearer Effekte.

www.int.fraunhofer.de 

Wissenschaftliche Ansprechpartner:

Dr. Michael Steffens

Fraunhofer-Institut für Naturwissenschaftlich-Technische Trendanalysen INT
Appelsgarten 2
53879 Euskirchen

Telefon +49 2251 18-187
Fax +49 2251 18-38187

michael.streffens@int.fraunhofer.de

Weitere Informationen:

http://www.int.fraunhofer.de/de/presse_und_medien/presseinformationen/pi-racoco.... Link zur Presseinformation

Thomas Loosen | Fraunhofer-Institut für Naturwissenschaftlich-Technische Trendanalysen INT

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Projekt »Lade-PV« gestartet: Fahrzeugintegrierte PV für Elektro-Nutzfahrzeuge
03.04.2020 | Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE

nachricht Den Regen für Hydrovoltaik nutzen
03.04.2020 | Max-Planck-Institut für Polymerforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Den Regen für Hydrovoltaik nutzen

Wassertropfen, die auf Oberflächen fallen oder über sie gleiten, können Spuren elektrischer Ladung hinterlassen, so dass sich die Tropfen selbst aufladen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Polymerforschung (MPI-P) in Mainz haben dieses Phänomen, das uns auch in unserem Alltag begleitet, nun detailliert untersucht. Sie entwickelten eine Methode zur Quantifizierung der Ladungserzeugung und entwickelten zusätzlich ein theoretisches Modell zum besseren Verständnis. Nach Ansicht der Wissenschaftler könnte der beobachtete Effekt eine Möglichkeit zur Energieerzeugung und ein wichtiger Baustein zum Verständnis der Reibungselektrizität sein.

Wassertropfen, die über nicht leitende Oberflächen gleiten, sind überall in unserem Leben zu finden: Vom Tropfen einer Kaffeemaschine über eine Dusche bis hin...

Im Focus: Harnessing the rain for hydrovoltaics

Drops of water falling on or sliding over surfaces may leave behind traces of electrical charge, causing the drops to charge themselves. Scientists at the Max Planck Institute for Polymer Research (MPI-P) in Mainz have now begun a detailed investigation into this phenomenon that accompanies us in every-day life. They developed a method to quantify the charge generation and additionally created a theoretical model to aid understanding. According to the scientists, the observed effect could be a source of generated power and an important building block for understanding frictional electricity.

Water drops sliding over non-conducting surfaces can be found everywhere in our lives: From the dripping of a coffee machine, to a rinse in the shower, to an...

Im Focus: Quantenimaging: Unsichtbares sichtbar machen

Verschränkte Lichtteilchen lassen sich nutzen, um Bildgebungs- und Messverfahren zu verbessern. Ein Forscherteam am Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF in Jena hat eine Quantenimaging-Lösung entwickelt, die in extremen Spektralbereichen und mit weniger Licht genaueste Einblicke in Gewebeproben ermöglichen kann.

Optische Analyseverfahren wie Mikroskopie und Spektroskopie sind in sichtbaren Wellenlängenbereichen schon äußerst effizient. Doch im Infrarot- oder...

Im Focus: Sensationsfund: Spuren eines Regenwaldes in der Westantarktis

90 Millionen Jahre alter Waldboden belegt unerwartet warmes Südpol-Klima in der Kreidezeit

Ein internationales Forscherteam unter Leitung von Geowissenschaftlern des Alfred-Wegener-Institutes, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI)...

Im Focus: A sensational discovery: Traces of rainforests in West Antarctica

90 million-year-old forest soil provides unexpected evidence for exceptionally warm climate near the South Pole in the Cretaceous

An international team of researchers led by geoscientists from the Alfred Wegener Institute, Helmholtz Centre for Polar and Marine Research (AWI) have now...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Interdisziplinärer Austausch zum Design elektrochemischer Reaktoren

03.04.2020 | Veranstaltungen

13. »AKL – International Laser Technology Congress«: 4.–6. Mai 2022 in Aachen – Lasertechnik Live bereits früher!

02.04.2020 | Veranstaltungen

Europäischer Rheumatologenkongress EULAR 2020 wird zum Online-Kongress

30.03.2020 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Erste SARS-CoV-2-Genome aus Österreich veröffentlicht

03.04.2020 | Biowissenschaften Chemie

Projekt »Lade-PV« gestartet: Fahrzeugintegrierte PV für Elektro-Nutzfahrzeuge

03.04.2020 | Energie und Elektrotechnik

Interdisziplinärer Austausch zum Design elektrochemischer Reaktoren

03.04.2020 | Veranstaltungsnachrichten

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics