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Intelligentes Messsystem erreicht weiteres Etappenziel

15.03.2018
  • VDE|FNN schließt zweite Phase seines Projekts „Koordinierte Testphase zur Einführung intelligenter Messsysteme“ ab
  • Im Vergleich zur vorherigen Stufe wurden im „Kleinen Feldtest“ signifikant bessere Resultate erzielt. Die durchgeführten Tests erbrachten überwiegend die erwarteten Ergebnisse
  • Für die Einführung intelligenter Messsysteme müssen Interoperabilität und Austauschbarkeit von Komponenten weiter konkretisiert und optimiert werden

Auf seinem Weg zur deutschlandweiten Einführung hat das intelligente Messsystem ein weiteres Etappenziel erreicht: VDE|FNN hat zusammen mit 16 Unternehmen der Energiewirtschaft in einem Praxistest nachgewiesen, dass der Großteil nahezu aller derzeit am Markt erhältlichen Geräte und Systemkomponenten für das künftige Messsystem einsatzfähig ist.


Einführung intelligenter Messsysteme: Dazu führt VDE|FNN in drei Stufen Tests durch.

Bild: VDE|FNN

Im Rahmen der koordinierten Testphase testen die Teilnehmer jeweils unterschiedliche Kombinationen von Geräten für das intelligente Messsystem. Geräte müssen ohne Probleme miteinander arbeiten und sollen problemlos installier- und austauschbar sein.

Aktuell wurde die zweite Phase, der sogenannte „Kleine Feldtest“, abgeschlossen und ausgewertet. Dabei wurden Geräte und Prozesse mit einer kleinen Anzahl an Netzkunden über ihren gesamten Lebenszyklus zwölf Monate lang in der Praxis getestet. Die koordinierte Testphase soll mit einem „Großen Feldtest“ voraussichtlich Ende 2018 abgeschlossen werden.

Interoperabilität und Austauschbarkeit entscheidend

„Wir sind mit knapp 60 Prozent positiven Testfällen äußerst zufrieden“, erklärt Heike Kerber, Geschäftsführerin bei VDE|FNN. „Wenn man bedenkt, dass erstmals in Kundenanlagen das Zusammenspiel der neuen Komponenten getestet wurde, ist die Ergebnissteigerung um etwa zehn Prozent ein großer Erfolg.

Bis zu einem Massen-Rollout ist aber noch einiges zu tun: Interoperabilität und Austauschbarkeit der Komponenten müssen weiter konkretisiert und optimiert werden. Deshalb werden wir weiter konsequent mit Behörden, Herstellern und Anwendern zusammenarbeiten. Der nächste Meilenstein ist der ‚Große Feldtest‘. Hier muss das Gesamtsystem bei mehreren tausend oder zehntausend Kunden seine Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen.“

Das Ergebnis des „Kleinen Feldtests“ wurde durch einige fehlende Voraussetzungen für einwandfrei arbeitende Komponenten beeinträchtigt. Dazu zählen etwa noch offene Vorgaben von Eichbehörden, wie Verbrauchsdaten für den Kunden dargestellt werden sollen. Diese Fälle ausgenommen, lag die Quote der fehlgeschlagenen Tests im sehr niedrigen einstelligen Bereich.

Über tausend Tests zur Qualitätssicherung

Für den „Kleinen Feldtest“ wurden die drei zentralen Komponenten von intelligenten Messsystemen – Gateway-Administrator, Smart-Meter-Gateway und digitaler Stromzähler – von verschiedenen Herstellern kombiniert. Im Fokus der Überprüfung standen die Interoperabilität und Austauschbarkeit der Komponente, ebenso wie die Interaktion des intelligenten Messsystems mit dessen Nutzern. Unter diesen Bedingungen ergaben sich über tausend verschiedenen Tests.

Die Einführung intelligenter Messsysteme ist aufgrund neuer Geräte und Prozesse eine komplexe Aufgabe. Vor einer breiten Einführung muss sichergestellt sein, dass ausgereifte Geräte in den Markt kommen, die zueinander kompatibel und austauschbar sind. Dazu führt ein Konsortium aus VDE|FNN und 16 Unternehmen der Energiewirtschaft die koordinierte Testphase durch. Da auch Kooperationspartner und Lieferanten eingebunden sind, werden dabei fast alle derzeit am Markt erhältlichen Systeme und Komponenten in die Tests einbezogen. Die gewonnen Erkenntnisse fließen unmittelbar in die Standardisierung bei VDE|FNN ein.

Über das Forum Netztechnik/Netzbetrieb im VDE (FNN):
Das Forum Netztechnik/Netzbetrieb im VDE (VDE|FNN) entwickelt die Stromnetze vorausschauend weiter. Ziel ist der jederzeit sichere Systembetrieb bei steigender Aufnahme von Strom aus erneuerbaren Energien. VDE|FNN macht innovative Technologien in Form von VDE-Anwendungs¬regeln und technischen Hinweisen schnell alltagstauglich und systemkompatibel. Mitglieder sind über 450 Netzbetreiber, Stadtwerke, Hersteller, Anlagenbetreiber, Behörden und wissenschaftliche Einrichtungen.

Über den VDE:
Der VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik und Informationstechnik ist mit 36.000 Mitgliedern (davon 1.300 Unternehmen) und 1.600 Mitarbeitern einer der großen technisch-wissenschaftlichen Verbände Europas. Der VDE vereint Wissenschaft, Normung und Produktprüfung unter einem Dach. Die Themenschwerpunkte des Verbandes reichen von der Energiewende über Industrie 4.0, Smart Traffic und Smart Living bis hin zur IT-Sicherheit. Der VDE setzt sich insbesondere für die Forschungs- und Nachwuchsförderung sowie den Verbraucherschutz ein. Das VDE-Zeichen, das 67 Prozent der Bundesbürger kennen, gilt als Synonym für höchste Sicherheitsstandards. Hauptsitz des VDE ist Frankfurt am Main.

www.vde.com 

Pressekontakt: Melanie Unseld, Tel. 069 6308461, melanie.unseld@vde.com

Melanie Unseld | VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V.

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