Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Heraeus macht elektromobil und steigert mit Porocarb die Energiespeicherdichte von Batterien um 20 Prozent

15.09.2016
  • Heraeus verbessert mit einem innovativen Kohlenstoffpulver die Batterietechnologie
  • Anwendungen als Additiv zukünftig auch in Superkondensatoren und Bleiakkus

Der Technologiekonzern Heraeus hat in kürzlich durchgeführten Tests nachgewiesen, dass das poröse Porocarb®-Kohlenstoffpulver als Batteriezusatz die Speicherdichte und Leistungsfähigkeit von Lithium-Ionen-Batterien für elektromobile Anwendungen um 20 Prozent steigert.


Heraeus Infografik Porocarb Elektromobilität


Porocarb: Unscheinbares schwarzes Pulver, aber voller Power für die Elektromobilität. Mit dem innovativen Kohlenstoffpulver steigert Heraeus die Energiespeicherdichte von Batterien

Auf der „Battery Show“ Mitte September in Novi, USA, stellte Dr. Dominik Samuelis, Leiter des Innovationsbereichs für Porocarb bei Heraeus, die neuen Ergebnisse vor. „Vor allem die 20-prozentige Verbesserung der Energiespeicherdichte im Vergleich zu marktgängigen, industriellen Lithium-Ionen-Batterien ist ein bedeutender Meilenstein für die Einsatzmöglichkeiten von Porocarb in Batterien“, betont Samuelis.

Katalysator für Verbesserung der Batterieleistung

Die auf Pilotprojekten bei Kunden basierenden Forschungsergebnisse bestätigen die einzigartigen Eigenschaften von Porocarb als Katalysator für die Verbesserung der Batteriekapazität und -leistung, insbesondere auf dem Markt für Elektro- und Hybridfahrzeuge. Egal ob es um Bleisäurebatterien, Lithium-Ionen-Batterien oder um Superkondensatoren geht – Porocarb-Zusätze können die Haltbarkeit von Batterien verlängern, eine effizientere Leistung ermöglichen und die Herstellungskosten senken.

Laut Thomas Hucke, Leiter des Heraeus Start-Ups Battery, wird die globale Nachfrage nach sauberer, preisgünstiger und nachhaltiger Energie eine größere Transformation in der gesamten Batterieindustrie erforderlich machen, damit Möglichkeiten für Kostensenkungen und eine Verbesserung der Speicherkapazität und Batterieleistung gefunden werden können. „Auf dem Markt für Elektro- und Hybridfahrzeuge hängt alles von der Batterie ab. Wenn die Innovationen auf diesem Gebiet hinter den Erwartungen zurückbleiben, stagnieren auch das Marktwachstum und die Nachfrage unter den Verbrauchern.“

Hucke nennt drei wichtige Forderungen, die an die Branche gestellt werden: „Die Ladezeiten müssen kürzer werden, die Kapazität muss zunehmen und die Kosten müssen sinken, um Hindernisse zu beseitigen, die der Akzeptanz durch die Kunden im Wege stehen. Deshalb sind wir von den neuesten Fortschritten so begeistert, die wir mit Porocarb festgestellt haben.“

Zwei aktuelle Beispiele – die Verpflichtung der G20-Energieminister zur Steigerung des Anteils erneuerbarer Energien weltweit und die jährlichen Zuwachsraten von 14,7 bis 18,6 Prozent bei Kraftfahrzeugen mit Elektro-/Hybridantrieb – unterstreichen die absolute Notwendigkeit von Innovationen auf dem Feld der Batterietechnik. Auch aus diesem Grund dehnt Heraeus seine Forschungsarbeiten mit Porocarb auf Superkondensator- und Bleisäureanwendungen aus. Laut Dr. Dominik Samuelis demonstriert die auf der „Battery Show“ offiziell auf den Markt gebrachte Produktlinie Porocarb S-CAP die Vielseitigkeit dieser synthetischen porösen Kohlenstoffpulver. „Porocarb ist auch in Superkondensatoren, die an und für sich bereits eine hohe Leistung aufweisen, in der Lage, die Kapazität deutlich zu erhöhen“, sagt Samuelis.

Hintergrund: Was ist Porocarb?

Porocarb wurde nach dreijähriger Entwicklungsarbeit 2014 von Heraeus auf den Markt gebracht und ist eine neue Produktfamilie aus leitfähigen, porösen Kohlenstoffpulvern für elektrochemische Anwendungen, z. B. als Additive in Batterien. Die Kohlenstoffpartikel mit offenen und miteinander verbundenen Poren zwischen 10 und 1000 Nanometern und einem Porenvolumen von bis zu 2,5 Kubikzentimetern pro Gramm stellen eine innovative Lösung dar, mit der Leistung und Lebensdauer von Lithium-Ionen-Batterien bei gleicher Größe verbessert werden.

Nähere Informationen über die Porocarb-Produktfamilie von Batteriezusätzen: https://www.heraeus.com/en/group/products_and_solutions_group/porocarb/porocarb.aspx

Der Technologiekonzern Heraeus mit Sitz in Hanau ist ein 1851 gegründetes und heute weltweit führendes Familienunternehmen. Mit fachlicher Kompetenz, Innovationsorientierung, operativer Exzellenz und unternehmerischer Führung streben wir danach, unsere wirtschaftliche Leistungsfähigkeit kontinuierlich zu verbessern. Wir schaffen hochwertige Lösungen für unsere Kunden und stärken nachhaltig ihre Wettbewerbsfähigkeit indem wir Material-Kompetenz mit Technologie Know-how verbinden. Unsere Ideen richten sich auf Themen wie Umwelt, Energie, Gesundheit, Mobilität und Industrielle Anwendungen. Unser Portfolio reicht von Komponenten bis zu abgestimmten Materialsystemen. Sie finden Verwendung in vielfältigen Industrien, darunter Stahl, Elektronik, Chemie, Automotive und Telekommunikation. Im Geschäftsjahr 2015 erzielte Heraeus einen Umsatz ohne Edelmetalle von 1,9 Mrd. € und einen Gesamtumsatz mit Edelmetallhandelsumsatz von 12,9 Mrd. €. Mit weltweit rund 12.500 Mitarbeitern in mehr als 100 Standorten in 38 Ländern hat Heraeus eine führende Position auf seinen globalen Absatzmärkten.

 

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

 

Dr. Jörg Wetterau

Leiter Technologiekommunikation & Fachpresse

Communications & Marketing

Heraeus Holding GmbH

Tel. +49 (0) 6181.35-5706

Fax +49(0) 6181.35-4242

E-mail: joerg.wetterau@heraeus.com

Dr. Jörg Wetterau | Heraeus Holding GmbH
Weitere Informationen:
http://www.heraeus.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Schlaflos wegen Handy? Neue Displays könnten Abhilfe schaffen
21.06.2018 | Universität Basel

nachricht Sensoren auf Gummibärchen: Team druckt Mikroelektroden-Arrays auf weiche Materialien
21.06.2018 | Technische Universität München

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Leichter abheben: Fraunhofer LBF entwickelt Flugzeugrad aus Faser-Kunststoff-Verbund

Noch mehr Reichweite oder noch mehr Nutzlast - das wünschen sich Fluggesellschaften für ihre Flugzeuge. Wegen ihrer hohen spezifischen Steifigkeiten und Festigkeiten kommen daher zunehmend leichte Faser-Kunststoff-Verbunde zum Einsatz. Bei Rümpfen oder Tragflächen sind permanent Innovationen in diese Richtung zu beobachten. Um dieses Innovationsfeld auch für Flugzeugräder zu erschließen, hat das Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF jetzt ein neues EU-Forschungsvorhaben gestartet. Ziel ist die Entwicklung eines ersten CFK-Bugrads für einen Airbus A320. Dabei wollen die Forscher ein Leichtbaupotential von bis zu 40 Prozent aufzeigen.

Faser-Kunststoff-Verbunde sind in der Luftfahrt bei zahlreichen Bauteilen bereits das Material der Wahl. So liegt beim Airbus A380 der Anteil an...

Im Focus: IT-Sicherheit beim autonomen Fahren

FH St. Pölten entwickelt neue Methode für sicheren Informationsaustausch zwischen Fahrzeugen mittels Funkdaten

Neue technische Errungenschaften wie das Internet der Dinge oder die direkte drahtlose Kommunikation zwischen Objekten erhöhen den Bedarf an effizienter...

Im Focus: Innovative Handprothesensteuerung besteht Alltagstest

Selbstlernende Steuerung für Handprothesen entwickelt. Neues Verfahren lässt Patienten natürlichere Bewegungen gleichzeitig in zwei Achsen durchführen. Forscher der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) veröffentlichen Studie im Wissenschaftsmagazin „Science Robotics“ vom 20. Juni 2018.

Motorisierte Handprothesen sind mittlerweile Stand der Technik bei der Versorgung von Amputationen an der oberen Extremität. Bislang erlauben sie allerdings...

Im Focus: Temperaturgesteuerte Faser-Lichtquelle mit flüssigem Kern

Die moderne medizinische Bildgebung und neue spektroskopische Verfahren benötigen faserbasierte Lichtquellen, die breitbandiges Laserlicht im nahen und mittleren Infrarotbereich erzeugen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien Jena (Leibniz-IPHT) zeigen in einer aktuellen Veröffentlichung im renommierten Fachblatt Optica, dass sie die optischen Eigenschaften flüssigkeitsgefüllter Fasern und damit die Bandbreite des Laserlichts gezielt über die Umgebungstemperatur steuern können.

Das Besondere an den untersuchten Fasern ist ihr Kern. Er ist mit Kohlenstoffdisulfid gefüllt - einer flüssigen chemischen Verbindung mit hoher optischer...

Im Focus: Temperature-controlled fiber-optic light source with liquid core

In a recent publication in the renowned journal Optica, scientists of Leibniz-Institute of Photonic Technology (Leibniz IPHT) in Jena showed that they can accurately control the optical properties of liquid-core fiber lasers and therefore their spectral band width by temperature and pressure tuning.

Already last year, the researchers provided experimental proof of a new dynamic of hybrid solitons– temporally and spectrally stationary light waves resulting...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Leben im Plastikzeitalter: Wie ist ein nachhaltiger Umgang mit Plastik möglich?

21.06.2018 | Veranstaltungen

Kongress BIO-raffiniert X – Neue Wege in der Nutzung biogener Rohstoffe?

21.06.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen im August 2018

20.06.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Leichter abheben: Fraunhofer LBF entwickelt Flugzeugrad aus Faser-Kunststoff-Verbund

22.06.2018 | Materialwissenschaften

Lernen und gleichzeitig Gutes tun? Baufritz macht‘s möglich!

22.06.2018 | Unternehmensmeldung

GFOS und skip Institut entwickeln gemeinsam Prototyp für Augmented Reality App für die Produktion

22.06.2018 | Unternehmensmeldung

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics