Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Gewerbeverkehr kann Tür zur Elektromobilität öffnen

02.05.2013
Trotz zahlreicher Initiativen blieb der breite Durchbruch der Elektromobilität bei privaten Pkws bisher aus. Doch vielleicht hat man sich bisher einfach nur auf den falschen Markt konzentriert.

»Im Vergleich zum privaten Automobil sind gewerblich genutzte Fahrzeuge bereits heute sehr interessant für den Einsatz von E-Mobilen«, sagt Prof. Dr. Martin Wietschel vom Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI in Karlsruhe. Der Wissenschaftler hat im vergangenen Jahr bundesweit 350 gewerbliche Fahrprofile erhoben und ausgewertet.

Sein Fazit: »Bei bis zu einer Million dieser kleinen Lieferwägen und Pkws kann es sich künftig für den Betreiber lohnen, von Modellen mit Verbrennungsmotoren auf Elektroautos zu wechseln.«

Das ist ein Viertel aller im deutschen Gewerbeverkehr eingesetzten Autos. Die E-Automobile machen überall dort Sinn, wo Fahrzeuge möglichst täglich im Einsatz sind, sowie planbare und nicht zu weite Routen fahren – also zum Beispiel bei Paket- oder Pflegediensten. Zusammen mit den Partnern des Innovationsclusters »Regional Eco Mobility 2030« (www.rem2030.de) hat Wietschel mittlerweile eine umfangreiche Datenbank aufgebaut.

»Bisher gab es kaum Zahlen über das Fahrverhalten von gewerblich genutzten Fahrzeugen in Städten. Im Fokus stand meist der Privat-Pkw«, so der Leiter der Abteilung »Energiewirtschaft« am ISI. Das Cluster ist interdisziplinär breit aufgestellt: Neben weiteren Forschungsinstituten sind Fahrzeughersteller, Kommunen und Verbände beteiligt.

»Die Marktanalyse liefert uns Daten, um ein modernes Stadtfahrzeug zu entwickeln, das die Vorteile von Batterie und Brennstoffzelle kombiniert sowie intelligente Softwarelösungen integriert«, umreißt Wietschel die Ziele von REM 2030.

Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI
Breslauer Straße 35 | 76139 Karlsruhe | www.isi.fraunhofer.de
Kontakt: Prof. Dr. Martin Wietschel | Telefon +49 721 6809-254 | martin.wietschel@isi.fraunhofer.de

Presse: Anne-Catherine Jung | Telefon +49 721 6809-100 | anne-catherine.jung@isi.fraunhofer.de

Anne-Catherine Jung | Fraunhofer Forschung Kompakt
Weitere Informationen:
http://www.isi.fraunhofer.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Vernetzte Beleuchtung: Weg mit dem blinden Fleck
18.07.2018 | Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

nachricht Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie
17.07.2018 | Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Future electronic components to be printed like newspapers

A new manufacturing technique uses a process similar to newspaper printing to form smoother and more flexible metals for making ultrafast electronic devices.

The low-cost process, developed by Purdue University researchers, combines tools already used in industry for manufacturing metals on a large scale, but uses...

Im Focus: Rostocker Forscher entwickeln autonom fahrende Kräne

Industriepartner kommen aus sechs Ländern

Autonom fahrende, intelligente Kräne und Hebezeuge – dieser Ingenieurs-Traum könnte in den nächsten drei Jahren zur Wirklichkeit werden. Forscher aus dem...

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen

19.07.2018 | Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neue Anwendungen für Mikrolaser in der Quanten-Nanophotonik

20.07.2018 | Physik Astronomie

Need for speed: Warum Malaria-Parasiten schneller sind als die menschlichen Abwehrzellen

20.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Die Gene sind nicht schuld

20.07.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics