Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Flexible farbvariable OLED – neue Gestaltungsoptionen für Lichtdesigner

14.09.2017

Das Fraunhofer FEP ist spezialisiert auf die Entwicklung und Fertigung von OLED-Modulen mit unkonventionellen Eigenschaften in kundenspezifischen Designs. Auf der ISAL 2017, vom 25. – 27.9.2017, in Darmstadt präsentiert das Institut erstmals auf seinem Ausstellungsstand Nr. 31, flexible farbvariable organische Leuchtdioden (OLED).

Mit ihren einzigartigen Aspekten wie Biegbarkeit, Segmentierung, Transparenz und nahezu unbegrenzter Formgebung ermöglichen organische Leuchtdioden (OLED) als effiziente Flächenlichtquelle auf flexiblen Substraten vielfältige neue Gestaltungsmöglichkeiten.


Farbvariable OLED auf flexiblem Kunststoffsubstrat

© Fraunhofer FEP Bildquelle in Druckqualität: www.fep.fraunhofer.de/presse

2015 gelang es Wissenschaftlern des Fraunhofer FEP erstmals, farbsteuerbare OLED auf starren Substraten zu prozessieren. Dies ermöglichte die Erweiterung des Anwendungsspektrums von OLED z. B. auch für die Integration in Fahrzeuginnenräume, in denen die Beleuchtung tageszeitabhängig steuerbar sein soll.

Denkbar ist auch der Einsatz in der Ambient- oder Akzentbeleuchtung sowie in musealen Umgebungen, bei denen die Farbvariabilität nur eines Leuchtelementes Ausstellungsstücke in unterschiedlich farbigem Licht präsentieren kann.

Knapp zwei Jahre später ist nun der nächste große Entwicklungsschritt erreicht: Das Fraunhofer FEP bietet ab sofort die Integration farbvariabler OLED-Emittersysteme auf flexiblen Substraten an. Solche OLED-Module sind in der Lage, ihre Emissionsfarbe zwischen zwei Farbkoordinaten zu wechseln und über Dimming der Einzelfarben Mischfarben zu erzeugen.

So kann bei einem blau-gelb-farbvariablen Emittersystem nicht nur zwischen den Emissionsfarben Blau und Gelb variiert werden, sondern bei gleichmäßiger Aktivierung beider Emissionsfarben sogar weißes Licht erzeugt werden.

Durch die Integration der farbvariablen OLED auf flexible Substrate rückt deren Einsatz
z. B. in gebogene Oberflächen in Fahrzeuginnenräumen, wie Autodächer oder gewölbte Armaturen in greifbare Nähe. Dabei ist auch die Auswahlmöglichkeit des Substrates inzwischen breiter variierbar, OLED auf Metall- oder Kunststofffolien sind ebenso prozessierbar wie auf Dünnstglas.

Die Wissenschaftler präsentieren das neue flexible farbvariable OLED-Modul erstmals auf der ISAL (International Symposium on Automotive Lighting). Das Symposium findet unmittelbar im Anschluss an die Internationale Automobil-Ausstellung IAA statt und adressiert Lichtanwendungen im Automobil.

Am Stand des Fraunhofer FEP Nr. 31 werden die vielfältigen Möglichkeiten der OLED-Technologie auf flexiblen Trägersubstraten für Anwendungen an und im Automobil zu sehen sein.

Claudia Keibler, Abteilungsleiterin Sheet-to-Sheet-Organiktechnologie am Fraunhofer FEP lädt ein: „Ich freue mich, mit den Besuchern der Konferenz die erstaunlichen Möglichkeiten flexibler OLED im direkten Gespräch vor Ort diskutieren zu können.

Unser technologisches Know-how und unsere Anlagentechnik erlauben es uns, mit interessierten Besuchern nicht nur zur diskutieren, sondern später auch OLED-Muster ganz nach ihren Wünschen herzustellen.“

Fraunhofer FEP auf der ISAL:

Vorträge:
Dienstag, 26. September 2017

Session b Ferrum, „Rearlighting"
13:40 Uhr: „Enhanced Light Out-Coupling for Flexible OLED in Automotive Rear Light“
Claudia Keibler, Fraunhofer FEP

Weiterhin möchten wir auf den Beitrag unseres Projektpartners AUDI AG „Investigation of the Optimum Brightness of Dynamic Tail Lights“, gehalten von Philipp Rabenau am gleichen Tag um 13:30 Uhr verweisen.

Ausstellungsstand Nr. 31

“Hands-on” Flexible OLED Lighting Workshop @ ISAL:

Der “Hands-on” Flexible OLED Lighting Workshop richtet sich an Designer und Produktentwickler der Automobilindustrie, aber auch für Anwendungen in den Bereichen
Architektur, Luftfahrt, Mode und Unterhaltungselektronik. Der Workshop wird ein tiefergehendes Verständnis für die Möglichkeiten und technischen Herausforderungen der Integration von OLEDs in existierende und künftige Produkte bieten und erläutert, wie die PI-SCALE-Linie dazu genutzt werden kann. Diskussionen mit OLED-Experten aus Industrie und Forschung werden den Teilnehmern die Möglichkeit bieten, Designkonzepte durchzuarbeiten und ihre Fragen zur Technologie zu beantworten. Es werden drei Sessions des Workshops während der ISAL angeboten, die Teilnehmerzahl zum Workshop ist begrenzt auf 40 Plätze pro Session.

Bitte registrieren Sie sich daher gemäß den Bedingungen:
http://pi-scale.eu/hands-on-flexible-oled-lighting-workshop-at-isal-2017-confere...

PI-SCALE FLEXIBLE OLED DESIGN Wettbewerb 2017

Fraunhofer FEP ist Kernpartner des geförderten EU-Projektes PI-SCALE (FKZ Nr. 688093), welches zum Ziel hat, eine europäische Open-Access-Pilotlinie zur Fertigung flexibler OLED zu etablieren. Im Rahmen des Projektes wurde der PI-SCALE FLEXIBLE OLED DESIGN Wettbewerb 2017 gestartet. Bewerbungen mit Design-Vorschlägen von Einzelpersonen, Gruppen oder auch Organisationen aus der Europäischen Union können bis zum 17. September 2017 eingereicht werden. Die Bewerbung ist kostenfrei. Die besten 3 Ideen werden am 26.9.2017 bekannt gegeben und erhalten als Preis die Möglichkeit, ihr OLED-Design als Prototyp fertigen zu lassen.

Mehr Informationen finden Sie unter: http://pi-scale.eu/923-2/.

Pressekontakt:

Frau Annett Arnold

Fraunhofer-Institut für Organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik FEP
Telefon +49 351 2586 333 | presse@fep.fraunhofer.de
Winterbergstraße 28 | 01277 Dresden | Deutschland | www.fep.fraunhofer.de

Weitere Informationen:

http://s.fhg.de/cQi

Silvena Ilieva | Fraunhofer-Institut für Organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik FEP
Weitere Informationen:
http://www.fep.fraunhofer.de/

Weitere Berichte zu: Automobil Elektronik FEP Lichtdesigner Lighting OLED Plasmatechnik

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Daten „fühlen“ mit haptischen Displays
15.11.2018 | Karlsruher Institut für Technologie

nachricht Ein magnetisches Gedächtnis für den Computer
12.11.2018 | Technische Universität Wien

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Rasende Elektronen unter Kontrolle

Die Elektronik zukünftig über Lichtwellen kontrollieren statt Spannungssignalen: Das ist das Ziel von Physikern weltweit. Der Vorteil: Elektromagnetische Wellen des Licht schwingen mit Petahertz-Frequenz. Damit könnten zukünftige Computer eine Million Mal schneller sein als die heutige Generation. Wissenschaftler der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) sind diesem Ziel nun einen Schritt nähergekommen: Ihnen ist es gelungen, Elektronen in Graphen mit ultrakurzen Laserpulsen präzise zu steuern.

Eine Stromregelung in der Elektronik, die millionenfach schneller ist als heutzutage: Davon träumen viele. Schließlich ist die Stromregelung eine der...

Im Focus: UNH scientists help provide first-ever views of elusive energy explosion

Researchers at the University of New Hampshire have captured a difficult-to-view singular event involving "magnetic reconnection"--the process by which sparse particles and energy around Earth collide producing a quick but mighty explosion--in the Earth's magnetotail, the magnetic environment that trails behind the planet.

Magnetic reconnection has remained a bit of a mystery to scientists. They know it exists and have documented the effects that the energy explosions can...

Im Focus: Eine kalte Supererde in unserer Nachbarschaft

Der sechs Lichtjahre entfernte Barnards Stern beherbergt einen Exoplaneten

Einer internationalen Gruppe von Astronomen unter Beteiligung des Max-Planck-Instituts für Astronomie in Heidelberg ist es gelungen, beim nur sechs Lichtjahre...

Im Focus: Mit Gold Krankheiten aufspüren

Röntgenfluoreszenz könnte neue Diagnosemöglichkeiten in der Medizin eröffnen

Ein Präzisions-Röntgenverfahren soll Krebs früher erkennen sowie die Entwicklung und Kontrolle von Medikamenten verbessern können. Wie ein Forschungsteam unter...

Im Focus: Ein Chip mit echten Blutgefäßen

An der TU Wien wurden Bio-Chips entwickelt, in denen man Gewebe herstellen und untersuchen kann. Die Stoffzufuhr lässt sich dabei sehr präzise dosieren.

Menschliche Zellen in der Petrischale zu vermehren, ist heute keine große Herausforderung mehr. Künstliches Gewebe herzustellen, durchzogen von feinen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Kalikokrebse: Erste Fachtagung zu hochinvasiver Tierart

16.11.2018 | Veranstaltungen

Können Roboter im Alter Spaß machen?

14.11.2018 | Veranstaltungen

Tagung informiert über künstliche Intelligenz

13.11.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Mikroplastik in Kosmetik

16.11.2018 | Studien Analysen

Neue Materialien – Wie Polymerpelze selbstorganisiert wachsen

16.11.2018 | Materialwissenschaften

Anomale Kristalle: ein Schlüssel zu atomaren Strukturen von Schmelzen im Erdinneren

16.11.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics