Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Energieinnovationen weiter vorantreiben

09.10.2012
Das europäische Konsortium KIC InnoEnergy, dessen Aufbau vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) koordiniert wird, treibt Innovationen im Energiesektor voran und befördert somit ein nachhaltiges europäisches Energiesystem.

Ziel ist es, Innovationslücken zu schließen und die Innovationskraft Europas zu stärken. Nun hat KIC InnoEnergy einen weiteren wichtigen Schritt vollzogen: die Gesellschaftsgründung der deutschen Niederlassung in Karlsruhe. Die Gesellschaft koordiniert die Aktivitäten von KIC InnoEnergy im Bereich „Energie aus chemischen Energieträgern“.

Der Gründungsprozess der KIC InnoEnergy Germany GmbH wurde jetzt formell mit der Eintragung ins Handelsregister abgeschlossen. „Die GmbH-Gründung stellt für uns einen entscheidenden Schritt im Aufbau des Konsortiums dar, schließlich erhöht sich dadurch die operative Kraft des deutschen Standorts und damit auch des Netzwerks“, betont Professor Hans-Jörg Bauer, wissenschaftlicher Sprecher des KIT-Zentrums Energie und derzeitiger Geschäftsführer der GmbH. Darüber hinaus verdeutliche die Gründung das langfristige Engagement der Partner bei KIC InnoEnergy und bestätige somit die Machbarkeit des InnoEnergy-Konzepts.

Zu den Gründern zählen neben dem KIT die Universität Stuttgart, EnBW sowie das Steinbeis Europa Zentrum. LBBW, Intel und Fraunhofer ISI sind als weitere Partner an den Aktivitäten der GmbH beteiligt. Sitz der Gesellschaft ist Karlsruhe. Ab 1. Januar 2013 wird Dr. Christian Müller Geschäftsführer von KIC InnoEnergy Germany. Das Konsortium ist zudem Gründer der Europäischen Gesellschaft (Societas Europae) KIC InnoEnergy SE. Ende September wurde Dr. Karl-Friedrich Ziegahn, Chief Science Officer und Leiter der Energie- und Umweltprogramme am KIT, als Vorsitzender des Aufsichtsrats der KIC InnoEnergy SE einstimmig im Amt bestätigt. Der Aufsichtsrat legt unter anderem die Strategie des KIC fest, bestimmt den Geschäftsführer und kontrolliert die Finanzen sowie die Geschäftsführung des Hauptvorstands.

Vor drei Jahren als eine der drei ersten Knowledge and Innovation Communities (KIC) vom European Institute of Innovation and Technology ausgewählt, umfasst KIC InnoEnergy heute europaweit rund 150 Partner aus Unternehmen, Universitäten, Forschungseinrichtungen und Business Schools. KIC InnoEnergy tritt an, um für Europa ein nachhaltiges Energiesystem zu schaffen, neue Energietechnologien schneller auf den Markt zu bringen und Europa im weltweiten Wettbewerb zu stärken. Organisiert ist das Konsortium in sechs Co-Location Centres (CC), die jeweils einen Energiebereich koordinieren. Das deutsche CC Karlsruhe-Stuttgart beschäftigt sich mit dem Innovationsprozess für eine nachhaltige Energieversorgung und koordiniert europaweit das Themenfeld Energie aus chemischen Energieträgern. Das hohe Potenzial von Biomasse zur Herstellung synthetischer Kraftstoffe etwa bestätigte kürzlich eine Studie des Mineralölkonzerns Shell: Sie kommt unter anderem zu dem Ergebnis, dass im Jahr 2050 bis zu 70 Prozent des Treibstoffs durch Biokraftstoffe bereitgestellt werden könnte.

Die Aktivitäten im Konsortium adressieren die drei Bereiche des Wissensdreiecks, Bildung, Forschung und Innovation. Seit der Aufnahme seiner operativen Tätigkeit im Dezember 2010 hat das Netzwerk bereits zahlreiche Projekte erfolgreich angestoßen: Derzeit befinden sich 195 Teilnehmer in Master-, PhD- und Executive Masterprogrammen. Dieses Angebot wird zum Wintersemester 2012/13 um drei neue Masterstudiengänge erweitert, darunter der durch das KIT koordinierte „Energy Technologies“ (ENTECH). Dieses Programm bietet den Studierenden eine fundierte Ausbildung auf dem Gebiet nachhaltiger Energiesysteme und der zugrunde liegenden Technologien. Ein spezieller Fokus liegt dabei auf der Vermittlung unternehmerischen Denkens und Handelns. Neben dem KIT stehen den ENTECH-Studierenden weitere europäische Universitäten im Konsortium als Studienorte zur Auswahl.

Auch im Bereich der Forschungsprojekte hat KIC InnoEnergy sein Engagement ausgebaut mit einer weiteren Projektausschreibung im vergangenen Jahr, bei der die deutsche Co-Location mit drei Anträgen erfolgreich war. Mit diesen neuen, allesamt industriegeführten Projekten konnte das CC Germany seine Industriebeteiligung ausbauen. Zudem hat das Netzwerk mit dem InnoEnergy HighwayTM ein umfassendes Dienstleistungsangebot für Gründungsvorhaben im Energiebereich konzipiert. Die deutsche Co-Location ist hierbei maßgeblich an der Umsetzung und Vermarktung beteiligt.

In der Energieforschung ist das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) eine der europaweit führenden Einrichtungen. Das KIT unterstützt die Energiewende und den Umbau des Energiesystems in Deutschland durch seine Aktivitäten in Forschung, Lehre und Innovation. Hier verbindet das KIT exzellente technik- und naturwissenschaftliche Kompetenzen mit wirtschafts-, geistes- und sozialwissenschaftlichem sowie rechtswissenschaftlichem Fachwissen. Die Arbeit des KIT-Zentrums Energie gliedert sich in sieben Topics: Energieumwandlung, erneuerbare Energien, Energiespeicherung und Energieverteilung, effiziente Energienutzung, Fusionstechnologie, Kernenergie und Sicherheit sowie Energiesystemanalyse. Klare Prioritäten liegen in den Bereichen Energieeffizienz und Erneuerbare Energien, Energiespeicher und Netze, Elektromobilität sowie dem Ausbau der internationalen Forschungszusammenarbeit.

Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts nach den Gesetzen des Landes Baden-Württemberg. Es nimmt sowohl die Mission einer Universität als auch die Mission eines nationalen Forschungszentrums in der Helmholtz-Gemeinschaft wahr. Das KIT verfolgt seine Aufgaben im Wissensdreieck Forschung – Lehre – Innovation.

Weiterer Kontakt:

Margarete Lehné
Pressereferentin
Tel.: +49 721 608-48121
Fax: +49 721 608-43658
E-Mail: margarete.lehne@kit.edu

Monika Landgraf | idw
Weitere Informationen:
http://www.kit.edu

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Chillventa 2018: Fraunhofer ISE rückt Wärmepumpen in den Fokus
12.10.2018 | Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE

nachricht Mikro-Energiesammler für das Internet der Dinge
11.10.2018 | Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Auf dem Weg zu maßgeschneiderten Naturstoffen

Biotechnologen entschlüsseln Struktur und Funktion von Docking Domänen bei der Biosynthese von Peptid-Wirkstoffen

Mikroorganismen bauen Naturstoffe oft wie am Fließband zusammen. Dabei spielen bestimmte Enzyme, die nicht-ribosomalen Peptid Synthetasen (NRPS), eine...

Im Focus: Größter Galaxien-Proto-Superhaufen entdeckt

Astronomen enttarnen mit dem ESO Very Large Telescope einen kosmischen Titanen, der im frühen Universum lauert

Ein Team von Astronomen unter der Leitung von Olga Cucciati vom Istituto Nazionale di Astrofisica (INAF) Bologna hat mit dem VIMOS-Instrument am Very Large...

Im Focus: Auf Wiedersehen, Silizium? Auf dem Weg zu neuen Materalien für die Elektronik

Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Polymerforschung (MPI-P) in Mainz haben zusammen mit Wissenschaftlern aus Dresden, Leipzig, Sofia (Bulgarien) und Madrid (Spanien) ein neues, metall-organisches Material entwickelt, welches ähnliche Eigenschaften wie kristallines Silizium aufweist. Das mit einfachen Mitteln bei Raumtemperatur herstellbare Material könnte in Zukunft als Ersatz für konventionelle nicht-organische Materialien dienen, die in der Optoelektronik genutzt werden.

Bei der Herstellung von elektronischen Komponenten wie Solarzellen, LEDs oder Computerchips wird heutzutage vorrangig Silizium eingesetzt. Für diese...

Im Focus: Goodbye, silicon? On the way to new electronic materials with metal-organic networks

Scientists at the Max Planck Institute for Polymer Research (MPI-P) in Mainz (Germany) together with scientists from Dresden, Leipzig, Sofia (Bulgaria) and Madrid (Spain) have now developed and characterized a novel, metal-organic material which displays electrical properties mimicking those of highly crystalline silicon. The material which can easily be fabricated at room temperature could serve as a replacement for expensive conventional inorganic materials used in optoelectronics.

Silicon, a so called semiconductor, is currently widely employed for the development of components such as solar cells, LEDs or computer chips. High purity...

Im Focus: Blauer Phosphor – jetzt erstmals vermessen und kartiert

Die Existenz von „Blauem“ Phosphor war bis vor kurzem reine Theorie: Nun konnte ein HZB-Team erstmals Proben aus blauem Phosphor an BESSY II untersuchen und über ihre elektronische Bandstruktur bestätigen, dass es sich dabei tatsächlich um diese exotische Phosphor-Modifikation handelt. Blauer Phosphor ist ein interessanter Kandidat für neue optoelektronische Bauelemente.

Das Element Phosphor tritt in vielerlei Gestalt auf und wechselt mit jeder neuen Modifikation auch den Katalog seiner Eigenschaften. Bisher bekannt waren...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Natürlich intelligent

19.10.2018 | Veranstaltungen

Rettungsdienst und Feuerwehr - Beschaffung von Rettungsdienstfahrzeugen, -Geräten und -Material

18.10.2018 | Veranstaltungen

11. Jenaer Lasertagung

16.10.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Ultraleichte und belastbare HighEnd-Kunststoffe ermöglichen den energieeffizienten Verkehr

19.10.2018 | Materialwissenschaften

IMMUNOQUANT: Bessere Krebstherapien als Ziel

19.10.2018 | Biowissenschaften Chemie

Raum für Bildung: Physik völlig schwerelos

19.10.2018 | Bildung Wissenschaft

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics