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Elektroauto auf dem Nürburgring getestet

10.10.2012
Die Rennfahrerin Sabine Schmitz hat den Elektrosportwagen Furtive eGT mit Siemens-Motoren auf der Nordschleife des Nürburgrings getestet.

Diese als „Grüne Hölle" bekannte Rennstrecke ist international als ultimativer Leistungstest für Sportwagen anerkannt. Das Auto des französischen Herstellers Exagon Motors fuhr auf der 20 Kilometer langen, extrem kurvigen Nordschleife eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 240 Kilometern pro Stunde.



Exagon will zusammen mit Siemens Industry den Furtive eGT ab dem Jahr 2013 in Kleinserie fertigen. Siemens und Exagon haben schon langjährige Kooperations-Erfahrung aus den bekannten Andros Eisrennen für Elektrofahrzeuge. Elektroautos fahren leise und emissionsarm, haben aber bisher eher kein sehr sportliches Image. Inzwischen werden aber zahlreiche Elektrofahrzeuge entwickelt, die Komfort, Fahrdynamik und Umweltschutz vereinen sollen.

Im Furtive eGT-Sportwagen bekommt Siemens die Gelegenheit, Effizienz und Leistung seiner Antriebstechnik zu demonstrieren. Die globale Siemens-Forschung Corporate Technology entwickelte den Antriebstrang und baute den Prototypen auf. Dieses Know-how können die Elektromotorexperten von Siemens Drive Technologies bei dem für 2013 vereinbarten Produktionsstart mit ihrer eigenen Produkterfahrung kombinieren.

Der nur 52 Kilogramm schwere Motor ist einer der leichtesten und kompaktesten auf dem Markt und hatte bei den Fahrten auf der Nordschleife eine Leistung von 125 Kilowatt, die noch auf 148 Kilowatt erhöht werden soll. Diese hohe Leistungsdichte ist kombiniert mit einem sehr hohen Wirkungsgrad von bis zu 97 Prozent.

Mit zwei dieser Motoren wird das Fahrzeug zwei Mal 148 Kilowatt beziehungsweise 402 PS besitzen. Es beschleunigt von null auf hundert in 3,6 Sekunden und hat eine Höchstgeschwindigkeit von 287 Kilometern pro Stunde auf der Rennstrecke. Auf öffentlichen Straßen ist die Geschwindigkeit limitiert auf 250 Kilometer pro Stunde. Die Reichweite beträgt rein elektrisch je nach Fahrverhalten bis zu 400 Kilometer.

Durch den Einsatz eines optionalen „Range Extenders" und eines 25-Liter-Tanks kann der elektrische Sportwagen mehr als 800 Kilometer zurücklegen. Eine Besonderheit des Furtive eGT ist seine dreistufige Schaltung, mit der die Siemens-Regelungsstrategie für schnelles Schalten besonders gut harmoniert. (IN 2012.10.2)

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens InnovationNews
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/innovation

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