Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

„E4SM“ – TU Ilmenau startet Forschungsprojekt zur intelligenten Produktion der Zukunft

08.05.2019

Die Technische Universität Ilmenau startet ein großangelegtes Forschungsprojekt, das im Zeitalter von Industrie 4.0 Industrieunternehmen innovative Techniken für die intelligente Fertigung und Montage bereitstellen wird.

Das auf fünf Jahre angelegte Projekt „Engineering for Smart Manufacturing (E4SM)“ wird von der Carl-Zeiss-Stiftung im Rahmen des Förderprogramms zur Erforschung intelligenter Systeme mit drei Millionen Euro finanziert.


Roboter werden zunehmend in der intelligenten Fertigung eingesetzt.

Foto: TU Ilmenau


Laserstrahlschweißen

Foto: TU Ilmenau

Am 9. Mai 2019 treffen sich die beteiligten Fachgebiete der TU Ilmenau mit Vertretern des Unternehmensbeirats, des Thüringer Zentrums für Maschinenbau und des Thüringer Ministeriums für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft zum offiziellen Start des Projektes an der TU Ilmenau.

In dem E4SM-Projekt werden Wissenschaftler der TU Ilmenau aus sieben Fachgebieten Methoden des Maschinellen Lernens und der Mensch-Roboter-Interaktion erforschen, mit denen neuartige digitale Assistenzsysteme für die intelligente industrielle Fertigung und Montage entwickelt werden können.

Die Techniken der künstlichen Intelligenz und des maschinelles Lernens sollen zwei konkrete Anwendungsszenarien ermöglichen: das roboterassistierte vorrichtungsfreie Laserstrahlschweißen und sogenannte variantenreiche kollaborative Montageprozesse.

Bei den innovativen Forschungsarbeiten ist die Anwendung integrierter und ganzheitlicher Engineering-Methoden für den Einsatz von lernbasierten Assistenzsystemen in der Fertigung eine Besonderheit.

Dabei sollen entwickelte Teillösungen aus den Kernbereichen des Vorhabens, der kollaborativen Assistenzrobotik, des Managements und der Analyse heterogener Datenmengen aus industriellen Fertigungsprozessketten sowie der IT-Security und IT-Safety mithilfe eines ganzheitlichen Software-Entwicklungsprozesses integriert werden.

Bei den Forschungsarbeiten, die von den Ilmenauer Wissenschaftlern Prof. Horst-Michael Groß, Leiter des Fachgebiets Neuroinformatik und Kognitive Robotik, und Prof. Günter Schäfer, Leiter des Fachgebiets Telematik/Rechnernetze, koordiniert werden, stehen die Anforderungen und Besonderheiten von Fertigungs- und Montageprozessen kleiner und mittelgroßer Unternehmen (KMU), wie sie im mittelständisch geprägten Thüringen vorwiegend anzutreffen sind, im Mittelpunkt.

Damit KMU die neuen digitalen Fertigungs- und Montagetechniken in Zukunft auch tatsächlich einsetzen, werden sie von Anfang an in das Forschungsprojekt eingebunden.

Neben der TU Ilmenau sind an dem Carl-Zeiss-Projekt hochkarätige Unternehmen über einen Beirat beteiligt: die Robert Bosch GmbH, das Honda Research Institute Europe, der Maschinen- und Anlagenkonstrukteur LASO tech Systems aus Suhl, der Hersteller von Servicerobotern und Roboterplattformen MetraLabs aus Ilmenau, das Maschinenbauunternehmen Henkel und Roth aus Ilmenau und der TÜV Thüringen.

Mit dem Projekt „Engineering for Smart Manufacturing“ hatte sich die TU Ilmenau erfolgreich am Förderprogramm der Carl-Zeiss-Stiftung zur Erforschung intelligenter Systeme beteiligt. Dessen Ziel ist es, im Zukunftsthema Digitalisierung innovative und wissenschaftlich vielversprechende Forschungskonzepte voranzubringen und so international exzellente Forschung zu fördern.

Wissenschaftliche Ansprechpartner:

Prof. Horst-Michael Groß
TU Ilmenau
Leiter Fachgebiet Neuroinformatik und Kognitive Robotik
Tel. +49 3677 69-2858
E-Mail: horst-michael.gross@tu-ilmenau.de

Weitere Informationen:

https://www.e4sm-projekt.de

Bettina Wegner | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Energieversorgung in der Antarktis: Ist solarer Wasserstoff eine Alternative zu Erdöl?
22.05.2019 | Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie GmbH

nachricht Vom Lichtdoping für Gemüse bis zur Wasseraufbereitung
17.05.2019 | Technische Universität Berlin

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Direkte Abbildung von Riesenmolekülen

Physiker am Max-Planck-Institut für Quantenoptik (MPQ) konnten riesige zweiatomige Moleküle erzeugen und mit einem hochaufgelösten Mikroskop direkt abbilden.

Die optische Auflösung einzelner Konstituenten herkömmlicher Moleküle ist aufgrund der kleinen Bindungslänge im Sub-Nanometerbereich bisher nicht möglich....

Im Focus: New studies increase confidence in NASA's measure of Earth's temperature

A new assessment of NASA's record of global temperatures revealed that the agency's estimate of Earth's long-term temperature rise in recent decades is accurate to within less than a tenth of a degree Fahrenheit, providing confidence that past and future research is correctly capturing rising surface temperatures.

The most complete assessment ever of statistical uncertainty within the GISS Surface Temperature Analysis (GISTEMP) data product shows that the annual values...

Im Focus: Geometrie eines Elektrons erstmals bestimmt

Physiker der Universität Basel können erstmals zeigen, wie ein einzelnes Elektron in einem künstlichen Atom aussieht. Mithilfe einer neu entwickelten Methode sind sie in der Lage, die Aufenthaltswahrscheinlichkeit eines Elektrons im Raum darzustellen. Dadurch lässt sich die Kontrolle von Elektronenspins verbessern, die als kleinste Informationseinheit eines zukünftigen Quantencomputers dienen könnten. Die Experimente wurden in «Physical Review Letters» und die Theorie dazu in «Physical Review B» veröffentlicht.

Der Spin eines Elektrons ist ein vielversprechender Kandidat, um als kleinste Informationseinheit (Qubit) eines Quantencomputers genutzt zu werden. Diesen Spin...

Im Focus: The geometry of an electron determined for the first time

Physicists at the University of Basel are able to show for the first time how a single electron looks in an artificial atom. A newly developed method enables them to show the probability of an electron being present in a space. This allows improved control of electron spins, which could serve as the smallest information unit in a future quantum computer. The experiments were published in Physical Review Letters and the related theory in Physical Review B.

The spin of an electron is a promising candidate for use as the smallest information unit (qubit) of a quantum computer. Controlling and switching this spin or...

Im Focus: Optische Superlinsen aus Gold

Oldenburger Forscher entwickeln neues optisches Mikroskop mit extrem hoher Auflösung

Eine kegelförmige Spitze aus Gold bildet das Kernstück eines neuen, extrem leistungsfähigen optischen Mikroskops, das Oldenburger Wissenschaftler in der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Effizientes Wertstoff-Recycling aus Elektronikgeräten

24.05.2019 | Veranstaltungen

Früherkennung 2.0: Mit Präzisionsmedizin Screeningverfahren weiterentwickeln

23.05.2019 | Veranstaltungen

Kindermediziner tagen in Leipzig

22.05.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Schweißen ohne Wärme

24.05.2019 | Maschinenbau

Bakterien in fermentierten Lebensmitteln interagieren mit unserem Immunsystem

24.05.2019 | Biowissenschaften Chemie

Wie Einzelzellen und Zellverbünde beim Navigieren zusammenwirken

24.05.2019 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics