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Deutsches Zentrum für Hochleistungsbohrtechnik: Drilling Simulator Celle wird fünftes TU-Zentrum

25.01.2018

Zum 1. Januar 2018 ist mit dem „Drilling Simulator Celle (DSC) – Deutsches Zentrum für Hochleistungsbohrtechnik und Automatisierung“ ein neues Forschungszentrum an der TU Clausthal eingerichtet worden. Der im Herbst 2016 offiziell eingeweihte DSC stellte bis dato organisatorisch eine Außenstelle des Energie-Forschungszentrums der TU Clausthal im Energie-Forschungszentrum Niedersachsen (EFZN) am Standort Celle dar. Zu Forschungszwecken steht der DSC auch den EFZN-Universitäten weiter offen.

„Mit dem Drilling Simulator als fünftes Forschungszentrum baut die TU Clausthal ihre einschlägige Kompetenz auf dem Gebiet der Hochleistungsbohrtechnik weiter aus“, so TU-Präsident Professor Thomas Hanschke.


Ein Herzstück des Forschungszentrums: der Hardware-in-Loop-Simulator.

Kreutzmann/TU Clausthal

„Der DSC übernimmt in seiner neuen Struktur eine wichtige strategische Funktion für die enge Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft. Am zentralen Standort der deutschen Bohr- und Serviceindustrie in Celle stellen wir auf diese Weise eine einzigartige Umgebung für Forschung und Entwicklung in einem global bedeutsamen Hightech-Segment zur Verfügung“, ergänzt Professor Hanschke.

Die Vision des Drilling Simulators Celle bleibt auch in dieser neuen Konstellation unverändert: die Unterstützung einer sicheren und nachhaltigen Energieversorgung, vorrangig durch das Reduzieren der Kosten für Tiefbohrungen auf Erdöl, Erdgas und Geothermie sowie untertägige Speicher.

Zudem ist es das Ziel, die Sicherheit und Umweltverträglichkeit des Bohrprozesses zu verbessern. Hierzu wurde in den vergangenen Jahren ein sogenannter Hardware-in-Loop-Simulator im Realmaßstab aufgebaut. Dieser kombiniert in Echtzeit numerische Simulationen des komplexen Tiefbohrprozesses, während reale Messwerte von Teilen des Bohrstrangs in experimentellen Aufbauten einbezogen werden. Auf diese innovative Weise liefert der Simulator neuartige Möglichkeiten zum Verständnis häufig auftretender Probleme beim Tiefbohrprozess.

„Mit dieser weltweit bislang beispiellosen Konfiguration unserer Forschungsanlagen sehen wir uns für unsere nationalen und internationalen Partner aus Wissenschaft und Industrie insbesondere auch als Infrastrukturdienstleister“, erläutert Professor Joachim Oppelt.

Laut dem Direktor des Drilling Simulators und Professor am Institut für Erdöl- und Erdgastechnik der TU Clausthal könnten in dem Forschungszentrum etwa neue Produkte und Systeme im fortgeschrittenen Entwicklungsprozess unter nahezu realen Bedingungen, wie sie im Feld vorzufinden sind, ausgiebig „auf Herz und Nieren“ geprüft werden. „Ferner wird uns die neue Struktur des DSC bei der Ansprache insbesondere neuer global agierender Partner und Kunden von großem Nutzen sein“, führt er aus.

Weitere Informationen:

https://www.dsc.tu-clausthal.de

Christian Ernst | idw - Informationsdienst Wissenschaft

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