Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

C-3PO zum Greifen: Humanoide Roboter

09.04.2013
FH-Wissenschaftler(innen) programmieren Assistenzroboter für ältere Menschen

Ein Forschungsprojekt an der Fachhochschule Frankfurt am Main (FH FFM) beschäftigt sich mit der Entwicklung von künstlicher Intelligenz. Ziel ist es, unter Einsatz intelligenter Sensoren Roboter zu entwickeln, die sich in natürlicher Umgebung zurechtfinden und Aufgaben selbstständig ausführen können.


FH-Wissenschaftler(innen) und Studierende entwickeln einen Assistenzroboter für ältere Menschen, v.l.n.r.: Kersten Schaller, wissenschaftlicher Mitarbeiter Robert Michalik, Prof. Dr. Peter Nauth, Julian Umansky, Lukas Tischlik, Melisa Pektas und Hrvoje Barnjak (vorne).
Foto: FH Frankfurt am Main

Diese sogenannten Assistenzroboter sollen alte und körperlich beeinträchtigte Menschen im Alltag unterstützen und damit einen entlastenden Beitrag zu den Herausforderungen des demografischen Wandels leisten.

„Die Mensch-Technik-Interaktion, die wir hier verwenden, basiert auf der künstlichen Intelligenz, einem Teilgebiet der Informatik. Die Robotik erfordert ebenso ein hohes Maß an elektro- und informationstechnischem sowie maschinenbaulichem Wissen“, erklärt Projektleiter Prof. Dr. Peter Nauth vom Fachbereich 2: Informatik und Ingenieurwissenschaften der FH FFM.

„Es geht uns vor allem darum, Lösungen zu entwickeln, wie Roboter gesprochene Befehle verstehen und in Strategien und Aktionen umsetzen, um den Befehl autonom, also ohne äußere Hilfe, auszuführen.“ Die Kommunikation mit Menschen und die Aktionen sollen auf möglichst natürliche Weise erfolgen. „Eine Person gibt beispielsweise das Kommando ‚Hole mir die Wasserflasche‘.

Der Roboter hat den Raumplan abgespeichert, der ihn zur Küche leitet, wo er die Wasserflasche erkennt, sie greift und der Person bringt. Hindernissen, die im Weg stehen, weicht er aus. Ebenso umfährt er Personen, um sie nicht zu verletzen. Im Labor funktioniert das bereits“, erläutert Nauth die Ziele des Projekts, das sich in der Erprobungsphase befindet.

Erste Erfahrungen sammelte die Forschungsgruppe im Jahr 2008 mit einen rund 30 Zentimeter großen menschenähnlichen Roboter, den sie mit unterschiedlichen Sensoren ausgestattet hatte: Ein Sensor zur Spracherkennung, zur visuellen Umfeld-Erfassung sowie zur Abstandsmessung. Diese Sensoren ermöglichten das selbstständige Orientieren und Ausführen von (Greif-)Befehlen. Derzeit experimentiert die Gruppe mit einem Roboter von rund 1,40 Meter Größe. Der stabile Arm stammt von einem Industrieroboter und kann daher auch schwere Gegenstände greifen.

Beteiligt am Projekt sind Prof. Dr. Peter Nauth, die wissenschaftlichen Mitarbeiter Wolfgang Grote und Robert Michalik, alle vom Fachbereich 2: Informatik und Ingenieurwissenschaften der FH FFM, und Studierende der Bachelor-Studiengänge Informationssystemtechnik sowie Elektrotechnik und Kommunikationstechnik und der Master-Studiengänge Information Technology und Barrierefreie Systeme. Die Roboterforschung ist an der FH FFM auch in die Lehre integriert; Abschlussarbeiten werden zu Teilfragestellungen vergeben:

„Ich freue mich sehr, dass ich mich während meiner Studienzeit bereits in ein so praxisnahes Forschungsprojekt einbringen kann und Erfahrungen sammeln kann, von welchen ich im Beruf profitiere. Wir entwickeln hier eine Technik, die das Leben von älteren und körperlich beeinträchtigten Menschen in Zukunft erleichtert und mit Blick auf den demografischen Wandel immer relevanter wird“, zeigt sich Student Lukas Tischlik begeistert von der Forschungsarbeit.

Kontakt:
FH FFM, Fachbereich 2: Informatik und Ingenieurwissenschaften,
Prof. Dr. Peter Nauth, E-Mail: nauth@fb2.fh-frankfurt.de

Nicola Veith | idw
Weitere Informationen:
http://www.fh-frankfurt.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Forscher bringen E-Bikes auf Touren
20.11.2018 | Karlsruher Institut für Technologie

nachricht Mit Brennstoffzellen zur E-Mobilität
20.11.2018 | FIZ Karlsruhe – Leibniz-Institut für Informationsinfrastruktur GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Nonstop-Transport von Frachten in Nanomaschinen

Max-Planck-Forscher entdecken die Nanostruktur von molekularen Zügen und den Grund für reibungslosen Transport in den „Antennen der Zelle“

Eine Zelle bewegt sich ständig umher, tastet ihre Umgebung ab und sendet Signale an andere Zellen. Das ist wichtig, damit eine Zelle richtig funktionieren kann.

Im Focus: Nonstop Tranport of Cargo in Nanomachines

Max Planck researchers revel the nano-structure of molecular trains and the reason for smooth transport in cellular antennas.

Moving around, sensing the extracellular environment, and signaling to other cells are important for a cell to function properly. Responsible for those tasks...

Im Focus: InSight: Touchdown auf dem Mars

Am 26. November landet die NASA-Sonde InSight auf dem Mars. Erstmals wird sie die Stärke und Häufigkeit von Marsbeben messen.

Monatelanger Flug durchs All, flammender Abstieg durch die Reibungshitze der Atmosphäre und sanftes Aufsetzen auf der Oberfläche – siebenmal ist das Kunststück...

Im Focus: Weltweit erstmals Entstehung von chemischen Bindungen in Echtzeit beobachtet und simuliert

Einem Team von Physikern unter der Leitung von Prof. Dr. Wolf Gero Schmidt, Universität Paderborn, und Prof. Dr. Martin Wolf, Fritz-Haber-Institut Berlin, ist ein entscheidender Durchbruch gelungen: Sie haben weltweit zum ersten Mal und „in Echtzeit“ die Änderung der Elektronenstruktur während einer chemischen Reaktion beobachtet. Mithilfe umfangreicher Computersimulationen haben die Wissenschaftler die Ursachen und Mechanismen der Elektronenumverteilung aufgeklärt und visualisiert. Ihre Ergebnisse wurden nun in der renommierten, interdisziplinären Fachzeitschrift „Science“ veröffentlicht.

„Chemische Reaktionen sind durch die Bildung bzw. den Bruch chemischer Bindungen zwischen Atomen und den damit verbundenen Änderungen atomarer Abstände...

Im Focus: Rasende Elektronen unter Kontrolle

Die Elektronik zukünftig über Lichtwellen kontrollieren statt Spannungssignalen: Das ist das Ziel von Physikern weltweit. Der Vorteil: Elektromagnetische Wellen des Licht schwingen mit Petahertz-Frequenz. Damit könnten zukünftige Computer eine Million Mal schneller sein als die heutige Generation. Wissenschaftler der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) sind diesem Ziel nun einen Schritt nähergekommen: Ihnen ist es gelungen, Elektronen in Graphen mit ultrakurzen Laserpulsen präzise zu steuern.

Eine Stromregelung in der Elektronik, die millionenfach schneller ist als heutzutage: Davon träumen viele. Schließlich ist die Stromregelung eine der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Personalisierte Implantologie – 32. Kongress der DGI

19.11.2018 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz diskutiert digitale Innovationen für die öffentliche Verwaltung

19.11.2018 | Veranstaltungen

Naturkonstanten als Hauptdarsteller

19.11.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Für eine neue Generation organischer Leuchtdioden: Uni Bayreuth koordiniert EU-Forschungsnetzwerk

20.11.2018 | Förderungen Preise

Nonstop-Transport von Frachten in Nanomaschinen

20.11.2018 | Biowissenschaften Chemie

Wie sich ein Kristall in Wasser löst

20.11.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics