Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie stellt mehr Geld für Energieberatung zur Verfügung

02.12.2008
Der am 28. 11. 2008 vom Deutschen Bundestag beschlossene Bundeshaushalt 2009 sieht eine deutliche Aufstockung der BMWi-Fördermittel für Energieberatung vor.

Profitieren werden davon Hausbesitzer und andere private Verbraucher sowie kleine und mittlere Unternehmen, die sich in den vom BMWi geförderten Programmen zu allen Fragen der Energieeffizienz und der erneuerbaren Energien beraten lassen können. Sie erhalten dadurch konkrete Hilfestellung, ihre Energiekosten zu verringern.

Der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Michael Glos: "Die Bürgerinnen und Bürger wollen Energie sparen und ihre Energiekosten senken, sie wissen jedoch häufig nicht genau wie. Deswegen baut das Bundeswirtschaftsministerium seine konkreten Informations- und Beratungsangebote durch eine unabhängige und qualifizierte Energieberatung deutlich aus. Damit unterstützen wir die Verbraucherinnen und Verbraucher sowie kleine und mittlere Unternehmen bei der Umsetzung wirtschaftlich sinnvoller Maßnahmen zur Energie- und Kosteneinsparung. Das bringt Entlastung bei den Energiekosten und schont das Klima. Gleichzeitig werden zusätzliche Investitionen im Baugewerbe und Handwerk sowie bei Anbietern von Energieeffizienztechnologien ausgelöst. Damit wird auch die Konjunktur gestärkt."

Die deutliche Erhöhung der Mittel, von denen 15 Mio. Euro aus Erlösen aus der Veräußerung von Zertifikaten im Rahmen des Emissionshandels gegenfinanziert werden, soll insbesondere zur Stärkung der folgenden Programme verwendet werden:

Seit 30 Jahren fördert das Bundeswirtschaftsministerium die Energieberatung der Verbraucherzentralen in mittlerweile über 450 Beratungsstellen. Gegen einen Kostenbeitrag von nur 5 Euro werden jährlich ca. 80.000 Verbraucherinnen und Verbraucher umfassend zum Thema Energiesparen beraten. Vor kurzem ist die Beratung auch um die Themen Strompreise und Anbieterwechsel erweitert worden. Immer mehr private Verbraucher interessieren sich für das Thema Energiesparen und damit verbundene Kostensenkungen, weshalb für die nächsten Jahre mit einer deutlich stärkeren Nachfrage nach Beratungen gerechnet werden kann. Die Energieberatung soll daher mit erweiterter Kapazität in mehr Beratungsstützpunkten angeboten werden.

Weitere Informationen gibt es auf der Webseite des Programms: www.verbraucherzentrale-energieberatung.de.

Mit dem Programm "Vor-Ort-Beratung in Wohngebäuden" fördert das Bundeswirtschaftsministerium mit bis zu 50 Prozent eine umfassende Energieberatung von Hausbesitzern. Dabei werden konkrete Vorschläge für energieeinsparende Maßnahmen gemacht, die auch Aussagen zu deren Wirtschaftlichkeit beinhalten. Bereits im Mai dieses Jahres wurden die Zuschüsse deutlich erhöht und die Förderung um Stromberatung und Thermografiegutachten erweitert. Dadurch konnten deutlich mehr Hauseigentümer motiviert werden, vor größeren energetischen Sanierungen das Beratungsangebot wahrzunehmen und auf diese Weise die Qualität und damit Wirksamkeit der Sanierung zu erhöhen und Fehlinvestitionen zu vermeiden. Seit Mai sind die Antragszahlen auf ca. 3.000 pro Monat gestiegen und haben sich damit mehr als verdoppelt.

Weitere Informationen zu den Fördermöglichkeiten finden sich unter www.bafa.de. Der von Bundeswirtschaftsministerium und KfW aufgelegte "Sonderfonds Energieeffizienz in KMU" übernimmt bis zu 80 Prozent der Kosten für eine Energieberatung in kleinen und mittleren Unternehmen. Das Programm gibt es seit Februar dieses Jahres. Die KfW rechnet mit Zusagen für über 3.000 Beratungen bis Ende des Jahres. Außerdem stellt die KfW den Unternehmen im Rahmen der Kreditkomponente des Programms zinsgünstige Darlehen bereit, damit die identifizierten Einsparpotenziale auch umgesetzt werden können. Die Nachfrage der Unternehmen nach dem Programm steigt stetig an. Weitere Hinweise für interessierte Unternehmen stehen auf der Webseite des Programms bereit unter www.energieeffizienz-beratung.de

| BMWi-Tagesnachrichten
Weitere Informationen:
http://www.verbraucherzentrale-energieberatung.de
http://www.energieeffizienz-beratung.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Vernetzte Beleuchtung: Weg mit dem blinden Fleck
18.07.2018 | Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

nachricht Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie
17.07.2018 | Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Im Focus: Was passiert, wenn wir das Atomgitter eines Magneten plötzlich aufheizen?

„Wir haben jetzt ein klares Bild davon, wie das heiße Atomgitter und die kalten magnetischen Spins eines ferrimagnetischen Nichtleiters miteinander ins Gleichgewicht gelangen“, sagt Ilie Radu, Wissenschaftler am Max-Born-Institut in Berlin. Das internationale Forscherteam fand heraus, dass eine Energieübertragung sehr schnell stattfindet und zu einem neuartigen Zustand der Materie führt, in dem die Spins zwar heiß sind, aber noch nicht ihr gesamtes magnetisches Moment verringert haben. Dieser „Spinüberdruck“ wird durch wesentlich langsamere Prozesse abgebaut, die eine Abgabe von Drehimpuls an das Gitter ermöglichen. Die Forschungsergebnisse sind jetzt in "Science Advances" erschienen.

Magnete faszinieren die Menschheit bereits seit mehreren tausend Jahren und sind im Zeitalter der digitalen Datenspeicherung von großer praktischer Bedeutung....

Im Focus: Erste Beweise für Quelle extragalaktischer Teilchen

Zum ersten Mal ist es gelungen, die kosmische Herkunft höchstenergetischer Neutrinos zu bestimmen. Eine Forschungsgruppe um IceCube-Wissenschaftlerin Elisa Resconi, Sprecherin des Sonderforschungsbereichs SFB1258 an der Technischen Universität München (TUM), liefert ein wichtiges Indiz in der Beweiskette, dass die vom Neutrino-Teleskop IceCube am Südpol detektierten Teilchen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Galaxie in vier Milliarden Lichtjahren Entfernung stammen.

Um andere Ursprünge mit Gewissheit auszuschließen, untersuchte das Team um die Neutrino-Physikerin Elisa Resconi von der TU München und den Astronom und...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen

19.07.2018 | Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Europaweit erste Patientin mit neuem Hybridgerät zur Strahlentherapie behandelt

19.07.2018 | Medizintechnik

Waldrand oder mittendrin: Das Erbgut von Mausmakis unterscheidet sich je nach Lebensraum

19.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Automatisiertes Befüllen von Regalen im Einzelhandel

19.07.2018 | Verkehr Logistik

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics