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Solarthermie-Kraftwerke: Die Wüste nutzbar machen

07.12.2007
Die Sonne über Nevada dient als Lieferant von umweltfreundlichem Strom: In der Wüste des US-Staates arbeitet seit kurzem ein Solarthermie-Kraftwerk.

In der ein Quadratkilometer großen Anlage wird gebündeltes Sonnenlicht genutzt, um Wasser zu erhitzen. Der erzeugte Dampf treibt eine Turbine von Siemens an. Die 64-Megawatt-Anlage versorgt etwa 14.000 Haushalte mit Elektrizität.


Weltweit sollen weitere Kraftwerke dieser Art folgen, wie das Forschungsmagazin Pictures of the Future berichtet.

In der Solarthermie-Anlage Nevada Solar One des spanischen Energie-Konzerns Acciona Solar Power stehen Parabolspiegel mit einer Gesamtlänge von 76 Kilometern. Sie fangen die Sonnenstrahlen ein, bündeln sie und leiten den Hitzestrahl auf ein Absorberrohr. Darin zirkuliert ein spezielles Thermo-Öl, das die konzentrierte Sonnenkraft auf etwa 400 Grad Celsius erhitzt. Über einen Wärmetauscher erwärmt es Wasser. Dessen Dampf treibt schließlich die Turbine an. Mit der installierten Leistung von 64 Megawatt produziert die Anlage jährlich rund 134 Millionen Kilowattstunden und spart im gleichen Zeitraum nach dem weltweiten Energiemix etwa 80.000 Tonnen Kohlendioxid-Emissionen ein.

Die Dampfturbine von Siemens Power Generation (PG) muss dabei speziellen Anforderungen gerecht werden. Ein Solarthermie-Kraftwerk ist sonnenabhängig und wird täglich herunter- und bei Sonnenaufgang wieder hochgefahren. Die Turbine arbeitet deshalb nicht nur mit einem, sondern mit zwei Turbinenteilen: einem Hoch- und einem Niederdruckteil, womit ein flexibler Betrieb möglich ist. Mit Erfolg, heute ist Siemens Weltmarktführer auf diesem Gebiet.

Bereits 2008 und 2009 sollen im spanischen Andalusien zwei weitere Anlagen in Betrieb gehen. Die Weiterentwicklung der Solarthermie ist derweil im vollen Gange: Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt entwickelt und erprobt zurzeit ein Direkt-Dampf-Verfahren. Schon in einigen Jahren soll ein Versuchskraftwerk in Betrieb gehen, dass Wasser statt Öl als Wärmeträger nutzt. Dies spart nicht nur das Wärmetauschersystem, sondern auch das toxische Thermo-Öl. (IN 2007.12.3)

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens InnovationNews
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/innovation

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