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EU-Projekt entwickelt kraftvollen Generator im Miniformat

12.07.2007
Wissenschaftler haben einen winzigen Generator vorgestellt, der eingebettete elektronische Geräte wie beispielsweise Herzschrittmacher batteriefrei mit Strom versorgen könnte.

Der Generator kinetischer Energie, der im Rahmen des von der EU finanzierten Vibes-Projekts (Vibration Energie Scavenging) entwickelt wurde, ist kleiner als ein Kubikzentimeter und erzeugt elektrische Energie aus den natürlichen Vibrationen und Bewegungen der ihn umgebenden Umwelt.

Laut Entwicklern ist der Generator zehnmal effizienter als alle anderen derzeit verfügbaren, ähnlichen Geräte.

"Das ist der erfolgreichste Generator seiner Art. Er erzeugt Energie sehr viel effizienter als andere ähnliche Geräte derselben Größe", sagte Dr. Beeby, der Projektkoordinator von der Universität Southampton im Vereinigten Königreich.

Er wird zunächst zur Stromversorgung drahtloser Sensoren eingesetzt werden, die die Bedingungen in industriellen Produktionsanlagen überwachen. Er könnte aber auch in drahtlosen Autoreifensensoren und sogar Herzschrittmachern mit Eigenversorgung eingesetzt werden.

Der Generator nutzt die in der Umwelt vorhandenen Vibrationen, um Magnete, die auf einem Träger im Zentrum des Gerätes liegen, in Schwingung zu versetzten und Strom im Mikrowattmaßstab zu erzeugen. In einem Herzschrittmacher wäre der menschliche Herzschlag stark genug, um die Magneten im Gerät in Schwingung zu halten.

Ein anderes Einsatzgebiet wäre die Stromversorgung von Sensoren an Straßen- und Eisenbahnbrücken, um das Tragwerk und die Festigkeit dieser Konstruktionen kontinuierlich zu überwachen.

Laut Dr. Beeby "liegt der große Vorteil dieses drahtlosen Sensorensystems darin, dass durch die Entfernung von Verkabelung und Batterien Platz für den Sensoreneinbau an bisher unzugänglichen Stellen geschaffen wird."

Eine Veröffentlichung mit dem Titel "A micro electromagnetic generator for vibration energy harvesting" (Ein elektromagnetischer Mikrogenerator zur Ausschöpfung von Vibrationsenergie) wurde kürzlich im Journal of Micromechanics auf der Website von Microengineering veröffentlicht.

Das Vibes-Projekt (Vibration Energy Scavenging) hat insgesamt 4,13 Millionen Euro aus dem Topf des Themenbereichs "Technologien für die Informationsgesellschaft - IST" unter dem Sechsten Rahmenprogramm (RP6) der EU erhalten.

| CORDIS Pressedienst
Weitere Informationen:
http://www.vibes.ecs.soton.ac.uk/

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