Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Studenten aus Sachsen punkten mit ihrem Ökomobil

06.11.2006
Team "Fortis Saxonia" an der TU Chemnitz erhielt das Wissenschafts-Ass beim Wettbewerb "Sachsen Asse 2006"

Sie sind kreativ und engagiert, gehen neue Wege und produzieren Innovationen. Gemeint sind die "Sachsen-Asse 2006", die am vergangenen Samstag während eines Festaktes im Neuen Leipziger Rathaus geehrt wurden. Etwa 200 Vorschläge gingen zuvor beim Veranstalter, der Sachsen Asse Stiftung, ein, darunter zehn im Bereich Wissenschaft. Am Ende hatte in dieser Kategorie das Studententeam "Fortis Saxonia" an der TU Chemnitz die Nase vorn. Es erhielt im Beisein des sächsischen Ministerpräsidenten Prof. Dr. Georg Milbradt den vom Wochenspiegel Sachsenverlag gestifteten und mit 1.000 Euro dotierten Medienpreis.

Das 24-köpfige Team von Studenten und Absolventen der TU Chemnitz sowie der Fachhochschule Mittweida hat in den vergangenen zwei Jahren in Chemnitz das energieeffiziente, brennstoffzellengetriebene Fahrzeug Sax 1 entwickelt. Mit dem Ein-Mann-Fahrzeug nahmen sie im Mai 2006 zum zweiten Mal am Shell Eco-marathon in Südfrankreich teil und belegten unter 255 Teams aus 21 Ländern den zwölften Platz. Ziel des seit 1985 regelmäßig veranstalteten Shell Eco-marathons ist es, mit dem Energiegehalt von einem Liter Benzin eine größtmögliche Reichweite zu erzielen. Für das Chemnitzer Sparmobil wurde eine Distanz von 1.742 Kilometern ermittelt. Fortis Saxonia war eines von vier deutschen Teams, die am Shell Eco-marathon 2006 teilgenommen haben, und zugleich der einzige sächsische Teilnehmer.

In ihrer Laudatio lobte Shell-Sprecherin Barbara Gamalski die "starken Studenten aus Sachsen": "Sie haben Theorie und Praxis kombiniert und so eine technische Höchstleistung erbracht. Sie haben Teamgeist entwickelt und interdisziplinär zusammengearbeitet und ein Fahrzeug entwickelt, das einen realistischen Ausblick auf eine umweltgerechte Mobilität der Zukunft gibt." Gamalski hob nicht nur die Professionalität hervor, mit der die jungen Leute ihr Projekt technisch weiterentwickelt haben, Budgets kalkuliert und Geldgeber gefunden haben, Verträge verhandelt und Interviews gegeben haben. "Das Chemnitzer Team hat zu jeder Zeit auch geteilt: Die Tür ihrer Werkstatt stand jedem offen, Informationen wurden bereitwillig weitergegeben, neue Interessenten für die Idee des Shell Eco-marathons gewonnen und für ihre Heimat Sachsen und die TU Chemnitz kontinuierlich geworben", so die Shell-Sprecherin.

... mehr zu:
»Eco-marathon »Fortis »Saxonia

Zurzeit ist das Team dabei, ein Nachfolgemodell für das aktuelle Fahrzeug Sax 1 zu entwickeln. Das Sax 2 genannte Fahrzeug wird eine komplett neue Karosserie erhalten und hinsichtlich Luftwiderstand und Gewicht deutlich verbessert werden. Außerdem soll der Brennstoffzellen-Antrieb optimiert werden. TU-Rektor Prof. Dr. Klaus-Jürgen Matthes, der an der Preisverleihung in Leipzig teilgenommen hat, sicherte "Fortis Saxonia" weiterhin die Unterstützung der Chemnitzer Universität zu - sei es bei der Bereitstellung von Laborkapazitäten, bei der Gewinnung von Sponsoren oder bei der Pressearbeit.

Das Team strebt für den nächsten Shell Eco-marathon, der vom 11. bis 13. Mai 2007 in Nogaro/Frankreich stattfindet, eine klare Verbesserung des diesjährigen Resultats an. Anmeldeschluss für alle interessierten Teams ist übrigens der 4. Dezember 2006.

Kontaktdaten des Teams "Fortis Saxonia": TU Chemnitz, Fortis Saxonia e.V., Reichenhainer Straße 70, 09126 Chemnitz, E-Mail: pr@fortis-saxonia.de, http://www.fortis-saxonia.de

Mario Steinebach | idw
Weitere Informationen:
http://www.shell.com/eco-marathon
http://www.fortis-saxonia.de

Weitere Berichte zu: Eco-marathon Fortis Saxonia

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Vernetzte Beleuchtung: Weg mit dem blinden Fleck
18.07.2018 | Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

nachricht Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie
17.07.2018 | Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Future electronic components to be printed like newspapers

A new manufacturing technique uses a process similar to newspaper printing to form smoother and more flexible metals for making ultrafast electronic devices.

The low-cost process, developed by Purdue University researchers, combines tools already used in industry for manufacturing metals on a large scale, but uses...

Im Focus: Rostocker Forscher entwickeln autonom fahrende Kräne

Industriepartner kommen aus sechs Ländern

Autonom fahrende, intelligente Kräne und Hebezeuge – dieser Ingenieurs-Traum könnte in den nächsten drei Jahren zur Wirklichkeit werden. Forscher aus dem...

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen

19.07.2018 | Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neue Anwendungen für Mikrolaser in der Quanten-Nanophotonik

20.07.2018 | Physik Astronomie

Need for speed: Warum Malaria-Parasiten schneller sind als die menschlichen Abwehrzellen

20.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Die Gene sind nicht schuld

20.07.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics