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Wasser und Energie für die Wüstenstaaten

12.04.2006


Die Golfstaaten rüsten sich für die Zeit nach dem Ölboom. Bahrain, Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate wollen aufgrund ihrer strategisch günstigen Lage zwischen dem Westen und Asien zur einer Handelsdrehscheibe und einem Touristenzentrum werden. Allein in Dubai werden in den nächsten zwei Jahren 40 neue Fünf-Sterne-Hotels gebaut, und der Flughafen soll eine Kapazität von 120 Millionen Passagieren bekommen. Das Emirat will bis 2010 sein Bruttoinlandsprodukt auf 30 Milliarden US-Dollar steigern. Das ist eine Verdopplung gegenüber dem Jahr 2000.




Siemens als Infrastrukturanbieter ist in der Region mit zahlreichen Projekten vertreten, die von Kraftwerken mit Meerwasserentsalzung über Flughäfen bis hin zur neuen Skihalle in Dubai oder der Formel-1-Strecke in Bahrain reichen. Eine herausragende Position hat das Unternehmen im Energiesektor. Im vergangenen Jahr betrug der Marktanteil aufgrund einiger Großaufträge 80 Prozent.

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Ein besonderes Beispiel ist Shuweihat, die leistungsfähigste Kraftwerks- und Entsalzungsanlage der Welt. Langfristig soll die schlüsselfertig erstellte Anlage von 1.500 Megawatt und 450.000 Kubikmeter Wasser täglich auf 5000 Megawatt und 1,4 Millionen Kubikmeter Wasser ausgebaut werden. Das Kraftwerk rund 250 Kilometer westlich von Abu Dhabi hat einen Gesamtwirkungsgrad von 54,4 Prozent. Es verdankt diesen bisher unerreichten Wert einer von Siemens Power Generation entwickelten Turbinentechnik und einem optimierten Dampfzyklus. Spezielle Werkstoffe in Gasturbinen gekoppelt mit einer sehr effektiven Kühlung ermöglichen extrem hohe Temperaturen an den Turbinenschaufeln, was den Wirkungsgrad steigert. Die Meerwasserentsalzung, die von dem italienischen Unternehmen Italimpianti stammt, kann flexibel betrieben werden. So liefert sie auch dann die maximale Wassermenge, wenn nur wenig Strom gebraucht wird. (IN 2006.04.4)

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens InnovationNews
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/innovation

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