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Mission possible: Fäden im Laserlicht

23.03.2006


Hochschule Niederrhein mit drei Neuentwicklungen auf der Hannover-Messe



Diese Mission ist möglich: Im Gegensatz zum Film gelingt es den Fäden, die Martin Linden und Professor Ferdinand Hermanns durch ihre High-Tech-Apparatur laufen lassen, nicht, die Laserstrahlen unbemerkt zu passieren. Genauer: den kaum sichtbaren Verdünnungen und Verdickungen in den Fäden. Diese beeinträchtigen die Qualität des Garns. Und das führt wiederum zu vermeidbaren Kosten und möglichen Wettbewerbsnachteilen. Kein Wunder, dass das Forscherteam aus dem Krefelder Fachbereich Elektrotechnik und Informatik der Hochschule Niederrhein bei der Entwicklung seines hochdynamischen Laser-Sensors Partner gefunden hat: ein Softwareunternehmen und ein Textilmaschinenbauer aus der Region sowie ein Schweizer Unternehmen sehen in der berührungslosen Längen- und Geschwindigkeitserfassung Marktchancen. Denn nicht nur Fäden, sondern die Oberflächen von Papier, Holz, Gummi und anderen Materialien können lückenlos kontrolliert werden. Die zum Patent angemeldete Technologie wird vom 24. bis 28. April auf der Hannover-Messe auf dem Stand der Wirtschaftsförderung Mönchengladbach vorgestellt.

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Dort ist Prof. Dr. Hermanns mit einem zweiten Exponat vertreten: dem Video-Sensor-System "Argus". Es analysiert die Livebilder einer Kamera und erkennt über einen Bildspeicher Objekte, die nicht dort hin gehören oder aus dem bekannten Umfeld verschwinden. "Eine vergessene Tasche im Raum des Geldautomaten fällt auf diese Weise sofort auf", nennt der Systementwickler ein Anwendungsbeispiel. Argus ist so sensibel, dass er sich auch nicht durch wechselnde Lichtverhältnisse, Schattenbilder oder Spiegelungen täuschen lässt.

Nicht Täuschen, sondern Simulieren ist dagegen die große Spezialität der Professoren Peter Farber und Peer Ueberholz. Sie entwickeln für Unternehmen numerische Strömungssimulationen, mit denen sich aufwendige und teure Versuche ersetzen lassen - etwa bei der Entwicklung von Papier- oder Veredlungsmaschinen. Und die Betriebe greifen gern darauf zu: Die Anwendung wächst pro Jahr um rund 15 Prozent. Interessierte finden die Professoren ebenfalls auf dem Stand der Gladbacher Wirtschaftsförderung, Halle 3, Stand B 56.

Rudolf Haupt M.A. | idw
Weitere Informationen:
http://www.hs-niederrhein.de/

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