Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Vorfahrt für grünen Strom

01.03.2006


Erneuerbare Energien zur Stromerzeugung sollen gefördert werden. Aber wie? Das Fraunhofer ISI hat für die Europäische Union die verschiedenen Förderinstrumente auf den Prüfstand gestellt.



21 Prozent erneuerbare Energien bis 2010 - diese Vorgabe der Europäischen Union für die Stromerzeugung stammt aus dem Jahr 2001. Welche Fortschritte die Mitgliedsstaaten der EU erzielt haben und welche Förderung am wirksamsten ist, hat das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung in Karlsruhe im Auftrag der EU-Kommission untersucht. Das Ergebnis, das auch in den kürzlich erschienenen Bericht der EU Kommission einfloss, erstaunt: Die wirksamsten Maßnahmen sind häufig auch die kostengünstigsten. So konnten Länder wie Spanien, Deutschland und Dänemark bei verhältnismäßig moderaten Fördermitteln im Bereich der Windenergie hohe Wachstumsraten erzielen, zum Beispiel indem Investoren langfristige Sicherheiten gewährt wurden. Gleichzeitig war die Politik in diesen Staaten die wichtigste Triebfeder für technologische Innovation und sinkende Kosten.

... mehr zu:
»Stromerzeugung


Wie die vorgegebene Quote bei den erneuerbaren Energien erreicht wird, ist den Mitgliedstaaten freigestellt - und so gibt es einen bunten Strauß von Fördermaßnahmen in der EU. Die beiden wichtigsten Maßnahmen zum Ausbau erneuerbarer Energien zur Stromgewinnung sind feste Einspeisevergütungen sowie Quotenmodelle auf Basis handelbarer Zertifikate. Diese beiden Fördersysteme sind unterschiedlich effizient, auch hinsichtlich der langfristigen Innovationseffekte, fanden die ISI-Experten. Während Quotensysteme ihre Praxistauglichkeit erst noch beweisen müssen, haben sich garantierte Einspeisetarife bereits als erfolgreich erwiesen, insbesondere was die wirtschaftliche Effizienz angeht. Dabei hängt der Erfolg nicht allein von der Höhe der Vergütungen für erneuerbaren Strom ab, sondern ebenso von anderen Faktoren wie der Stabilität der Förderung oder vom Risiko für Investoren.

In der EU wird mittel- und langfristig über eine Vereinheitlichung der Förder-maßnahmen in den Mitgliedsländern diskutiert. "Damit das Wachstum der noch jungen erneuerbaren Energien nicht abgewürgt wird, sollten die Chancen und Risiken einzelner Maßnahmen anhand realer Markterfahrungen analysiert werden", empfiehlt ISI-Projekleiter Mario Ragwitz.

Kontakt:
Dr. Mario Ragwitz
Telefon: (0721) 6809 - 157
E-Mail: mario.ragwitz@isi.fraunhofer.de

Ansprechpartner für die Medien:
Bernd Müller
Telefon (0721) 6809 - 100
Telefax (0721) 6809 - 176
bernd.mueller@isi.fraunhofer.de

Das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI untersucht Marktpotenziale technischer Entwicklungen und deren Auswirkungen auf Wirtschaft, Staat und Gesellschaft. Die interdisziplinären Forschungsgruppen konzentrieren sich auf neue Technologien, Industrie- und Serviceinnovationen, Energiepolitik und nachhaltiges Wirtschaften sowie auf die Dynamik regionaler Märkte und die Innovationspolitik.

Bernd Müller | idw
Weitere Informationen:
http://www.isi.fraunhofer.de

Weitere Berichte zu: Stromerzeugung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht 3D-Druck im Prismaformat
26.03.2019 | Hochschule Coburg

nachricht Digitalisierung soll Anlagenmanagement der Energieversorgungsnetze verbessern
21.03.2019 | Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Saxony5 und Industrie 4.0 Modellfabrik präsentieren sich auf Hannover Messe

Vom 1. bis 4. April 2019 ist die HTW Dresden mit der Industrie 4.0 Modellfabrik und dem Projekt Saxony5 auf der Hannover Messe vertreten. Am Gemeinschaftstand der sächsischen Hochschulen für angewandte Forschung (HAW) „Forschung für die Zukunft“ stellen die Dresdner Forscher aktuelle Projekte zum kollaborativen Arbeiten und deren Anwendungen in der Industrie vor.

Virtuell können die Besucher von Hannover aus auf dem Tablet ihre Züge gegen den kollaborativen Roboter YuMi, der in der Modellfabrik in Dresden steht, setzen....

Im Focus: Hochdruckwasserstrahlen zum flächigen Materialabtrag von hochfesten Werkstoffen erprobt

Beim Fräsen hochfester Werkstoffe wie Oxidkeramik oder Sondermetalle – und besonders bei der Schruppbearbeitung – verschleißen Werkzeuge schnell. Für Unternehmen ist die Bearbeitung dieser Werkstoffe deshalb mit hohen Kosten verbunden. Im Projekt »HydroMill« hat das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT aus Aachen mit seinen Projektpartnern nun gezeigt, dass sich der Hochdruckwasserstrahl zum flächigen Materialabtrag von hochfesten Werkstoffen eignet. War der Einsatz von Wasserstrahlen bislang auf die Schneidbearbeitung beschränkt, zeigen die Projektergebnisse, wie sich hochfeste Werkstoffe kosten- und ressourcenschonender als bisher flächig abtragen lassen.

Diese neue und zur konventionellen Schruppbearbeitung alternative Anwendung der Wasserstrahlbearbeitung untersuchten die Aachener Ingenieure gemeinsam mit...

Im Focus: Die Zähmung der Lichtschraube

Wissenschaftler vom DESY und MPSD erzeugen in Festkörpern hohe-Harmonische Lichtpulse mit geregeltem Polarisationszustand, indem sie sich die Kristallsymmetrie und attosekundenschnelle Elektronendynamik zunutze machen. Die neu etablierte Technik könnte faszinierende Anwendungen in der ultraschnellen Petahertz-Elektronik und in spektroskopischen Untersuchungen neuartiger Quantenmaterialien finden.

Der nichtlineare Prozess der Erzeugung hoher Harmonischer (HHG) in Gasen ist einer der Grundsteine der Attosekundenwissenschaft (eine Attosekunde ist ein...

Im Focus: The taming of the light screw

DESY and MPSD scientists create high-order harmonics from solids with controlled polarization states, taking advantage of both crystal symmetry and attosecond electronic dynamics. The newly demonstrated technique might find intriguing applications in petahertz electronics and for spectroscopic studies of novel quantum materials.

The nonlinear process of high-order harmonic generation (HHG) in gases is one of the cornerstones of attosecond science (an attosecond is a billionth of a...

Im Focus: Magnetische Mikroboote

Nano- und Mikrotechnologie sind nicht nur für medizinische Anwendungen wie in der Wirkstofffreisetzung vielversprechende Kandidaten, sondern auch für die Entwicklung kleiner Roboter oder flexibler integrierter Sensoren. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Polymerforschung (MPI-P) haben mit einer neu entwickelten Methode magnetische Mikropartikel hergestellt, die den Weg für den Bau von Mikromotoren oder die Zielführung von Medikamenten im menschlichen Körper, wie z.B. zu einem Tumor, ebnen könnten. Die Herstellung solcher Strukturen sowie deren Bewegung kann einfach durch Magnetfelder gesteuert werden und findet daher Anwendung in einer Vielzahl von Bereichen.

Die magnetischen Eigenschaften eines Materials bestimmen, wie dieses Material auf das Vorhandensein eines Magnetfeldes reagiert. Eisenoxid ist der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Industrie 4.0 - Herausforderungen & Wege in der Ingenieurausbildung

26.03.2019 | Veranstaltungen

Größte nationale Tagung 2019 für Nuklearmedizin in Bremen

21.03.2019 | Veranstaltungen

6. Magdeburger Brand- und Explosionsschutztage vom 25. bis 26.3. 2019

21.03.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Industrie 4.0 - Herausforderungen & Wege in der Ingenieurausbildung

26.03.2019 | Veranstaltungsnachrichten

Saxony5 und Industrie 4.0 Modellfabrik präsentieren sich auf Hannover Messe

26.03.2019 | HANNOVER MESSE

Laserbearbeitung ist Kopfsache – LZH auf der Hannover Messe 2019

26.03.2019 | HANNOVER MESSE

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics