Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Nutzung des Potenzials von Biomasse für die Energieerzeugung

31.01.2006


Im Rahmen des BioHPR-Projekts richtete man sich auf die Entwicklung, Konstruktion und Überprüfung eines innovativen Konzepts für die kosteneffiziente Nutzung von Biomasse für die Energieerzeugung. Dabei wurden die wichtigsten Aspekte des Heißgasreinigungssystems für Großanwendungen umfassend untersucht.



Mit Biomasse kann Elektrizität durch Gasturbinen oder Brennstoffzellen erzeugt werden, wobei eine erhöhte Nachfrage nach wasserstoffreichen Heizgasen mit angemessen hohen Heizwerten besteht. Dies konnte durch die Zuführung von Wärme in den Reformer über Hochtemperatur-Heizleitungen während des endothermischen Vergasungsprozesses erreicht werden. Der so genannte Biomass Heatpipe Reformer wird von Mikroturbinen und Brennstoffzellen unterstützt und eignet sich für kleinere Wärmekraftkopplungsanwendungen (WKK).

... mehr zu:
»Biomass »Energieerzeugung


Im Rahmen des BioHPR-Projekts wurde auch das Potenzial dieses Systems für Großanwendungen untersucht, wobei besonders Aspekte des Heißgasreinigungssystems in Betracht gezogen wurden. Dabei wurden die Heißgasreinigungsverfahren für die Kategorie der Schadstoffe von Generatorgasen einschließlich Teilchen, Laugen, Teerstoffe und säurehaltige Gemische überprüft. Die Bestimmung des optimalen Temperaturrahmens, innerhalb dessen die Reinigung erfolgt, wurde unter Verwendung einer Simulationssoftware erreicht.

Die zuverlässige Software lieferte akkurate und präzise thermodynamische Berechnungen der Generatorgaszusammensetzung und des Phasengleichgewichts. Die optimalen Betriebstemperaturen für die Entfernung von Schadstoffen bei laufendem Betrieb bzw. für die direkte Einspeisung des Generatorgases in die Turbine sollte zwischen 600°C und 200°C liegen. Das Verhalten des Abgases, das aus dem Vergaser des Reformers über mögliche Reinigungsvorrichtungen vor Eintritt in die Mikroturbine ausströmt, wurde umfassend untersucht. Diese Ergebnisse können als Standardrichtlinie bei der Konstruktion eines umfassenden Gasreinigungssystem genutzt werden.

Außerdem wurde ein Überblick über das Biomassepotenzial in den zehn jüngsten Mitgliedsstaaten und in drei der Bewerberstaaten erstellt. Dabei hat sich gezeigt, dass Biobrennstoffe in den meisten dieser Länder als Alternative genutzt werden können, um 10% des derzeitig gewonnenen Stroms zu erzeugen. Abfallprodukte aus der Land- und Forstwirtschaft könnten als Hauptquellen für derartige Biobrennstoffe dienen, die durch einen Reformer oder eine andere kleine Vergasungstechnlogie erzeugt werden können. Im Gegensatz dazu fand man heraus, dass für feste Siedlungsabfälle ein komplexers Gasreinigungssystem erforderlich ist, dass sich eher für Großanwendungen eignet.

Dr. Stavroula Poulou | ctm
Weitere Informationen:
http://www.hyperion.com.cy

Weitere Berichte zu: Biomass Energieerzeugung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht TU Graz entwickelt autonom fahrenden Elektro-Kompostwender
14.07.2020 | Technische Universität Graz

nachricht Gesucht: Die nächste Superbatterie
13.07.2020 | Empa - Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hammer-on – wie man Atome schneller schwingen lässt

Schwingungen von Atomen in einem Kristall des Halbleiters Galliumarsenid (GaAs) lassen sich durch einen optisch erzeugten Strom impulsiv zu höherer Frequenz verschieben. Die mit dem Strom verknüpfte Ladungsverschiebung zwischen Gallium- und Arsen-Atomen wirkt über elektrische Wechselwirkungen zurück auf die Schwingungen.

Hammer-on ist eine von vielen Rockmusikern benutzte Technik, um mit der Gitarre schnelle Tonfolgen zu spielen und zu verbinden. Dabei wird eine schwingende...

Im Focus: Kryoelektronenmikroskopie: Hochauflösende Bilder mit günstiger Technik

Mit einem Standard-Kryoelektronenmikroskop erzielen Biochemiker der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) erstaunlich gute Aufnahmen, die mit denen weit teurerer Geräte mithalten können. Es ist ihnen gelungen, die Struktur eines Eisenspeicherproteins fast bis auf Atomebene aufzuklären. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift "PLOS One" veröffentlicht.

Kryoelektronenmikroskopie hat in den vergangenen Jahren entscheidend an Bedeutung gewonnen, besonders um die Struktur von Proteinen aufzuklären. Die Entwickler...

Im Focus: Electron cryo-microscopy: Using inexpensive technology to produce high-resolution images

Biochemists at Martin Luther University Halle-Wittenberg (MLU) have used a standard electron cryo-microscope to achieve surprisingly good images that are on par with those taken by far more sophisticated equipment. They have succeeded in determining the structure of ferritin almost at the atomic level. Their results were published in the journal "PLOS ONE".

Electron cryo-microscopy has become increasingly important in recent years, especially in shedding light on protein structures. The developers of the new...

Im Focus: Neue Schlankheitstipps für Computerchips

Lange Zeit hat man in der Elektronik etwas Wichtiges vernachlässigt: Wenn man elektronische Bauteile immer kleiner machen will, braucht man dafür auch die passenden Isolator-Materialien.

Immer kleiner und immer kompakter – das ist die Richtung, in die sich Computerchips getrieben von der Industrie entwickeln. Daher gelten sogenannte...

Im Focus: Elektrische Spannung aus Elektronenspin – Batterie der Zukunft?

Forschern der Technischen Universität Ilmenau ist es gelungen, sich den Eigendrehimpuls von Elektronen – den sogenannten Elektronenspin, kurz: Spin – zunutze zu machen, um elektrische Spannung zu erzeugen. Noch sind die gemessenen Spannungen winzig klein, doch hoffen die Wissenschaftler, auf der Basis ihrer Arbeiten hochleistungsfähige Batterien der Zukunft möglich zu machen. Die Forschungsarbeiten des Teams um Prof. Christian Cierpka und Prof. Jörg Schumacher vom Institut für Thermo- und Fluiddynamik wurden soeben im renommierten Journal Physical Review Applied veröffentlicht.

Laptop- und Handyspeicher der neuesten Generation nutzen Erkenntnisse eines der jüngsten Forschungsgebiete der Nanoelektronik: der Spintronik. Die heutige...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Intensiv- und Notfallmedizin: „Virtueller DIVI-Kongress ist ein Novum für 6.000 Teilnehmer“

08.07.2020 | Veranstaltungen

Größte nationale Tagung für Nuklearmedizin

07.07.2020 | Veranstaltungen

Corona-Apps gegen COVID-19: Nationalakademie Leopoldina veranstaltet internationales virtuelles Podiumsgespräch

07.07.2020 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Anwendungslabor Industrie 4.0 der THD: Smarte Lösungen für die Unikatproduktion

14.07.2020 | Informationstechnologie

Neue Kunststoff-Schaltschränke AX von Rittal

14.07.2020 | Maschinenbau

Förderanlagen: Mehr Flexibilität durch optimierte Layouts

14.07.2020 | Maschinenbau

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics