Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

RWTH Aachen und E.ON starten langfristige Kooperation in der Energieforschung

27.01.2006


Gründung des "E.ON Forschungsinstitut für Energie" vereinbart



Die RWTH Aachen und die E.ON AG, Düsseldorf, werden gemeinsam in Aachen ein neues energiewissenschaftliches Forschungsinstitut gründen. Die beiden Partner haben heute eine Grundsatzvereinbarung zu Einrichtung und Betrieb des "E.ON Forschungsinstitut für Energie" unterzeichnet. Damit wollen sie gemeinsam einen Beitrag zur Intensivierung der internationalen Forschung in den Bereichen Energieeffizienz und Klimaschutz leisten.



Für das Institut wird auf dem Campus der RWTH im Aachener Stadtteil Melaten ein neues Gebäude errichtet, das den modernsten Standards beim sparsamen Umgang mit Energie gerecht wird. Mit der Errichtung des hochmodernen Gebäudes soll Ende 2006 begonnen werden, die Fertigstellung ist für Ende 2007 vorgesehen. Die E.ON AG finanziert den Forschungsbetrieb des Instituts über die nächsten 10 Jahre mit einem Betrag von mindestens 40 Millionen Euro.

Am "E.ON Forschungsinstitut für Energie" sollen fünf Professuren eingerichtet werden, die mit international anerkannten Experten auf dem Gebiet der Energieforschung besetzt werden sollen. Das Institut wird in den Themenbereichen Energietechnik und -wirtschaft arbeiten und Lösungen zur Einbindung erneuerbarer Energien in die Energieversorgung sowie zur effizienteren Nutzung von Energie erforschen. Ab dem Wintersemester 2006/07 sollen die ersten Studierenden Lehrveranstaltungen von Professoren des E.ON Forschungsinstituts für Energie besuchen können.

Mit dem neuen Institut wird die RWTH ihre international anerkannte Position in der Energieforschung weiter ausbauen und damit für Studierende, auch aus dem Ausland, noch attraktiver werden. E.ON fördert dieses Projekt im Rahmen einer weltweiten Forschungsinitiative mit den Schwerpunkten Energieeffizienz und Klimaschutz.

E.ON-Vorstandsmitglied Dr. Manfred Krüper: "Die Sicherung der Energieversorgung von morgen stellt eine große Herausforderung dar. Mit der in Aachen vereinbarten Kooperation von Wissenschaft und Wirtschaft ergreifen wir eine wichtige Initiative, wissenschaftliche Grundlagen für zukunftsfähige Lösungen zu erarbeiten. Gemeinsam werden wir nachhaltige Konzepte für eine besonders effiziente und klimaschonende Energieversorgung entwickeln. Ich bin sicher: Das E.ON Forschungsinstitut für Energie wird schon in wenigen Jahren international eine Spitzenposition in der Energieforschung einnehmen. Die langfristig angelegte Förderung dieser Einrichtung ist ein herausragendes Beispiel dafür, wie sich E.ON seiner gesellschaftlichen Verantwortung stellt."

Professor Dr. Burkhard Rauhut, Rektor der RWTH Aachen: "Die RWTH Aachen ist bereits heute ein in Europa führender Forschungsstandort im Bereich Energietechnik. Dies war das ausschlaggebende Kriterium für die E.ON AG, gemeinsam mit der RWTH Aachen das ’E.ON Forschungsinstitut für Energie’ zu gründen. Diese bisher größte Public Private Partnership eines Unternehmens mit einer deutschen Hochschule gibt uns die Chance, in einem noch breiteren Themenspektrum als zuvor Spitzenforschung mit höchstem Anwendungsbezug zu betreiben. Unsere Studierenden, für die die RWTH Aachen bereits jetzt ein attraktiver Ausbildungsort ist, finden in Zukunft an der RWTH eine einzigartige Auswahl an Spezialisierungsrichtungen innerhalb der Energietechnik vor. Durch die Unterstützung der E.ON AG können wir unsere europäische Spitzenposition in der Energieforschung und der Ingenieursausbildung auf lange Sicht behaupten."

Hintergrundinformationen:

E.ON ist der weltweit größte private Energiedienstleister. Der Konzern beschäftigt rund 70.000 Mitarbeiter in mehr als 20 europäischen Ländern und den USA. Seine Kerngeschäfte sind Strom und Gas. In beiden Geschäften ist E.ON auf allen Wertschöpfungsebenen - von der Erzeugung über das Netz bis zum Vertrieb an die Kunden - tätig. Bei der Stromerzeugung setzt der Konzern auf einen breiten Energiemix aus Kernenergie, Kohle, Gas und regenerativen Energien. In den nächsten drei Jahren sollen rund 1,2 Milliarden Euro in den Ausbau der Erneuerbaren Energien, die bereits gut 11 Prozent zur Stromerzeugung von E.ON beitragen, investiert werden Die RWTH Aachen ist eine der führenden Universitäten Deutschlands. Sie hat den höchsten Anwendungsbezug und die größte Wirtschaftsnähe deutscher Hochschulen, was sich in der Summe der von der Wirtschaft eingeworbenen Drittmittel ausdrückt. In der Energietechnik liegt die RWTH in Deutschland nach vielen Universitätsrankings sowohl die Qualität der Absolventen als auch die Forschungsergebnisse betreffend in führender Position. Mit dem Aufbau des "E.ON Forschungsinstitut für Energie" wird die RWTH zur führenden europäischen Institution in der Energieforschung werden.

Rückfragen bitte an:

E.ON AG, Unternehmenskommunikation: Dr. Peter Blau, Tel. 0211-45 79-628, Josef Nelles, Tel. 0211-45 79-544; Fax 0211-45 79-566: e-mail: presse@eon.com

RWTH, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: Toni Wimmer, Tel. 0241-80 94 323, Fax 0241-8092324, e-mail: pressestelle@zhv.rwth-aachen.de; Fundraising: Bernd Grohs, Tel. 0241-80 94 391

Thomas von Salzen | idw
Weitere Informationen:
http://www.rwth-aachen.de
http://www.eon-energie.com

Weitere Berichte zu: Energieforschung Energietechnik Energieversorgung RWTH

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Optimierungspotenziale bei Kaminöfen
21.09.2018 | Technologie- und Förderzentrum im Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe (TFZ)

nachricht Using hydrogen, methane and methanol to reduce CO2 emissions
19.09.2018 | Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wie Magnetismus entsteht: Elektronen stärker verbunden als gedacht

Wieso sind manche Metalle magnetisch? Diese einfache Frage ist wissenschaftlich gar nicht so leicht fundiert zu beantworten. Das zeigt eine aktuelle Arbeit von Wissenschaftlern des Forschungszentrums Jülich und der Universität Halle. Den Forschern ist es zum ersten Mal gelungen, in einem magnetischen Material, in diesem Fall Kobalt, die Wechselwirkung zwischen einzelnen Elektronen sichtbar zu machen, die letztlich zur Ausbildung der magnetischen Eigenschaften führt. Damit sind erstmals genaue Einblicke in den elektronischen Ursprung des Magnetismus möglich, die vorher nur auf theoretischem Weg zugänglich waren.

Für ihre Untersuchung nutzten die Forscher ein spezielles Elektronenmikroskop, das das Forschungszentrum Jülich am Elettra-Speicherring im italienischen Triest...

Im Focus: Erstmals gemessen: Wie lange dauert ein Quantensprung?

Mit Hilfe ausgeklügelter Experimente und Berechnungen der TU Wien ist es erstmals gelungen, die Dauer des berühmten photoelektrischen Effekts zu messen.

Es war eines der entscheidenden Experimente für die Quantenphysik: Wenn Licht auf bestimmte Materialien fällt, werden Elektronen aus der Oberfläche...

Im Focus: Scientists present new observations to understand the phase transition in quantum chromodynamics

The building blocks of matter in our universe were formed in the first 10 microseconds of its existence, according to the currently accepted scientific picture. After the Big Bang about 13.7 billion years ago, matter consisted mainly of quarks and gluons, two types of elementary particles whose interactions are governed by quantum chromodynamics (QCD), the theory of strong interaction. In the early universe, these particles moved (nearly) freely in a quark-gluon plasma.

This is a joint press release of University Muenster and Heidelberg as well as the GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt.

Then, in a phase transition, they combined and formed hadrons, among them the building blocks of atomic nuclei, protons and neutrons. In the current issue of...

Im Focus: Der Truck der Zukunft

Lastkraftwagen (Lkw) sind für den Gütertransport auch in den kommenden Jahrzehnten unverzichtbar. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der Technischen Universität München (TUM) und ihre Partner haben ein Konzept für den Truck der Zukunft erarbeitet. Dazu zählen die europaweite Zulassung für Lang-Lkw, der Diesel-Hybrid-Antrieb und eine multifunktionale Fahrerkabine.

Laut der Prognose des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur wird der Lkw-Güterverkehr bis 2030 im Vergleich zu 2010 um 39 Prozent steigen....

Im Focus: Extrem klein und schnell: Laser zündet heißes Plasma

Feuert man Lichtpulse aus einer extrem starken Laseranlage auf Materialproben, reißt das elektrische Feld des Lichts die Elektronen von den Atomkernen ab. Für Sekundenbruchteile entsteht ein Plasma. Dabei koppeln die Elektronen mit dem Laserlicht und erreichen beinahe Lichtgeschwindigkeit. Beim Herausfliegen aus der Materialprobe ziehen sie die Atomrümpfe (Ionen) hinter sich her. Um diesen komplexen Beschleunigungsprozess experimentell untersuchen zu können, haben Forscher aus dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) eine neuartige Diagnostik für innovative laserbasierte Teilchenbeschleuniger entwickelt. Ihre Ergebnisse erscheinen jetzt in der Fachzeitschrift „Physical Review X“.

„Unser Ziel ist ein ultrakompakter Beschleuniger für die Ionentherapie, also die Krebsbestrahlung mit geladenen Teilchen“, so der Physiker Dr. Thomas Kluge vom...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

4. BF21-Jahrestagung „Car Data – Telematik – Mobilität – Fahrerassistenzsysteme – Autonomes Fahren – eCall – Connected Car“

21.09.2018 | Veranstaltungen

Forum Additive Fertigung: So gelingt der Einstieg in den 3D-Druck

21.09.2018 | Veranstaltungen

12. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

20.09.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Tiefseebergbau: Forschung zu Risiken und ökologischen Folgen geht weiter

21.09.2018 | Geowissenschaften

4. BF21-Jahrestagung „Car Data – Telematik – Mobilität – Fahrerassistenzsysteme – Autonomes Fahren – eCall – Connected Car“

21.09.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Optimierungspotenziale bei Kaminöfen

21.09.2018 | Energie und Elektrotechnik

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics