Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Die Förderung von Biobrennstoffen zur Energieerzeugung

26.01.2006


Das CATDEACT-Projekt richtete sich auf die weit verbreitete Nutzung von Biobrennstoffen zur Energieerzeugung und untersuchte die Einflüsse der (Co-)Verbrennung von Biobrennstoffen auf die Katalysatoren in Kohlekraftwerken.



Biobrennstoff ist eine erneuerbare Energiequelle, die aus Biomasse gewonnen wird und in entsprechenden Anlagen als einziger Brennstoff oder bei der Kohleverbrennung als Sekundärbrennstoff genutzt wird. Im Gegensatz zu anderen Brennstoffen natürlichen Ursprungs wie Erdöl führt seine Verbrennung nicht zu einem Anstieg des Kohlendioxidgehalts in der Atmosphäre. Seine Nutzung ist jedoch auch mit einigen Nachteilen in Bezug auf die Beschleunigung der Deaktivierung spezieller Katalysatoren im Abgasreinigungssystem der Kraftwerke verbunden.



Die Selektive Katalytische Reduktion (SCR - Selective Catalytic Reduction) von Stickoxiden (NOx) ist eine weithin anerkannte, höchst effektive und technologisch bewährte Methode zur Entfernung eines hohen Prozentsatzes an NOx aus den Abgasen. Die Deaktivierung der SCR-DeNOx-Katalysatoren führt nicht nur zu einer höheren Emission von NOx und Spurenelementen, sondern ist auch mit extrem hohen Folgekosten verbunden. Vor diesem Hintergrund wurden im Rahmen des CATDEACT-Projekts die Hauptvorgänge in SCR-DeNOx-Katalysatoren während der (Co-)Verbrennung von Brennstoffen aus Biomasse und Bioabfällen untersucht.

Ein Teil der Projektarbeit umfasste Deaktivierungstests mit gasförmigen Alkaliverbindungen im Abgas zum Verständnis des Deaktivierungsverhaltens verschiedener Alkaliverbindungen. Alkalimetalle gelten bereits als einer der stärksten Giftstoffe für SCR-Katalysatoren, da sie den Deaktivierungsgrad steigern. Der Testdurchlauf zeigte, dass Kalium, welches normalerweise in Form von Chloriden und Sulfaten in Strohverbrennungsanlagen auftritt, äußerst schädlich ist und zu einer noch stärkeren Deaktivierung führen kann.

Die Studien zeigten außerdem, dass hohe Konzentrationen von Kalium, Phosphor, Natrium und Kalzium zur einer schnelleren Deaktivierung des Katalysators während der Co-Verbrennung beitragen können. Darüber hinaus könnten Erdkalimetalle, die am Katalysator reagieren, zu einer Oberflächenabdeckung des Katalysators führen, welche die Ausbreitung der Reaktionspartner in die innere Oberfläche des Katalysators hinein hemmen. Das Verständnis der Deaktivierungsmechanismen verschiedener Elemente soll erwartungsgemäß zur Entwicklung geeigneter Gegenmaßnahmen führen. Diese können entweder primärer Natur, wie Kraftstoffzusätze, oder sekundäre Maßnahmen, wie zum Beispiel die Regeneration von Katalysatoren, sein.

Prof. Anker Jenssen | ctm
Weitere Informationen:
http://www.kt.dtu.dk

Weitere Berichte zu: Biobrennstoff Brennstoff Energieerzeugung Katalysator Verbrennung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Wärmepumpe mit dem klimafreundlichen Kältemittel Propan für die Aufstellung im Haus entwickelt
22.10.2019 | Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE

nachricht RACOCO: Strahlungscharakterisierung und Funktionsprüfung von COTS Bauteilen zur Anwendung im Weltraum
21.10.2019 | Fraunhofer-Institut für Naturwissenschaftlich-Technische Trendanalysen INT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Researchers watch quantum knots untie

After first reporting the existence of quantum knots, Aalto University & Amherst College researchers now report how the knots behave

A quantum gas can be tied into knots using magnetic fields. Our researchers were the first to produce these knots as part of a collaboration between Aalto...

Im Focus: Hohlraum vermittelt starke Wechselwirkung zwischen Licht und Materie

Forschern ist es gelungen, mithilfe eines mikroskopischen Hohlraumes eine effiziente quantenmechanische Licht-Materie-Schnittstelle zu schaffen. Darin wird ein einzelnes Photon bis zu zehn Mal von einem künstlichen Atom ausgesandt und wieder absorbiert. Das eröffnet neue Perspektiven für die Quantentechnologie, berichten Physiker der Universität Basel und der Ruhr-Universität Bochum in der Zeitschrift «Nature».

Die Quantenphysik beschreibt Photonen als Lichtteilchen. Will man ein einzelnes Photon mit einem einzelnen Atom interagieren lassen, stellt dies aufgrund der...

Im Focus: A cavity leads to a strong interaction between light and matter

Researchers have succeeded in creating an efficient quantum-mechanical light-matter interface using a microscopic cavity. Within this cavity, a single photon is emitted and absorbed up to 10 times by an artificial atom. This opens up new prospects for quantum technology, report physicists at the University of Basel and Ruhr-University Bochum in the journal Nature.

Quantum physics describes photons as light particles. Achieving an interaction between a single photon and a single atom is a huge challenge due to the tiny...

Im Focus: Freiburger Forschenden gelingt die erste Synthese eines kationischen Tetraederclusters in Lösung

Hauptgruppenatome kommen oft in kleinen Clustern vor, die neutral, negativ oder positiv geladen sein können. Das bekannteste neutrale sogenannte Tetraedercluster ist der weiße Phosphor (P4), aber darüber hinaus sind weitere Tetraeder als Substanz isolierbar. Es handelt sich um Moleküle aus vier Atomen, deren räumliche Anordnung einem Tetraeder aus gleichseitigen Dreiecken entspricht. Bisher waren neben mindestens sechs neutralen Versionen wie As4 oder AsP3 eine Vielzahl von negativ geladenen Tetraedern wie In2Sb22– bekannt, jedoch keine kationischen, also positiv geladenen Varianten.

Ein Team um Prof. Dr. Ingo Krossing vom Institut für Anorganische und Analytische Chemie der Universität Freiburg ist es gelungen, diese positiv geladenen...

Im Focus: Die schnellste Ameise der Welt - Wüstenflitzer haben kurze Beine, aber eine perfekte Koordination

Silberameisen gelten als schnellste Ameisen der Welt - obwohl ihre Beine verhältnismäßig kurz sind. Daher haben Forschende der Universität Ulm den besonderen Laufstil dieses "Wüstenflitzers" auf einer Ameisen-Rennstrecke ergründet. Veröffentlicht wurde diese Entdeckung jüngst im „Journal of Experimental Biology“.

Sie geht auf Nahrungssuche, wenn andere Siesta halten: Die saharische Silberameise macht vor allem in der Mittagshitze der Sahara und in den Wüsten der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

13. Aachener Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung – »Collaborate to Innovate: Making the Net Work«

22.10.2019 | Veranstaltungen

Serienfertigung von XXL-Produkten: Expertentreffen in Hannover

22.10.2019 | Veranstaltungen

Digitales-Krankenhaus – wo bleibt der Mensch?

21.10.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Kosmischer Staub auf Ballonfahrt – Experiment zur Planetenentstehung

23.10.2019 | Physik Astronomie

Schnelles Internet: Jederzeit und über-ALL

23.10.2019 | Informationstechnologie

Zebrafische reparieren ihr Herz dank spezieller Zellen

23.10.2019 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics