Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neuartige Photovoltaik mit verbesserter Effektivität und Lebensdauer

06.01.2006


Würth Solar hat eine auf CIS basierende photovoltaische Zelle entwickelt, die effizienter und langlebiger ist als die heutigen auf Silizium basierenden Zellen.



Im Rahmen des Bestrebens, die Effizienz gegenwärtiger photovoltaischer (PV) Zellen zu verbessern, experimentieren die Forscher kontinuierlich mit neuen Materialien. Derzeit bestehen die Zellen hauptsächlich aus Silizium. Würth Solar, ein in der Photovoltaik-Branche tätiges deutsches Unternehmen, hat einen bemerkenswerten Erfolg mit dem Kupfer-Indium-Diselenid (CIS - Copper Indium Diselenide) erzielt.

... mehr zu:
»CIS »PV-Zelle »Silizium


Würth Solar entwickelte unter Anwendung des Ablagerungsverfahrens eines dünnen Films die Prototypen der PV-Zellen aus CIS. Im Rahmen des PYTHAGORAS-Projekts wurden diese PV-Prototypen in Prüfstellen innerhalb Europas installiert (Finnland, Deutschland und Teneriffa), um sie einer Vielzahl unterschiedlicher Umweltbedingungen auszusetzen.

Im Laufe des PYTHAGORAS-Projekts konnte Würth Solar die Effizienzbewertung der PV-Zellen aus CIS von 8% auf über 10% steigern. Zusätzlich dazu war das DC-Leistungsverhältnis, was die Zellleistung unter realweltlichen Bedingungen mit der unter kontrollierten Laborbedingungen vergleicht, sehr hoch - es lag im Bereich zwischen 88-96%. Die Ausgangsleistung eines Standardmoduls von 60x120 Zentimetern unter Standard-Testbedingungen (STC - Standard Test Conditions) erreichte bis zu 79 Watt.

Bezüglich des ausschlaggebenden Aspekts der Lebensdauer deuteten die Ergebnisse aus Finnland, Deutschland und Teneriffa darauf hin, dass die PV-Zellen aus CIS äußerst robust sind. Die Zellen wurden im Jahr 2001 installiert, und bis zum heutigen Tag sind keine Anzeichen für eine Verschlechterung ersichtlich. Die Ergebnisse des vorverlegten Wettertests sind ebenfalls Hinweise auf eine exzellente Langzeitstabilität.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die auf CIS basierenden PV-Zellen von Würth Solar sowohl Vorteile hinsichtlich der Effizienz als auch der Lebensdauer gegenüber den derzeitigen auf Silizium basierenden PV-Zellen aufweisen. Würth Solar ist nun bestrebt, seine ausgereifte Technologie auf den Markt zu bringen.

Bernhard Dimmler | ctm
Weitere Informationen:
http://www.wuerth-solar.de

Weitere Berichte zu: CIS PV-Zelle Silizium

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Optimierungspotenziale bei Kaminöfen
21.09.2018 | Technologie- und Förderzentrum im Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe (TFZ)

nachricht Using hydrogen, methane and methanol to reduce CO2 emissions
19.09.2018 | Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wie Magnetismus entsteht: Elektronen stärker verbunden als gedacht

Wieso sind manche Metalle magnetisch? Diese einfache Frage ist wissenschaftlich gar nicht so leicht fundiert zu beantworten. Das zeigt eine aktuelle Arbeit von Wissenschaftlern des Forschungszentrums Jülich und der Universität Halle. Den Forschern ist es zum ersten Mal gelungen, in einem magnetischen Material, in diesem Fall Kobalt, die Wechselwirkung zwischen einzelnen Elektronen sichtbar zu machen, die letztlich zur Ausbildung der magnetischen Eigenschaften führt. Damit sind erstmals genaue Einblicke in den elektronischen Ursprung des Magnetismus möglich, die vorher nur auf theoretischem Weg zugänglich waren.

Für ihre Untersuchung nutzten die Forscher ein spezielles Elektronenmikroskop, das das Forschungszentrum Jülich am Elettra-Speicherring im italienischen Triest...

Im Focus: Erstmals gemessen: Wie lange dauert ein Quantensprung?

Mit Hilfe ausgeklügelter Experimente und Berechnungen der TU Wien ist es erstmals gelungen, die Dauer des berühmten photoelektrischen Effekts zu messen.

Es war eines der entscheidenden Experimente für die Quantenphysik: Wenn Licht auf bestimmte Materialien fällt, werden Elektronen aus der Oberfläche...

Im Focus: Scientists present new observations to understand the phase transition in quantum chromodynamics

The building blocks of matter in our universe were formed in the first 10 microseconds of its existence, according to the currently accepted scientific picture. After the Big Bang about 13.7 billion years ago, matter consisted mainly of quarks and gluons, two types of elementary particles whose interactions are governed by quantum chromodynamics (QCD), the theory of strong interaction. In the early universe, these particles moved (nearly) freely in a quark-gluon plasma.

This is a joint press release of University Muenster and Heidelberg as well as the GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt.

Then, in a phase transition, they combined and formed hadrons, among them the building blocks of atomic nuclei, protons and neutrons. In the current issue of...

Im Focus: Der Truck der Zukunft

Lastkraftwagen (Lkw) sind für den Gütertransport auch in den kommenden Jahrzehnten unverzichtbar. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der Technischen Universität München (TUM) und ihre Partner haben ein Konzept für den Truck der Zukunft erarbeitet. Dazu zählen die europaweite Zulassung für Lang-Lkw, der Diesel-Hybrid-Antrieb und eine multifunktionale Fahrerkabine.

Laut der Prognose des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur wird der Lkw-Güterverkehr bis 2030 im Vergleich zu 2010 um 39 Prozent steigen....

Im Focus: Extrem klein und schnell: Laser zündet heißes Plasma

Feuert man Lichtpulse aus einer extrem starken Laseranlage auf Materialproben, reißt das elektrische Feld des Lichts die Elektronen von den Atomkernen ab. Für Sekundenbruchteile entsteht ein Plasma. Dabei koppeln die Elektronen mit dem Laserlicht und erreichen beinahe Lichtgeschwindigkeit. Beim Herausfliegen aus der Materialprobe ziehen sie die Atomrümpfe (Ionen) hinter sich her. Um diesen komplexen Beschleunigungsprozess experimentell untersuchen zu können, haben Forscher aus dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) eine neuartige Diagnostik für innovative laserbasierte Teilchenbeschleuniger entwickelt. Ihre Ergebnisse erscheinen jetzt in der Fachzeitschrift „Physical Review X“.

„Unser Ziel ist ein ultrakompakter Beschleuniger für die Ionentherapie, also die Krebsbestrahlung mit geladenen Teilchen“, so der Physiker Dr. Thomas Kluge vom...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

4. BF21-Jahrestagung „Car Data – Telematik – Mobilität – Fahrerassistenzsysteme – Autonomes Fahren – eCall – Connected Car“

21.09.2018 | Veranstaltungen

Forum Additive Fertigung: So gelingt der Einstieg in den 3D-Druck

21.09.2018 | Veranstaltungen

12. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

20.09.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Tiefseebergbau: Forschung zu Risiken und ökologischen Folgen geht weiter

21.09.2018 | Geowissenschaften

4. BF21-Jahrestagung „Car Data – Telematik – Mobilität – Fahrerassistenzsysteme – Autonomes Fahren – eCall – Connected Car“

21.09.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Optimierungspotenziale bei Kaminöfen

21.09.2018 | Energie und Elektrotechnik

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics