Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Ein „Oldie“ auf Weltreise

17.10.2005


Respektable 85 Jahre ist es alt – das dreieckige VDE Prüfzeichen. Was 1920 in einem kleinen Labor in Berlin begann, ist inzwischen dabei, die Welt zu erobern. Insbesondere auf dem asiatischen Markt ist das Prüfsiegel auf dem Vormarsch.

... mehr zu:
»VDE »VDE-Prüfinstitut

Ganz gleich ob DVD-Player, Kühlschrank, Küchenherd oder Haarfön – bei elektrischen Geräten ist Sicherheit Trumpf. Doch wie kann der Kunde erkennen, dass sein soeben erworbenes Schnäppchen eines überseeischen Herstellers nicht nur „funktioniert“, sondern auch den Sicherheitsstandards genügt? „Was den internationalen Markt betrifft, ist bei Elektrogeräten immer ein genauer Blick auf das Etikett oder Typenschild sinnvoll“, rät Bernd Franke vom VDE-Prüfinstitut den Verbrauchern. Denn was viele nicht wissen: Es gibt in Deutschland keine Prüfpflicht. Stattdessen interpretieren viele Bundesbürger die CE-Kennzeichnung fälschlicherweise als Etikett für Sicherheit. Diese Kennzeichnung ist jedoch lediglich eine Erklärung des Herstellers, dass sein Produkt den Anforderungen der europäischen Richtlinie entspricht. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte auf das VDE-Prüfzeichen achten.

Inzwischen kann das Prüfzeichen auf eine 85jährige Tradition zurückblicken. Begonnen hatte es 1920 in einem kleinen Labor mitten in Berlin. Damals beschränkte sich die Prüfstelle zunächst auf wenige Geräte wie Sicherungen, Dosenschalter, Handlampen und Steckvorrichtungen. Später gesellten sich Klingeltransformatoren, Koch- und Heizgeräte, elektromedizinische Apparate und auch elektrisches Spielzeug hinzu.


Heute führt der VDE in seinen Offenbacher Labors jährlich rund 16.000 Prüfungen für Hersteller aus dem In- und Ausland durch. Die Nachfrage ist groß, da das Markenzeichen am wirtschaftlichen Erfolg eines Produkts maßgeblich mitbeteiligt ist. In Fachkreisen wiederum sind die Härtetests des VDE-Instituts hoch geschätzt, weil sie als besonders gewissenhaft und effektiv gelten. Neben der Erstprüfung gehören regelmäßige Werksinspektionen und Kontrollen von Produktmustern zum täglichen Geschäft der VDE-Ingenieure. Diese prüfen auf der Basis anerkannter Normen sämtliche Gefahrenpotenziale. „Dazu gehören neben den elektrischen auch die mechanischen, thermischen und radiologischen Risiken“, unterstreicht Franke.

Im Zuge der Globalisierung gibt es daher auf dem internationalen Markt einen erheblichen Prüfbedarf, da auch die Produkte aus fernen Ländern mit unseren Sicherheitsnormen und Regeln der Technik übereinstimmen müssen. So ist es nicht weiter erstaunlich, dass das Prüfzeichen insbesondere in den asiatischen Wachstumsmärkten eine immer größere Bedeutung erlangt. „In unserem Institut sind heute über 400 Mitarbeiter damit beschäftigt, den High-Tech-Fortschritt in sichere Bahnen zu leiten“, verdeutlicht Wilfried Jäger vom VDE Prüf- und Zertifizierungsinstitut.

Ein ganz neuer Service des VDE-Prüfinstituts ist die Marke „VDE Quality Tested“. Dabei handelt es sich um ein zusätzliches Angebot, bei dem die VDE-Prüfer die „Alltagstauglichkeit“ eines Produkts – angefangen vom Rasenmäher bis hin zum DVD-Player – abklopfen. Hierzu gehören Tests der Funktionsweise, Handhabung oder Energieeffizienz. Nicht minder wichtig ist die saubere Dokumentation der Funktionen. Wer die Marke „VDE Quality Tested“ erhalten will, muss erstmals auch eine Bedienungsanleitung vorlegen, die diesen Namen redlich verdient hat.

Rolf Froböse | Rolf Froböse
Weitere Informationen:
http://www.vde.com

Weitere Berichte zu: VDE VDE-Prüfinstitut

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Vernetzte Beleuchtung: Weg mit dem blinden Fleck
18.07.2018 | Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

nachricht Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie
17.07.2018 | Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Im Focus: Was passiert, wenn wir das Atomgitter eines Magneten plötzlich aufheizen?

„Wir haben jetzt ein klares Bild davon, wie das heiße Atomgitter und die kalten magnetischen Spins eines ferrimagnetischen Nichtleiters miteinander ins Gleichgewicht gelangen“, sagt Ilie Radu, Wissenschaftler am Max-Born-Institut in Berlin. Das internationale Forscherteam fand heraus, dass eine Energieübertragung sehr schnell stattfindet und zu einem neuartigen Zustand der Materie führt, in dem die Spins zwar heiß sind, aber noch nicht ihr gesamtes magnetisches Moment verringert haben. Dieser „Spinüberdruck“ wird durch wesentlich langsamere Prozesse abgebaut, die eine Abgabe von Drehimpuls an das Gitter ermöglichen. Die Forschungsergebnisse sind jetzt in "Science Advances" erschienen.

Magnete faszinieren die Menschheit bereits seit mehreren tausend Jahren und sind im Zeitalter der digitalen Datenspeicherung von großer praktischer Bedeutung....

Im Focus: Erste Beweise für Quelle extragalaktischer Teilchen

Zum ersten Mal ist es gelungen, die kosmische Herkunft höchstenergetischer Neutrinos zu bestimmen. Eine Forschungsgruppe um IceCube-Wissenschaftlerin Elisa Resconi, Sprecherin des Sonderforschungsbereichs SFB1258 an der Technischen Universität München (TUM), liefert ein wichtiges Indiz in der Beweiskette, dass die vom Neutrino-Teleskop IceCube am Südpol detektierten Teilchen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Galaxie in vier Milliarden Lichtjahren Entfernung stammen.

Um andere Ursprünge mit Gewissheit auszuschließen, untersuchte das Team um die Neutrino-Physikerin Elisa Resconi von der TU München und den Astronom und...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen

19.07.2018 | Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Automatisiertes Befüllen von Regalen im Einzelhandel

19.07.2018 | Verkehr Logistik

Mobilfunkstrahlung kann die Gedächtnisleistung bei Jugendlichen beeinträchtigen

19.07.2018 | Studien Analysen

Mit dem Nano-U-Boot gezielt gegen Kopfschmerzen und Tumore

19.07.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics