Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Reparier’ mich! Smarte Teile melden sich zur Wartung an

07.10.2005


Das Fraunhofer IAO ist an dem neu gestarteten EU-Projekt SMMART beteiligt. 27 Partner aus elf europäischen Ländern entwickeln darin ein Wartungssystem für die Transportindustrie. Über so genannte Smart Tags können Wartungsfirmen kritische Teile von Helikoptern, Flugzeugen oder LKWs kontrollieren.



25 000 Einzelteile, über 3000 Schaufeln und jede dieser Schaufeln ist jahrelang einem Gasstrom ausgesetzt, der mit über 1700 Grad Celsius mit Überschallgeschwindigkeit aus der Brennkammer tritt: Moderne Flugzeugtriebwerke müssen viel aushalten. Der kleinste Materialfehler, Ermüdungsbruch oder Haarriss kann zur Katastrophe führen, wenn er nicht rechtzeitig erkannt wird. Eine systematische und regelmäßige Wartung ist hier nicht nur Pflicht, sondern mitunter Lebensrettung.



Trotz regelmäßiger Wartungen kommt es immer wieder zu Zwischenfällen, weil ein Schaden übersehen wurde oder erst kurz nach der Wartung auftrat. Mit so genannten "Smart Tags" soll genau das zukünftig verhindert werden: diese kleinen Speichermedien sind beispielsweise direkt an kritischen Flugzeugteilen angebracht und senden Informationen über den jeweiligen Zustand des Teils per Satellit an eine zentrale Datenbank - und das in Echtzeit.

27 Partner aus elf europäischen Ländern entwickeln dieses Wartungssystem im EU-Projekt SMMART -System for Mobile Maintenance and Accessible in Real Time. Das Fraunhofer IAO ist eines von vier Fraunhofer-Instituten innerhalb des Projekts. Koordinator ist der französische Turbinenhersteller Turbomeca. Mit Turbomeca und dem schwedischen Automobilhersteller Volvo als industrielle Projektpartner sind die Anwendungsfälle hauptsächlich in der Luftfahrt und bei Nutzfahrzeugen angesiedelt.

Ziel des Projekts ist es, ein System zu entwickeln, das verschiedenste Parameter von Helikopter-, Flugzeug- oder LKW-Teilen jederzeit für die Planung und Durchführung von Wartungsaktivitäten mobil zur Verfügung stellt. Ein gutes Beispiel für den Einsatz des neuen Systems ist die Wartung von Hubschraubern, die sowohl von Krankenhäusern als auch zur Bergrettung oder Verkehrsüberwachung genutzt werden. In diesen Fällen ist die Laufzeit und Nutzung der Turbinen für Wartungsfirmen oft ein schwarzer Fleck auf der Landkarte. Mit den Smart Tags lassen sich zukünftig unnötig lange Standzeiten und Engpässe in der Wartung vermeiden. Das rettet nicht nur Leben, sondern spart auch Kosten.

Ihr Ansprechpartner für weitere Informationen:
Fraunhofer IAO
Sven Schimpf
Nobelstraße 12, 70569 Stuttgart
Telefon: +49 (0) 7 11/9 70-24 57, Fax: +49 (0) 7 11/9 70-22 99
E-Mail: sven.schimpf@iao.fraunhofer.de

Juliane Segedi | idw
Weitere Informationen:
http://www.iao.fhg.de/

Weitere Berichte zu: Smart Wartung Wartungsfirmen Wartungssystem

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Rostocker Forscher testen neue Generation von Offshore-Windenergie-Anlagen
16.07.2018 | Universität Rostock

nachricht Auf dem Weg zu neuen Leistungstransistoren
11.07.2018 | Paul Scherrer Institut (PSI)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Was passiert, wenn wir das Atomgitter eines Magneten plötzlich aufheizen?

„Wir haben jetzt ein klares Bild davon, wie das heiße Atomgitter und die kalten magnetischen Spins eines ferrimagnetischen Nichtleiters miteinander ins Gleichgewicht gelangen“, sagt Ilie Radu, Wissenschaftler am Max-Born-Institut in Berlin. Das internationale Forscherteam fand heraus, dass eine Energieübertragung sehr schnell stattfindet und zu einem neuartigen Zustand der Materie führt, in dem die Spins zwar heiß sind, aber noch nicht ihr gesamtes magnetisches Moment verringert haben. Dieser „Spinüberdruck“ wird durch wesentlich langsamere Prozesse abgebaut, die eine Abgabe von Drehimpuls an das Gitter ermöglichen. Die Forschungsergebnisse sind jetzt in "Science Advances" erschienen.

Magnete faszinieren die Menschheit bereits seit mehreren tausend Jahren und sind im Zeitalter der digitalen Datenspeicherung von großer praktischer Bedeutung....

Im Focus: Erste Beweise für Quelle extragalaktischer Teilchen

Zum ersten Mal ist es gelungen, die kosmische Herkunft höchstenergetischer Neutrinos zu bestimmen. Eine Forschungsgruppe um IceCube-Wissenschaftlerin Elisa Resconi, Sprecherin des Sonderforschungsbereichs SFB1258 an der Technischen Universität München (TUM), liefert ein wichtiges Indiz in der Beweiskette, dass die vom Neutrino-Teleskop IceCube am Südpol detektierten Teilchen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Galaxie in vier Milliarden Lichtjahren Entfernung stammen.

Um andere Ursprünge mit Gewissheit auszuschließen, untersuchte das Team um die Neutrino-Physikerin Elisa Resconi von der TU München und den Astronom und...

Im Focus: First evidence on the source of extragalactic particles

For the first time ever, scientists have determined the cosmic origin of highest-energy neutrinos. A research group led by IceCube scientist Elisa Resconi, spokesperson of the Collaborative Research Center SFB1258 at the Technical University of Munich (TUM), provides an important piece of evidence that the particles detected by the IceCube neutrino telescope at the South Pole originate from a galaxy four billion light-years away from Earth.

To rule out other origins with certainty, the team led by neutrino physicist Elisa Resconi from the Technical University of Munich and multi-wavelength...

Im Focus: Magnetische Wirbel: Erstmals zwei magnetische Skyrmionenphasen in einem Material entdeckt

Erstmals entdeckte ein Forscherteam in einem Material zwei unabhängige Phasen mit magnetischen Wirbeln, sogenannten Skyrmionen. Die Physiker der Technischen Universitäten München und Dresden sowie von der Universität zu Köln können damit die Eigenschaften dieser für Grundlagenforschung und Anwendungen gleichermaßen interessanten Magnetstrukturen noch eingehender erforschen.

Strudel kennt jeder aus der Badewanne: Wenn das Wasser abgelassen wird, bilden sie sich kreisförmig um den Abfluss. Solche Wirbel sind im Allgemeinen sehr...

Im Focus: Neue Steuerung der Zellteilung entdeckt

Wenn eine Zelle sich teilt, werden sämtliche ihrer Bestandteile gleichmässig auf die Tochterzellen verteilt. UZH-Forschende haben nun ein Enzym identifiziert, das sicherstellt, dass auch Zellbestandteile ohne Membran korrekt aufgeteilt werden. Ihre Entdeckung eröffnet neue Möglichkeiten für die Behandlung von Krebs, neurodegenerative Krankheiten, Alterungsprozessen und Virusinfektionen.

Man kennt es aus der Küche: Werden Aceto balsamico und Olivenöl miteinander vermischt, trennen sich die beiden Flüssigkeiten. Runde Essigtropfen formen sich,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Interdisziplinäre Konferenz: Diabetesforscher und Bioingenieure diskutieren Forschungskonzepte

13.07.2018 | Veranstaltungen

Conference on Laser Polishing – LaP: Feintuning für Oberflächen

12.07.2018 | Veranstaltungen

Materialien für eine Nachhaltige Wasserwirtschaft – MachWas-Konferenz in Frankfurt am Main

11.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Vertikales Begrünungssystem Biolit Vertical Green<sup>®</sup> auf Landesgartenschau Würzburg

16.07.2018 | Architektur Bauwesen

Feinstaub macht Bäume anfälliger gegen Trockenheit

16.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Wie Krebszellen Winterschlaf halten

16.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics