Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neue Energiequellen zur Bekämpfung des Treibhauseffekts

20.04.2005


Unter Berücksichtigung von ökologischen und gesellschaftlichen Belangen richtet sich die EU auf die Beurteilung von Energiesystemen auf Biomassebasis als eine Alternative zu fossilen Brennstoffen. In Verbindung mit der Internationalen Energiebehörde (IEA - International Energy Agency) konzentrierte man sich im Rahmen des EU-Projekts BIOCOGEN auf die Untersuchung der möglichen Nutzung von Bioenergiesystemen in Europa.



Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (Combined Heat and Power - CHP) liefern Energie sowohl zu Heiz- als auch zu Stromzwecken. Die Nutzung von Biomasse zum Betrieb dieser Anlagen innerhalb der EU könnte der Realität näher sein, als anfänglich angenommen. Der Einsatz von Biomasse als Energiequelle liefert eine attraktive Alternative zu fossilen Brennstoffen, nicht zuletzt wegen ihrem Potenzial, die Emission von Treibhausgasen bedeutend zu reduzieren.



Die BIOCOGEN-Forscher prüften die Lebenszyklus-Emission von Treibhausgasen bei der Kraft-Wärme-Kopplung von Biomasse und verglichen diese mit Energiesystemen fossiler Brennstoffe. Dies folgte zuvor von der IEA durchgeführten Arbeiten, die sich auf Biomasse- und Bioenergiesysteme konzentrierten. Der Prüfbericht liefert Einzelheiten zu einer Reihe von Computermodellen, die geschaffen wurden, um die Emission von Treibhausgasen anhand verschiedener Brennstoffsysteme zu überwachen. Insgesamt wurden 34 Bioenergie- und 18 fossile Energiesysteme bewertet und verglichen.

Die Ergebnisse zeigten, dass CHP-Anlagen auf Biomassebasis im Vergleich zu fossil betriebenen CHP-Anlagen etwa 90% weniger Treibhausgase produzierten. Weitere Vorteile wurden bestimmten Arten von Biomasse und den Nebenprodukten zugeschrieben, die diese zur Folge haben.

Insgesamt kann der Endbericht in Bezug auf diese spezielle Arbeit dazu genutzt werden, die mit der Nutzung von Biomasse-Energiesystemen verbundenen Vorteile deutlich zu demonstrieren. Somit ist er ein wichtiges Informationstool für den privaten Sektor und die Versorgungsindustrie.

Hannes Schwaiger | ctm
Weitere Informationen:
http://www.joanneum.ac.at/en/

Weitere Berichte zu: Biomasse Brennstoff Energiequelle Energiesystem Treibhausgas

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Using hydrogen, methane and methanol to reduce CO2 emissions
19.09.2018 | Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

nachricht Patentierte Nanostruktur für Solarzellen: Raue Optik, glatte Oberfläche
17.09.2018 | Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wie Magnetismus entsteht: Elektronen stärker verbunden als gedacht

Wieso sind manche Metalle magnetisch? Diese einfache Frage ist wissenschaftlich gar nicht so leicht fundiert zu beantworten. Das zeigt eine aktuelle Arbeit von Wissenschaftlern des Forschungszentrums Jülich und der Universität Halle. Den Forschern ist es zum ersten Mal gelungen, in einem magnetischen Material, in diesem Fall Kobalt, die Wechselwirkung zwischen einzelnen Elektronen sichtbar zu machen, die letztlich zur Ausbildung der magnetischen Eigenschaften führt. Damit sind erstmals genaue Einblicke in den elektronischen Ursprung des Magnetismus möglich, die vorher nur auf theoretischem Weg zugänglich waren.

Für ihre Untersuchung nutzten die Forscher ein spezielles Elektronenmikroskop, das das Forschungszentrum Jülich am Elettra-Speicherring im italienischen Triest...

Im Focus: Erstmals gemessen: Wie lange dauert ein Quantensprung?

Mit Hilfe ausgeklügelter Experimente und Berechnungen der TU Wien ist es erstmals gelungen, die Dauer des berühmten photoelektrischen Effekts zu messen.

Es war eines der entscheidenden Experimente für die Quantenphysik: Wenn Licht auf bestimmte Materialien fällt, werden Elektronen aus der Oberfläche...

Im Focus: Scientists present new observations to understand the phase transition in quantum chromodynamics

The building blocks of matter in our universe were formed in the first 10 microseconds of its existence, according to the currently accepted scientific picture. After the Big Bang about 13.7 billion years ago, matter consisted mainly of quarks and gluons, two types of elementary particles whose interactions are governed by quantum chromodynamics (QCD), the theory of strong interaction. In the early universe, these particles moved (nearly) freely in a quark-gluon plasma.

This is a joint press release of University Muenster and Heidelberg as well as the GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt.

Then, in a phase transition, they combined and formed hadrons, among them the building blocks of atomic nuclei, protons and neutrons. In the current issue of...

Im Focus: Der Truck der Zukunft

Lastkraftwagen (Lkw) sind für den Gütertransport auch in den kommenden Jahrzehnten unverzichtbar. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der Technischen Universität München (TUM) und ihre Partner haben ein Konzept für den Truck der Zukunft erarbeitet. Dazu zählen die europaweite Zulassung für Lang-Lkw, der Diesel-Hybrid-Antrieb und eine multifunktionale Fahrerkabine.

Laut der Prognose des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur wird der Lkw-Güterverkehr bis 2030 im Vergleich zu 2010 um 39 Prozent steigen....

Im Focus: Extrem klein und schnell: Laser zündet heißes Plasma

Feuert man Lichtpulse aus einer extrem starken Laseranlage auf Materialproben, reißt das elektrische Feld des Lichts die Elektronen von den Atomkernen ab. Für Sekundenbruchteile entsteht ein Plasma. Dabei koppeln die Elektronen mit dem Laserlicht und erreichen beinahe Lichtgeschwindigkeit. Beim Herausfliegen aus der Materialprobe ziehen sie die Atomrümpfe (Ionen) hinter sich her. Um diesen komplexen Beschleunigungsprozess experimentell untersuchen zu können, haben Forscher aus dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) eine neuartige Diagnostik für innovative laserbasierte Teilchenbeschleuniger entwickelt. Ihre Ergebnisse erscheinen jetzt in der Fachzeitschrift „Physical Review X“.

„Unser Ziel ist ein ultrakompakter Beschleuniger für die Ionentherapie, also die Krebsbestrahlung mit geladenen Teilchen“, so der Physiker Dr. Thomas Kluge vom...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

12. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

20.09.2018 | Veranstaltungen

Gesundheitstipps und ein virtueller Tauchgang zu Korallenriffen

20.09.2018 | Veranstaltungen

Internationale Experten der Orthopädietechnik tagen in Göttingen

19.09.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Nervenzellen im menschlichen Gehirn können „zählen“

21.09.2018 | Biowissenschaften Chemie

CT45 – ein Schlüssel zum langfristigen Überleben beim Eierstockkrebs

21.09.2018 | Biowissenschaften Chemie

Einbahnstraße für das Salz

21.09.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics