Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Stiftung förderte Kälte aus Wärme

14.04.2005


An der Fachhochschule Gelsenkirchen wurde ein Entwicklungsprojekt zur Erzeugung von Kälte aus Wärme erfolgreich abgeschlossen. Die Pilotanlage dazu steht im Gladbecker Innovationszentrum Wiesenbusch. Technisch neues Verfahren für Kleinkühlanlagen auf der Basis einer Ammoniak-Wasser-Absorptionskältemaschine war der Stiftung "Zukunft NRW" der "WestLB" in Düsseldorf eine runde viertel Million Euro wert.

... mehr zu:
»Kälte »Kühlung »Wärme

Was die Ägypter vor 5000 Jahren schon wussten und was im 19. Jahrhundert im Laborexperiment als machbar bewiesen wurde, was aber auch im 21. Jahrhundert noch nicht für kleine Kühlanlagen funktionierte, das hat ein Team um Prof. Dr. Rainer Braun an der Fachhochschule Gelsenkirchen jetzt in einem Entwicklungsprojekt geschafft: aus Sonne oder aus Abwärme wird Kälte erzeugt, beispielsweise für die Kühlung von Gebäuden oder von Lebensmitteln. Dass das Know-how für diese neue Technik weltweit einen bedeutenden Markt haben kann, erkannte die Stiftung "Zukunft NRW" der "WestLB AG" schnell und förderte die Entwicklungsarbeiten in Gelsenkirchen sowie im Gladbecker Innovationszentrum-Wiesenbusch mit insgesamt rund 260.000 Euro. "Welche Bedeutung die Kühlung von Gebäuden und insbesondere die Kühlung von Lebensmitteln rings um den Äquator hat, leuchtet unmittelbar ein. Wenn Nordrhein-Westfalen eine solche umwelt- und ressourcenschonende Technik, die zudem unabhängig vom Stromnetz ist, dorthin exportieren kann, dann hilft das auch unserer Wirtschaft und entspricht damit exakt unserem Stiftungsziel mit einzelnen Fördermaßnahmen einen ergänzenden Beitrag für die positive Zukunftsentwicklung des Landes Nordrhein-Westfalen zu leisten", erläutert Dr. Joachim Minnemann, Mitglied des Stiftungsvorstandes.

Aus den Laborschuhen ist das Projekt jetzt ’rausgewachsen. Die Pilotanlage haben Braun und seine Mitarbeiter im Innovationszentrum Wiesenbusch in Gladbeck installiert. Noch in diesem Jahr soll die nächste Stufe, die Prototypanlage, fertig sein. Diese kann dann von einem Unternehmen, das in den nächsten Monaten dazu extra gegründet wird, vermarktet werden. Bei der Vermarktung mitmachen will voraussichtlich auch ein marokkanisches Institut, mit dem die Hochschule über eine Kooperation verbunden ist. Interesse an einer Referenzanlage hat außerdem ein deutscher Landwirt im Raum Düsseldorf, der mit Hilfe der Abwärme seines biogasbetriebenen Blockheizkraftwerkes die ganzjährig benötigte Kälte zur Verfügung hat, um seine Schweineställe zu kühlen und um Agrarerzeugnisse bis zum Verkauf frisch zu halten.


Ihr Ansprechpartner für weitere Informationen:

Prof. Dr. Rainer Braun, Energie-Institut der Fachhochschule Gelsenkirchen, Telefon (0209) 9596-300, Telefax (0209) 9596-298, E-Mail rainer.braun@fh-gelsenkirchen.de

Dr. Barbara Laaser | idw
Weitere Informationen:
http://www.fh-gelsenkirchen.de

Weitere Berichte zu: Kälte Kühlung Wärme

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Vernetzte Beleuchtung: Weg mit dem blinden Fleck
18.07.2018 | Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

nachricht Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie
17.07.2018 | Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Im Focus: Was passiert, wenn wir das Atomgitter eines Magneten plötzlich aufheizen?

„Wir haben jetzt ein klares Bild davon, wie das heiße Atomgitter und die kalten magnetischen Spins eines ferrimagnetischen Nichtleiters miteinander ins Gleichgewicht gelangen“, sagt Ilie Radu, Wissenschaftler am Max-Born-Institut in Berlin. Das internationale Forscherteam fand heraus, dass eine Energieübertragung sehr schnell stattfindet und zu einem neuartigen Zustand der Materie führt, in dem die Spins zwar heiß sind, aber noch nicht ihr gesamtes magnetisches Moment verringert haben. Dieser „Spinüberdruck“ wird durch wesentlich langsamere Prozesse abgebaut, die eine Abgabe von Drehimpuls an das Gitter ermöglichen. Die Forschungsergebnisse sind jetzt in "Science Advances" erschienen.

Magnete faszinieren die Menschheit bereits seit mehreren tausend Jahren und sind im Zeitalter der digitalen Datenspeicherung von großer praktischer Bedeutung....

Im Focus: Erste Beweise für Quelle extragalaktischer Teilchen

Zum ersten Mal ist es gelungen, die kosmische Herkunft höchstenergetischer Neutrinos zu bestimmen. Eine Forschungsgruppe um IceCube-Wissenschaftlerin Elisa Resconi, Sprecherin des Sonderforschungsbereichs SFB1258 an der Technischen Universität München (TUM), liefert ein wichtiges Indiz in der Beweiskette, dass die vom Neutrino-Teleskop IceCube am Südpol detektierten Teilchen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Galaxie in vier Milliarden Lichtjahren Entfernung stammen.

Um andere Ursprünge mit Gewissheit auszuschließen, untersuchte das Team um die Neutrino-Physikerin Elisa Resconi von der TU München und den Astronom und...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

Interdisziplinäre Konferenz: Diabetesforscher und Bioingenieure diskutieren Forschungskonzepte

13.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Vernetzte Beleuchtung: Weg mit dem blinden Fleck

18.07.2018 | Energie und Elektrotechnik

BIAS erhält Bremens größten 3D-Drucker für metallische Luffahrtkomponenten

18.07.2018 | Verfahrenstechnologie

Verminderte Hirnleistung bei schwachem Herz

18.07.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics