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Siemens hilft beim Energiesparen in den USA

11.01.2005


Siemens ist in den USA zu einem führenden Anbieter von Energiesparverträgen geworden. Vor dem Hintergrund steigender Energiekosten bieten die Gebäudetechnikspezialisten des Unternehmens erfolgsabhängige Verträge an, durch deren Umsetzung nach anfänglichen Investitionen massiv Strom und Heizung eingespart werden. Von diesem „Performance Contracting“ profitierten bereits etliche öffentliche Einrichtungen und Unternehmen.


College in den USA versorgt sich selbst mit Strom



So ist das Hudson Valley Community College im US-Bundesstaat New York seit kurzem unabhängig vom öffentlichen Stromnetz. Ingenieure von Siemens errichteten auf dem Campus vier Blockheizkraftwerke mit einer Leistung von insgesamt 4,2 Megawatt, die den gesamten Energiebedarf des Colleges mit rund 11.400 Schülern decken. Die Schulleitung rechnet damit, dass das Projekt in den nächsten 15 Jahren 1,3 Millionen Dollar einspart – verglichen mit den bisherigen Kosten. Die Siemens-Experten errichten nicht nur die Kraftwerke und kümmern sich um die Instandhaltung, sondern gewährleisten auch, dass die geplanten Einsparungen erreicht werden.



Insgesamt 17 Gebäude auf dem Campus werden mit der erzeugten Fernwärme geheizt. Drei der vier Kraftwerke werden mit Erdgas betrieben, das vierte nutzt das Deponiegas einer stillgelegten Mülldeponie. Das beim Verrottungsprozess entstehenden Methan wird über eine etwa einen Kilometer lange Pipeline zur Schule transportiert. Das Deponiegas ist ein umweltfreundlicher Energieträger. Seine Verbrennung entlastet die Atmosphäre von Methanemissionen aus alten Deponien. Methan trägt 20-mal mehr zum Treibhauseffekt bei als die gleiche Menge Kohlendioxid.

Blockheizkraftwerke, die in Europa seit Jahren etabliert sind, werden nun zunehmend in den USA gebaut. Auch die Oregon Health & Science University in Portland wird ein gasbefeuertes Kraftwerk von Siemens erhalten. Damit will die Universität einen großen Erweiterungsbau ab 2006 komplett mit Wärme versorgen und rund ein Drittel des im Gebäude benötigten Stroms erzeugen. Die Einsparung an fossilem Brennstoff soll etwa 40 Prozent betragen.

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens InnovationNews
Weitere Informationen:
http://www.hvcc.edu/

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