Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Laserstrahllöten und -schweißen für die Elektronikindustrie

25.11.2004


Sowohl Laserstrahllöten wie auch Laserstrahlschweißen sind für die Verbindung von Mikrobauteilen geeignet. Das Laserstrahllöten bietet jedoch einen wesentlichen Vorteil durch die ausreichende Reproduzierbarkeit der Ergebnisse.


Das Laserstrahllöten und -schweißen haben sich in den letzten Jahren als ergänzende Technologie zu den konventionellen Verfahren in der Elektronikfertigung entwickelt.


Insbesondere ermöglichen sie die Verbindung von Mikrobauteilen mit dreidimensionalen Substraten. Um das Potential der Laserbearbeitung voll auszunutzen, ist jedoch eine Optimierung der Verfahren notwendig. Deshalb hat das LZH in einem vom AiF unterstützten Projekt sowohl das Löten als auch das Mikroschweißen mit dem Laser verifiziert. Ein Hauptfaktor zur Beurteilung der Verfahren war die Reproduzierbarkeit der erzielten Ergebnisse.

Die Untersuchungen wurden mit Elektronikbauteilen von Projektpartnern und unter industriellen Bedingungen durchgeführt. Zum Löten wurde ein Diodenlaser und zum Mikroschweißen ein gepulster Nd:YAG-Laser verwendet. Für die Qualitätskontrolle und die Prozessüberwachung wurden Sensoren integriert, die während des Prozesses hinreichend Informationen über den Verlauf der Verbindungen liefern.


Untersuchungen zeigten, dass Verbindungen innerhalb bestimmter Parameter eine hohe Scher- und Zugfestigkeit aufweisen. Außerdem ist eine Korrelation zwischen der Qualität der erzeugten Verbindungen und der mit Hilfe der Überwachungssensoren detektierten Signale zu erkennen.

Es wurde bewiesen, dass beide Verfahren für die Verbindung der Mikrobauteile geeignet sind. Das Laserstrahllöten bietet jedoch einen wesentlichen Vorteil durch die ausreichende Reproduzierbarkeit der Ergebnisse. Dagegen wird in den nächsten Jahren das Mikroschweißen mit dem Laser mehr an Bedeutung gewinnen, da ab Juni 2006 in Europa ein Verbot zur Verwendung von bleihaltigen Loten in Kraft tritt.

Kontakt:
Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH)
Michael Botts
Hollerithallee 8
D-30419 Hannover
Tel.: +49 511 2788-151
Fax: +49 511 2788-100
E-Mail: bt@lzh.de

Michael Botts | idw
Weitere Informationen:
http://www.lzh.de

Weitere Berichte zu: Laserstrahllöten Löten Mikrobauteil Mikroschweißen

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Vernetzte Beleuchtung: Weg mit dem blinden Fleck
18.07.2018 | Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

nachricht Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie
17.07.2018 | Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Future electronic components to be printed like newspapers

A new manufacturing technique uses a process similar to newspaper printing to form smoother and more flexible metals for making ultrafast electronic devices.

The low-cost process, developed by Purdue University researchers, combines tools already used in industry for manufacturing metals on a large scale, but uses...

Im Focus: Rostocker Forscher entwickeln autonom fahrende Kräne

Industriepartner kommen aus sechs Ländern

Autonom fahrende, intelligente Kräne und Hebezeuge – dieser Ingenieurs-Traum könnte in den nächsten drei Jahren zur Wirklichkeit werden. Forscher aus dem...

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen

19.07.2018 | Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neue Anwendungen für Mikrolaser in der Quanten-Nanophotonik

20.07.2018 | Physik Astronomie

Need for speed: Warum Malaria-Parasiten schneller sind als die menschlichen Abwehrzellen

20.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Die Gene sind nicht schuld

20.07.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics