Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Meilenstein auf dem Weg zu einer hocheffizienten Kohleverstromung

10.11.2004


Im Verbundprojekt "Druckkohlenstaubfeuerung" (DKSF) - einem gemeinsamen Forschungsprojekt der Kraftwerksbetreiber STEAG AG, E.ON AG und Saar Energie AG - wurde erstmals der Gehalt an Aschepartikeln in Rauchgasen deutlich reduziert. Dadurch lassen sich künftig höhere Wirkungsgrade und geringere CO2-Emissionen im Kraftwerksbetrieb erreichen.

Dies gaben die Verbundpartner auf der "Druckflamm"-Tagung am 9. November in Dortmund bekannt. Aufgrund dieser Ergebnisse wurde die Förderung durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit um weitere zwei Jahre verlängert.

Grundlage für das DKSF-Projekt ist der Gas- und Dampfturbinenprozess in mit Erdgas befeuerten Anlagen. Diese Technik will man übertragen auf Gasturbinen, die mit Rauchgas aus der Kohleverbrennung betrieben werden. Zur praktischen Erprobung dient eine Versuchsanlage auf dem Gelände eines früheren STEAG-Kraftwerks in Dorsten.

Das Forschungsprojekt hatte dabei eine wichtige Hürde zu nehmen: Um den Wirkungsgrad im Kraftwerksprozess zu steigern, werden Rauchgase mit noch höheren Temperaturen (1400 Grad Celsius) und höherem Druck (16 bar) benötigt. Die Aschepartikel im Rauchgas dürfen jedoch nur minimale Durchmesser und Konzentrationen aufweisen, da sie sonst die Turbinenschaufeln beschädigen würden.

Diese Grenzwerte wurden nun in der Versuchsanlage erreicht: Messungen von unabhängigen Wissenschaftlern haben bestätigt, dass der Partikelgehalt im Rauchgas weniger als drei Milligramm pro Kubikmeter (mg/m3) beträgt. "Die Messergebnisse sind ein echter Durchbruch im Druckkohlenstaubfeuerungs-Projekt", erklärt Dr. Heinz Scholtholt, Vorstandsmitglied der STEAG AG. Diese Arbeiten sind ein weiterer Baustein zur Erhöhung des Wirkungsgrades bei der Erzeugung von Strom aus Steinkohle.

Das Forschungsprojekt wird im kommenden Jahr fortgesetzt. Derzeit arbeitet man an einer Abtrennung der gasförmigen Schadstoffanteile (Alkaliverbindungen) im Rauchgas. Es wird erwartet, dass auch hier die von den Gasturbinenherstellern gestellte Forderung eines Grenzwertes von 0,01 mg/Nm3 im nächsten Jahr erfüllt werden kann.

Zum "Druckflamm"-Statusseminar, das nicht zuletzt auf Anregung und mit Förderung des BMWA veranstaltet wird, treffen sich alle zwei Jahre rund 100 Vertreter von Hochschulen, Verbänden und Unternehmen, um ihre Forschungsergebnisse zu Projekten der kohlegefeuerten Gasturbinentechnik auszutauschen.

Weitere Dokumente wie die Begrüßungsrede von Dr. Heinz Scholtholt, Mitglied des Vorstands STEAG AG, den aktuellen Status des Verbundprojektes und Fotomaterial können ab 16.30 Uhr unter www.steag.de herunter geladen werden.

Dr. Peter Rzeznitzeck | STEAG AG

Weitere Berichte zu: Grenzwert Rauchgas Wirkungsgrad

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Optimierungspotenziale bei Kaminöfen
21.09.2018 | Technologie- und Förderzentrum im Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe (TFZ)

nachricht Using hydrogen, methane and methanol to reduce CO2 emissions
19.09.2018 | Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wie Magnetismus entsteht: Elektronen stärker verbunden als gedacht

Wieso sind manche Metalle magnetisch? Diese einfache Frage ist wissenschaftlich gar nicht so leicht fundiert zu beantworten. Das zeigt eine aktuelle Arbeit von Wissenschaftlern des Forschungszentrums Jülich und der Universität Halle. Den Forschern ist es zum ersten Mal gelungen, in einem magnetischen Material, in diesem Fall Kobalt, die Wechselwirkung zwischen einzelnen Elektronen sichtbar zu machen, die letztlich zur Ausbildung der magnetischen Eigenschaften führt. Damit sind erstmals genaue Einblicke in den elektronischen Ursprung des Magnetismus möglich, die vorher nur auf theoretischem Weg zugänglich waren.

Für ihre Untersuchung nutzten die Forscher ein spezielles Elektronenmikroskop, das das Forschungszentrum Jülich am Elettra-Speicherring im italienischen Triest...

Im Focus: Erstmals gemessen: Wie lange dauert ein Quantensprung?

Mit Hilfe ausgeklügelter Experimente und Berechnungen der TU Wien ist es erstmals gelungen, die Dauer des berühmten photoelektrischen Effekts zu messen.

Es war eines der entscheidenden Experimente für die Quantenphysik: Wenn Licht auf bestimmte Materialien fällt, werden Elektronen aus der Oberfläche...

Im Focus: Scientists present new observations to understand the phase transition in quantum chromodynamics

The building blocks of matter in our universe were formed in the first 10 microseconds of its existence, according to the currently accepted scientific picture. After the Big Bang about 13.7 billion years ago, matter consisted mainly of quarks and gluons, two types of elementary particles whose interactions are governed by quantum chromodynamics (QCD), the theory of strong interaction. In the early universe, these particles moved (nearly) freely in a quark-gluon plasma.

This is a joint press release of University Muenster and Heidelberg as well as the GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt.

Then, in a phase transition, they combined and formed hadrons, among them the building blocks of atomic nuclei, protons and neutrons. In the current issue of...

Im Focus: Der Truck der Zukunft

Lastkraftwagen (Lkw) sind für den Gütertransport auch in den kommenden Jahrzehnten unverzichtbar. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der Technischen Universität München (TUM) und ihre Partner haben ein Konzept für den Truck der Zukunft erarbeitet. Dazu zählen die europaweite Zulassung für Lang-Lkw, der Diesel-Hybrid-Antrieb und eine multifunktionale Fahrerkabine.

Laut der Prognose des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur wird der Lkw-Güterverkehr bis 2030 im Vergleich zu 2010 um 39 Prozent steigen....

Im Focus: Extrem klein und schnell: Laser zündet heißes Plasma

Feuert man Lichtpulse aus einer extrem starken Laseranlage auf Materialproben, reißt das elektrische Feld des Lichts die Elektronen von den Atomkernen ab. Für Sekundenbruchteile entsteht ein Plasma. Dabei koppeln die Elektronen mit dem Laserlicht und erreichen beinahe Lichtgeschwindigkeit. Beim Herausfliegen aus der Materialprobe ziehen sie die Atomrümpfe (Ionen) hinter sich her. Um diesen komplexen Beschleunigungsprozess experimentell untersuchen zu können, haben Forscher aus dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) eine neuartige Diagnostik für innovative laserbasierte Teilchenbeschleuniger entwickelt. Ihre Ergebnisse erscheinen jetzt in der Fachzeitschrift „Physical Review X“.

„Unser Ziel ist ein ultrakompakter Beschleuniger für die Ionentherapie, also die Krebsbestrahlung mit geladenen Teilchen“, so der Physiker Dr. Thomas Kluge vom...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

4. BF21-Jahrestagung „Car Data – Telematik – Mobilität – Fahrerassistenzsysteme – Autonomes Fahren – eCall – Connected Car“

21.09.2018 | Veranstaltungen

Forum Additive Fertigung: So gelingt der Einstieg in den 3D-Druck

21.09.2018 | Veranstaltungen

12. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

20.09.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Tiefseebergbau: Forschung zu Risiken und ökologischen Folgen geht weiter

21.09.2018 | Geowissenschaften

4. BF21-Jahrestagung „Car Data – Telematik – Mobilität – Fahrerassistenzsysteme – Autonomes Fahren – eCall – Connected Car“

21.09.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Optimierungspotenziale bei Kaminöfen

21.09.2018 | Energie und Elektrotechnik

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics