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Innovationen in der Praxis: Von der Feuerwehr bis zum Lamborghini

21.10.2004


Das Institut für Innovations-Transfer (ITI) an der Fachhochschule Hannover wurde am 21. Oktober 2004 offiziell eröffnet - Wirtschaftsstaatssekretär Joachim Werren: "Schnelle Umsetzung sichert Standort"


Wirtschaftsstaatssekretär Joachim Werren eröffnete am Donnerstag das Institut für Innovations-Transfer (ITI) an der Fachhochschule Hannover. Auftrags- und Verbundprojekte für kleine und mittlere Unternehmen werden in sechs Fachschwerpunkten von den hochqualifizierten Forschern umgesetzt. "Die schnelle Umsetzung der Ideen aus der Wirtschaft sichert Arbeitsplätze in den Firmen und stärkt die Wettbewerbsfähigkeit", sagte Werren. Damit werde Innovationsfähigkeit greifbar. "Alle Reden von Innovationen, Niedersachsen zeigt, was sich ganz konkret dahinter verbirgt."

Von neuen Mikrochips für Feuerwehrleute im Einsatz bis hin zum Luftkissenfahrzeug für Lamborghini reicht das Entwicklungsangebot des Instituts. "Wir stärken damit besonders die Unternehmen aus der Region, die sicher sein können, dass wir ihre Ideen zur Umsetzung bringen", sagte Professor Dr.-Ing. Thomas Elbel als Leiter des Instituts.


Die Schwerpunkte Prozesstechnik, Mikrosensorik, Integriertes Produkt-Design, Videosensorik, Embedded Systems und Kolbenmaschinen scheinen auf den ersten Blick sehr abstrakt. Die konkreten Projekte, die sich dahinter verbergen, halfen nicht nur Produkte wettbewerbsfähiger herzustellen, sie können auch Leben retten. So etwa der Infrarot-Herz-Pulsmesser, der zum Beispiel für Feuerwehrleute entwickelt wird. Bisher werden diese Geräte in Rettungswagen eingesetzt, um eine schnelle Diagnose vom Patienten zu bekommen. Dazu durfte dieser aber nicht bewegt werden. Mit der neuen Entwicklung kann über einen Mikrochip auf der Haut in jeder Situation die Puls- und Herzfrequenz übermittelt werden. Dies kann besonders bei der Feuerwehr Leben retten. Untersuchungen haben gezeigt, dass viele Feuerwehrleute bis weit über die eigene Belastungsgrenze im Einsatz sind. Hier kann die Leitstelle sofort reagieren, wenn die Retter kritische Werte erreichen. "Der Chip wird zum Retter für die Retter", so Werren.

Durch die Zusammenarbeit mit dem Institut lassen sich für alle Unternehmen erhebliche Entwicklungskosten sparen. Bei der Eröffnung wurde die Entwicklung eines Modells für ein Luftkissenfahrzeug für Lamborghini vorgestellt. Im Modell 1:5 greifbar und im Rechner bereits voll funktionsfähig kann das Hovercraft vom Unternehmen bis zum Produkt weiter entwickelt werden. Ob dieses Modell etwa für Hollywood oder gar für die Serienproduktion eingesetzt wird, entscheidet der Auftraggeber. Damit wird das Kostenrisiko für Unternehmen drastisch reduziert. Hiervon profitieren besonders kleine und mittlere Betriebe.

Das Land hat die Einrichtung des Instituts mit 80.000 Euro unterstützt.

Dagmar Thomsen M.A. | idw
Weitere Informationen:
http://www.fh-hannover.de/de/pp/service/aktuelles/presseinfos/02628/index.html
http://www.fh-hannover.de/de/organisation/OE/ITI/
http://www.fh-hannover.de/de/pp/bilder/events/bildarchiv_20041020_10/index.html

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