Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Der Einsatz von Magneten in Windturbinengeneratoren

28.09.2004


Windturbinen sind höchst fortschrittliche technische Anlagen. Auf den ersten Blick wirken sie wie bloße Flügel, die sich anmutig im Wind drehen, tatsächlich sind die Dinge jedoch weitaus komplizierter. Teil der neuesten Entwicklungsversuche ist die Herstellung effizienterer und noch dazu geräuschärmerer Turbinengeneratoren.


Das Streben nach der Verbesserung von Windturbinen wird von der Notwendigkeit vorangetrieben, die globale Produktion sauberer Energiesysteme noch nutzbringender zu gestalten. Um dies zu erreichen, ist eine Kostenreduktion unerlässlich. Darüber hinaus wird ein effizienteres System benötigt, was wiederum die Minimierung des Lärmpegels erforderlich machen würde insbesondere bei der partiellen Tragfähigkeit der Turbinen. Zu weiteren erforderlichen Verbesserungen gehören eine hohe Teilleistungslast zu niedrigen Kosten, eine kompakte, leichte und attraktive Außenkonstruktion sowie die Unterstützung schwacher Stromnetze durch das moderne Konverterkontroll-Konzept. Mit diesen Zielen wurde die anfängliche Forschungsphase des EU-Projektes PERMAGWIT eingeleitet.

Die Forschung ergab zahlreiche bedeutende Fortschritte. Zu den beeindruckendsten zählen der Wegfall des Getriebes und der Einsatz von Dauermagneten. Dies führt zu einer gesteigerten Teilleistungslast und infolgedessen zu einer erhöhten Energieproduktion. Zudem besitzen Neodym-Eisen-Bor-Magnete sowohl eine bessere magnetische Qualität als auch eine hohe chemische Stabilität, was für eine langfristige Betriebssicherheit von großer Bedeutung ist. Aufgrund des Außenrotor-Konzeptes ist ein weiterer Vorteil, dass die Magnete auf natürliche Weise vom Wind gekühlt werden können.


Darüber hinaus führte dieses Außenrotor-Konzept durch eine Erhöhung des Luftspaltdurchmessers zur Reduktion von Umfang und Gewicht des Generators. Zudem ist das Generatorgehäuse ein vollständig abgeschlossenes Konstrukt zur Vermeidung von Isolationsproblemen in Verbindung mit Statorwicklung und Korrosion der Magnete. Die Gesamtinduktivität des Generators wurde durch optimierte Polgeometrie ebenfalls reduziert. Dies führte zu einem verminderten Polradwinkel und einem gesteigerten Leistungsfaktor.

Da Windturbinen hochtechnisierte Systeme sind, kann die Änderung eines Konstruktionsaspektes in einigen Fällen die Änderung anderer Bestandteile erforderlich machen. Das war auch beim PERMAGWIT-Projekt der Fall, dessen Entwicklungen nicht notwendigerweise die Antwort auf alle die Windturbinen betreffenden Probleme sein können, aber zumindest geht dieser Ansatz in die richtige Richtung.

Thomas Hartkopf | ctm
Weitere Informationen:
http://www.tu-darmstadt.de

Weitere Berichte zu: Außenrotor-Konzept Magnet Teilleistungslast Windturbine

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Vernetzte Beleuchtung: Weg mit dem blinden Fleck
18.07.2018 | Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

nachricht Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie
17.07.2018 | Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Future electronic components to be printed like newspapers

A new manufacturing technique uses a process similar to newspaper printing to form smoother and more flexible metals for making ultrafast electronic devices.

The low-cost process, developed by Purdue University researchers, combines tools already used in industry for manufacturing metals on a large scale, but uses...

Im Focus: Rostocker Forscher entwickeln autonom fahrende Kräne

Industriepartner kommen aus sechs Ländern

Autonom fahrende, intelligente Kräne und Hebezeuge – dieser Ingenieurs-Traum könnte in den nächsten drei Jahren zur Wirklichkeit werden. Forscher aus dem...

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen

19.07.2018 | Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neue Anwendungen für Mikrolaser in der Quanten-Nanophotonik

20.07.2018 | Physik Astronomie

Need for speed: Warum Malaria-Parasiten schneller sind als die menschlichen Abwehrzellen

20.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Die Gene sind nicht schuld

20.07.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics