Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Einweihung der ersten E-40 in Litauen

14.06.2004


EU will „saubere” Mitgliedstaaten


Seit dem 1. Mai ist Litauen Mitglied der Europäischen Union. Das hat Konsequenzen fur die Energieversorgung. Litauen bezieht 80 Prozent seiner benötigten Energie aus zwei Atomkraftwerken in Ignalina. Die beiden Kraftwerke vom Typ RBMK-1500 sind von der gleichen fehlerhaften Bauart wie der Reaktor, der 1986 in Tschernobyl einen atomaren Super-Gau verursacht hat. Darüber hinaus liegen sie geografischtektonisch ungünstig. Entsprechend hat sich die EU mit dem neuen Mitgliedspartner auf die Abschaltung der Kraftwerke für 2005 und 2009 geeinigt.

Litauen muss damit aber die Energieversorgung des Landes neu gestalten. Mit der Errichtung einer Windenergieanlage des Typs E-40 (600 kW) bei Palanga wurde jetzt ein erster Schritt in die richtige Richtung unternommen. Dieser entscheidende Einstieg in die Nutzung regenerativer Energien wurde von Vertretern des Wirtschafts- und Umweltministeriums durch ihre Teilnahme an der offiziellen Einweihungsfeier gewürdigt. Anwesend waren darüber hinaus ENERCON Geschaftsführer Aloys Wobben sowie Vertreter des Bistums Magdeburg, welches als Partnerbistum vom litauischen Kaisyadors und Mitbetreiber der E-40 stark in das Projekt involviert ist.


Die Kirche als Windpark- Betreiber: Die GERO AG ist Eigentum des Bistums Magdeburg, sie halt 80 Prozent der litauischen Tochter Dalis GERO, der wiederum diese erste kommerziell betriebene Windenergieanlage Litauens gehört.

In nächster Zukunft wird es noch einige Windprojekte in Litauen geben, denn die Regierung hat sich verpflichtet, bis zum Jahr 2010 170 MW an Windenergie aufzubauen. Wenn man bedenkt, dass mit der Abschaltung der Kernkraftwerke 80 Prozent der Energie entfallen, dann sind 170 MW nicht viel. Mit der E-40 werden wir zeigen, dass die Windenergie ihren Zweck erfüllt”, meint ENERCON Projektmanager Peter Klessascheck. Die Anlage auf 78 m Nabenhohe wird bei durchschnittlichem Wind von 6,4 m/s auf 40 m einen Ertrag von voraussichtlich 1,4 Mio. kWh im Jahr machen.

Litauen wird mit Abschaltung der Kernkraftwerke nicht länger Energie exportieren können, sondern im Gegenteil neben dem Ausbau regenerativer Energien auf die Effektivitatssteigerung fossiler Kraftwerke fur den eigenen Bedarf angewiesen sein.

Nicole Weinhold | Enercon GmbH
Weitere Informationen:
http://www.enercon.de

Weitere Berichte zu: E-40 Kraftwerk Litauen Windenergieanlage

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Optimierungspotenziale bei Kaminöfen
21.09.2018 | Technologie- und Förderzentrum im Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe (TFZ)

nachricht Using hydrogen, methane and methanol to reduce CO2 emissions
19.09.2018 | Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wie Magnetismus entsteht: Elektronen stärker verbunden als gedacht

Wieso sind manche Metalle magnetisch? Diese einfache Frage ist wissenschaftlich gar nicht so leicht fundiert zu beantworten. Das zeigt eine aktuelle Arbeit von Wissenschaftlern des Forschungszentrums Jülich und der Universität Halle. Den Forschern ist es zum ersten Mal gelungen, in einem magnetischen Material, in diesem Fall Kobalt, die Wechselwirkung zwischen einzelnen Elektronen sichtbar zu machen, die letztlich zur Ausbildung der magnetischen Eigenschaften führt. Damit sind erstmals genaue Einblicke in den elektronischen Ursprung des Magnetismus möglich, die vorher nur auf theoretischem Weg zugänglich waren.

Für ihre Untersuchung nutzten die Forscher ein spezielles Elektronenmikroskop, das das Forschungszentrum Jülich am Elettra-Speicherring im italienischen Triest...

Im Focus: Erstmals gemessen: Wie lange dauert ein Quantensprung?

Mit Hilfe ausgeklügelter Experimente und Berechnungen der TU Wien ist es erstmals gelungen, die Dauer des berühmten photoelektrischen Effekts zu messen.

Es war eines der entscheidenden Experimente für die Quantenphysik: Wenn Licht auf bestimmte Materialien fällt, werden Elektronen aus der Oberfläche...

Im Focus: Scientists present new observations to understand the phase transition in quantum chromodynamics

The building blocks of matter in our universe were formed in the first 10 microseconds of its existence, according to the currently accepted scientific picture. After the Big Bang about 13.7 billion years ago, matter consisted mainly of quarks and gluons, two types of elementary particles whose interactions are governed by quantum chromodynamics (QCD), the theory of strong interaction. In the early universe, these particles moved (nearly) freely in a quark-gluon plasma.

This is a joint press release of University Muenster and Heidelberg as well as the GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt.

Then, in a phase transition, they combined and formed hadrons, among them the building blocks of atomic nuclei, protons and neutrons. In the current issue of...

Im Focus: Der Truck der Zukunft

Lastkraftwagen (Lkw) sind für den Gütertransport auch in den kommenden Jahrzehnten unverzichtbar. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der Technischen Universität München (TUM) und ihre Partner haben ein Konzept für den Truck der Zukunft erarbeitet. Dazu zählen die europaweite Zulassung für Lang-Lkw, der Diesel-Hybrid-Antrieb und eine multifunktionale Fahrerkabine.

Laut der Prognose des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur wird der Lkw-Güterverkehr bis 2030 im Vergleich zu 2010 um 39 Prozent steigen....

Im Focus: Extrem klein und schnell: Laser zündet heißes Plasma

Feuert man Lichtpulse aus einer extrem starken Laseranlage auf Materialproben, reißt das elektrische Feld des Lichts die Elektronen von den Atomkernen ab. Für Sekundenbruchteile entsteht ein Plasma. Dabei koppeln die Elektronen mit dem Laserlicht und erreichen beinahe Lichtgeschwindigkeit. Beim Herausfliegen aus der Materialprobe ziehen sie die Atomrümpfe (Ionen) hinter sich her. Um diesen komplexen Beschleunigungsprozess experimentell untersuchen zu können, haben Forscher aus dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) eine neuartige Diagnostik für innovative laserbasierte Teilchenbeschleuniger entwickelt. Ihre Ergebnisse erscheinen jetzt in der Fachzeitschrift „Physical Review X“.

„Unser Ziel ist ein ultrakompakter Beschleuniger für die Ionentherapie, also die Krebsbestrahlung mit geladenen Teilchen“, so der Physiker Dr. Thomas Kluge vom...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

4. BF21-Jahrestagung „Car Data – Telematik – Mobilität – Fahrerassistenzsysteme – Autonomes Fahren – eCall – Connected Car“

21.09.2018 | Veranstaltungen

Forum Additive Fertigung: So gelingt der Einstieg in den 3D-Druck

21.09.2018 | Veranstaltungen

12. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

20.09.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Tiefseebergbau: Forschung zu Risiken und ökologischen Folgen geht weiter

21.09.2018 | Geowissenschaften

4. BF21-Jahrestagung „Car Data – Telematik – Mobilität – Fahrerassistenzsysteme – Autonomes Fahren – eCall – Connected Car“

21.09.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Optimierungspotenziale bei Kaminöfen

21.09.2018 | Energie und Elektrotechnik

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics