Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Geeigneter Treibstoff für Motoren der Zukunft" in greifbarer Nähe?

03.03.2004


Firma Solvent Innovation (Köln) entwickelt neues Verfahren zur Tiefentschwefelung von Dieselöl - DBU fördert mit fast 300.000 Euro



Schwefeldioxid und Salpetersäure sind "Teufelszeug": Bei der Verbrennung beispielsweise von Öl werden diese Gase als ungeliebtes Nebenprodukt in die Luft geblasen, sinken vermischt mit Wasser als saurer Regen wieder auf die Erde und sind wesentlich verantwortlich für das Waldsterben. Die Firma Solvent Innovation aus Köln will dieses Teufelszeug nun bei den Hörnern packen: Mit finanzieller Hilfe der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU, Osnabrück) will sie ein neues Verfahren entwickeln, das Dieselöl wirkungsvoller und umweltschonender entschwefelt, dadurch weniger Ruß produziert und Energie spart und somit "ein geeigneter Treibstoff für die Motoren der Zukunft" sein kann, wie es DBU-Generalsekretär Dr. Fritz Brickwedde formuliert. Die DBU fördert das Projekt, an dem auch noch weitere Partner beteiligt sind, mit knapp 300.000 Euro.

... mehr zu:
»DBU »Dieselöl »Lösungsmittel »Treibstoff


Mit "grünem Lösungsmittel" Schwefelkonzentration deutlich drücken

Stand der Technik zur Entschwefelung von Dieselöl ist die HDS-Technik (Hydrodesulfurization). Mit ihr gelingt es, Schwefel bis zu einer Konzentration von drei Zehntausendstel zu entfernen. Niedrigere Konzentrationen zu erreichen, bedeutet heute noch einen überverhältnismäßigen Aufwand an Energie. Mithilfe spezieller Salze, sogenannte ionischen Flüssigkeiten, in der Fachwelt als "grüne Lösungsmittel" tituliert, will Solvent Innovation die Schwefelkonzentration auf deutlich unter ein Hunderttausendstel drücken. Brickwedde: "Eine Chance, ein innovatives und umweltschonendes Verfahren zu entwickeln, das Modellcharakter besitzt und weltweit verbreitet werden kann."

Im Sinne einer nachhaltigen Chemie Rohstoffe schonen

Im Sinne einer nachhaltigen Chemie, die Rohstoffe schont und gesundheitsgefährdende Stoffe und damit Unfall- und Umweltrisiken verringert, bestehe berechtigte Aussicht, die herkömmliche HDS-Technik bei der Tiefentschwefelung von Dieselöl abzulösen. Die Prozesssicherheit könne erhöht, ein "wesentlicher Beitrag zur Luftverbesserung" geleistet werden. Brickwedde: "Auch wenn der Ausstoß von Schwefeldioxid in Deutschland von rund 3,7 Millionen Tonnen im Jahre 1970 auf etwa eine Million Tonnen im Jahre 1990 zurückgegangen ist, ist es von hohem umweltpolitischen Interesse, diese Zahl deutlich und weiter zu verringern."

Ansprechpartner zum Projekt: Dr. Marc Uerdingen, Telefon: 0221/716611-0, Telefax: 0221/716611-99, E-Mail: marc.uerdingen@solvent-innovation.com

| DBU
Weitere Informationen:
http://www.dbu.de/press/artikel845.html

Weitere Berichte zu: DBU Dieselöl Lösungsmittel Treibstoff

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Rostocker Forscher testen neue Generation von Offshore-Windenergie-Anlagen
16.07.2018 | Universität Rostock

nachricht Auf dem Weg zu neuen Leistungstransistoren
11.07.2018 | Paul Scherrer Institut (PSI)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Was passiert, wenn wir das Atomgitter eines Magneten plötzlich aufheizen?

„Wir haben jetzt ein klares Bild davon, wie das heiße Atomgitter und die kalten magnetischen Spins eines ferrimagnetischen Nichtleiters miteinander ins Gleichgewicht gelangen“, sagt Ilie Radu, Wissenschaftler am Max-Born-Institut in Berlin. Das internationale Forscherteam fand heraus, dass eine Energieübertragung sehr schnell stattfindet und zu einem neuartigen Zustand der Materie führt, in dem die Spins zwar heiß sind, aber noch nicht ihr gesamtes magnetisches Moment verringert haben. Dieser „Spinüberdruck“ wird durch wesentlich langsamere Prozesse abgebaut, die eine Abgabe von Drehimpuls an das Gitter ermöglichen. Die Forschungsergebnisse sind jetzt in "Science Advances" erschienen.

Magnete faszinieren die Menschheit bereits seit mehreren tausend Jahren und sind im Zeitalter der digitalen Datenspeicherung von großer praktischer Bedeutung....

Im Focus: Erste Beweise für Quelle extragalaktischer Teilchen

Zum ersten Mal ist es gelungen, die kosmische Herkunft höchstenergetischer Neutrinos zu bestimmen. Eine Forschungsgruppe um IceCube-Wissenschaftlerin Elisa Resconi, Sprecherin des Sonderforschungsbereichs SFB1258 an der Technischen Universität München (TUM), liefert ein wichtiges Indiz in der Beweiskette, dass die vom Neutrino-Teleskop IceCube am Südpol detektierten Teilchen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Galaxie in vier Milliarden Lichtjahren Entfernung stammen.

Um andere Ursprünge mit Gewissheit auszuschließen, untersuchte das Team um die Neutrino-Physikerin Elisa Resconi von der TU München und den Astronom und...

Im Focus: First evidence on the source of extragalactic particles

For the first time ever, scientists have determined the cosmic origin of highest-energy neutrinos. A research group led by IceCube scientist Elisa Resconi, spokesperson of the Collaborative Research Center SFB1258 at the Technical University of Munich (TUM), provides an important piece of evidence that the particles detected by the IceCube neutrino telescope at the South Pole originate from a galaxy four billion light-years away from Earth.

To rule out other origins with certainty, the team led by neutrino physicist Elisa Resconi from the Technical University of Munich and multi-wavelength...

Im Focus: Magnetische Wirbel: Erstmals zwei magnetische Skyrmionenphasen in einem Material entdeckt

Erstmals entdeckte ein Forscherteam in einem Material zwei unabhängige Phasen mit magnetischen Wirbeln, sogenannten Skyrmionen. Die Physiker der Technischen Universitäten München und Dresden sowie von der Universität zu Köln können damit die Eigenschaften dieser für Grundlagenforschung und Anwendungen gleichermaßen interessanten Magnetstrukturen noch eingehender erforschen.

Strudel kennt jeder aus der Badewanne: Wenn das Wasser abgelassen wird, bilden sie sich kreisförmig um den Abfluss. Solche Wirbel sind im Allgemeinen sehr...

Im Focus: Neue Steuerung der Zellteilung entdeckt

Wenn eine Zelle sich teilt, werden sämtliche ihrer Bestandteile gleichmässig auf die Tochterzellen verteilt. UZH-Forschende haben nun ein Enzym identifiziert, das sicherstellt, dass auch Zellbestandteile ohne Membran korrekt aufgeteilt werden. Ihre Entdeckung eröffnet neue Möglichkeiten für die Behandlung von Krebs, neurodegenerative Krankheiten, Alterungsprozessen und Virusinfektionen.

Man kennt es aus der Küche: Werden Aceto balsamico und Olivenöl miteinander vermischt, trennen sich die beiden Flüssigkeiten. Runde Essigtropfen formen sich,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Interdisziplinäre Konferenz: Diabetesforscher und Bioingenieure diskutieren Forschungskonzepte

13.07.2018 | Veranstaltungen

Conference on Laser Polishing – LaP: Feintuning für Oberflächen

12.07.2018 | Veranstaltungen

Materialien für eine Nachhaltige Wasserwirtschaft – MachWas-Konferenz in Frankfurt am Main

11.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Mister Raney bekommt Konkurrenz - Ein neuer Katalysator auf Nickel-Basis nutzt Nano-Strukturen

16.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Was passiert, wenn wir das Atomgitter eines Magneten plötzlich aufheizen?

16.07.2018 | Physik Astronomie

Rostocker Forscher testen neue Generation von Offshore-Windenergie-Anlagen

16.07.2018 | Energie und Elektrotechnik

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics