Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neue Wärmetauscher mit besserer Wärmeübertragung

23.04.2003


Seit über 100 Jahren hat sich an den grundlegenden Verfahren der Entwicklung von Wärmetauschern nichts geändert. Jetzt allerdings hat ein innovatives Unternehmen aus Großbritannien einen neuen und radikalen Anlauf unternommen, der mit den herkömmlichen Überzeugungen bricht. So wurden bedeutende Verbesserungen der Wärmetauscherleistungen erzielt.


Das klassische Funktionsprinzip von Wärmetauschern beruht auf der Regulierung der Wärmeübertragungskapazität über die Temperatur. Erreicht wird dies durch Verändern der Menge oder der Temperatur des Wärmeübertragungsfluids, das durch den Wärmetauscher strömt. Bei solchen Systemen sind die Wärmeübergangsflächen unveränderlich, so dass als wesentliche Regulierungsmechanismen nur die Temperatur und die Durchflussmenge des Wärmeübertragungsfluids bleiben.

Beim Unternehmen erkannte man, dass diese konventionellen Konstruktionen mit allzu vielen Einschränkungen für den Wirkungsgrad von Wärmeübertragungseinrichtungen verbunden sind. Deshalb basiert das neue Prinzip auf dem Konzept einer variablen Wärmeübergangsfläche, bei der die wirksame Wärmeübergangsfläche verändert und so der Wärmeübertragungsgrad reguliert wird. Somit wurde die variable Wärmeübertragung zum entscheidenden Regelungsparameter für den innovativen Satzreaktor/Wärmetauscher.


Dieser Wärmetauscher mit variabler Wärmeübertragung ist für die chemische, pharmazeutische und Lebensmittelverarbeitungs-Industrien von besonderer Bedeutung. Zu den Hauptvorteilen dieser Technologie gehört eine schnelle und stabile Temperaturregelung mit einer Kalorimetrie, die unabhängig von der Größenordnung des Prozesses und der zu handhabenden Wärmekapazität ist und das bedienerfreundliche Einstellen einer wohldefinierten Wärmeströmung gestattet. Im Vergleich zu den sieben Einzelelementen in herkömmlichen Wärmetauschern weist der gebaute Prototyp 120 unabhängige Wärmeübertragungselemente auf.

Bei den heute vorherrschenden Wärmetauschern konventioneller Bauart ist man gezwungen, sich für bestimmte konstruktive Optimierungsmöglichkeiten zu entscheiden und bei anderen wiederum Abstriche zu machen. Die neu entwickelte Technologie dagegen bietet drei vorteilhafte Eigenschaften gleichzeitig. Hierzu gehören eine verbesserte Qualität und Wärmeausbeute bei effizienterer Ausnutzung chemischer Reagenzien, ein unkritischerer Ablauf exothermer Reaktionen und geringere Abmessungen bei einem höheren energetischen Wirkungsgrad. Diese neue Technologie ist in Batch-, Kreis- und Fließprozessen anwendbar und eignet sich für Anwendungen mit Volumina von weniger als einem Liter bis über 100.000 Litern. Daneben kann sie auch zur Nachrüstung vorhandener Wärmetauscher und für Neukonstruktionen genutzt werden.

Für den skalierbaren Wärmetauscher sucht das Unternehmen derzeit Industriepartner aus der Polymerchemie und der organischen Chemie, mit deren Unterstützung der Prototyp weiter entwickelt und genutzt werden kann.

Kontakt

REYNOLDS, David

St. John’s Innovation Centre Ltd.
Cowley Road
CB4 0WS
Cambridge
UNITED KINGDOM
Tel: +44-1223-422220
Fax: +44-1223-420844
E-Mail: dreynolds@stjohns.co.uk

| Cordis Technologie-Marktplatz
Weitere Informationen:
http://www.stjohns.co.uk/eeirc

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Vernetzte Beleuchtung: Weg mit dem blinden Fleck
18.07.2018 | Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

nachricht Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie
17.07.2018 | Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Future electronic components to be printed like newspapers

A new manufacturing technique uses a process similar to newspaper printing to form smoother and more flexible metals for making ultrafast electronic devices.

The low-cost process, developed by Purdue University researchers, combines tools already used in industry for manufacturing metals on a large scale, but uses...

Im Focus: Rostocker Forscher entwickeln autonom fahrende Kräne

Industriepartner kommen aus sechs Ländern

Autonom fahrende, intelligente Kräne und Hebezeuge – dieser Ingenieurs-Traum könnte in den nächsten drei Jahren zur Wirklichkeit werden. Forscher aus dem...

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen

19.07.2018 | Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neue Anwendungen für Mikrolaser in der Quanten-Nanophotonik

20.07.2018 | Physik Astronomie

Need for speed: Warum Malaria-Parasiten schneller sind als die menschlichen Abwehrzellen

20.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Die Gene sind nicht schuld

20.07.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics