Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Pilotanlage zur Herstellung von Membran-Elektroden-Einheiten für Brennstoffzellen in Betrieb

05.09.2002


Gemeinsam mit dem Hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch nahm die Celanese AG am 2. September die weltweit einmalige Pilotanlage für Hochtemperatur Membran-Elektroden-Einheiten (MEE) für Brennstoffzellen in Betrieb. Mit ihr wird Celanese ihre Brennstoffzellen-Technologie weiterentwickeln, die Herstellverfahren optimieren und den schnell wachsenden Markt bemustern.

Kernstück der Polymer-Elektrolyt-Membran (PEM) - Brennstoffzelle ist die MEE, in der Wasserstoff und Sauerstoff zu Elektrizität und Wärme reagieren. Die PEM-Brennstoffzelle kann in nahezu allen Anwendungen eingesetzt werden, von der Mikroanwendung in Mobiltelefonen, stationären Anwendungen in Wohnhäusern und kleinen Kraftwerken, bis hin zu mobilen Anwendungen in Auto und Bus. Celanese hat eine Hochtemperatur-MEE entwickelt, die gegenüber Niedertemperatursystemen viele Vorteile aufweist. Aufgrund der Betriebstemperatur von bis zu 200oC wird die Brennstoffzelle unempfindlicher gegenüber Verunreinigungen des Wasserstoffgases mit Kohlenmonoxid. Darüber hinaus wird auch das Wasser- und Wärmemanagement des Brennstoffzellensystems einfacher und kostengünstiger.

Die MEE besteht aus einer Membran, Katalysatoren und Gasdiffusionsschichten. Die Celanese Membran Celtec( basiert auf dem temperaturbeständigen Kunststoff Polybenzimidazol PBI, der weltweit nur von Celanese produziert wird.

"Durch unsere Hochtemperatur-MEE werden die Brennstoffzellen deutlich kostengünstiger und zuverlässiger," sagte Professor Ernst Schadow, Mitglied des Vorstands und Chief Technology Officer der Celanese AG: "Deshalb sind wir davon überzeugt, dass Celanese ein wichtiger Partner für den wachsenden Brennstoffzellenmarkt wird."

Celanese Ventures, das Forschungsunternehmen der Celanese, betreibt die Pilotanlage im Industriepark Frankfurt-Höchst. "Die führende Position der Celanese bei zentralen Komponenten für Brennstoffzellen ist ein besonders eindrucksvolles Beispiel für Zukunftstechnologien in Hessen", begrüßt Ministerpräsident Roland Koch das Engagement der Celanese in Frankfurt.

Claudio Sonder, Vorstandsvorsitzender, sieht die Brennstoffzellen-Technologie als wichtige Wachstumschance für Celanese: "Neben der Stärkung unserer Wertschöpfungskette und Partnerschaften konzentrieren wir uns auf neue Produkte und Technologien, um zu wachsen. Ein besonders faszinierender Markt ist für uns die Brennstoffzelle. Mit der Inbetriebnahme der Pilotanlage entwickeln und produzieren wir für die Zukunft!"

Große Erwartungen werden an die Brennstoffzelle gestellt: Sie soll Umweltbelastungen reduzieren, das Klima schützen und langfristig die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern vermindern. Viele Experten sehen in ihr eine neue Basistechnologie, die große Bereiche von Wirtschaft, Energie und Verkehr deutlich umwandeln wird.

Die Celanese AG ist ein weltweit tätiges Chemieunternehmen, das bei seinen Schlüsselprodukten Spitzenpositionen einnimmt und über führende Produktionstechnologien verfügt. Das Portfolio der Celanese umfasst die fünf Hauptsegmente Acetylprodukte, Zwischenprodukte, Acetate, Technische Kunststoffe Ticona sowie Performance Produkte. Im Segment Performance Produkte sind Polypropylenfolien (OPP) sowie Lebensmittelzusatzstoffe zusammengefasst. Die Tochtergesellschaft Celanese Ventures entwickelt neue Technologien, die über das gegenwärtige Unternehmensportfolio hinausgehen.

Celanese erwirtschaftete im Jahr 2001 einen Umsatz von 5,1 Milliarden Euro. Das Unternehmen, das weltweit rund 11.800 Mitarbeiter beschäftigt, betreibt Produktionsanlagen in Nordamerika, Europa und im Pazifischen Raum; insgesamt hat Celanese 30 Produktionsstandorte in 11 Ländern. Die Aktien der Celanese AG werden an den Börsen in Frankfurt (Kürzel: CZZ) und in New York (Kürzel: CZ) gehandelt.

Dr. Carsten Henschel | idw

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Daten „fühlen“ mit haptischen Displays
15.11.2018 | Karlsruher Institut für Technologie

nachricht Ein magnetisches Gedächtnis für den Computer
12.11.2018 | Technische Universität Wien

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Rasende Elektronen unter Kontrolle

Die Elektronik zukünftig über Lichtwellen kontrollieren statt Spannungssignalen: Das ist das Ziel von Physikern weltweit. Der Vorteil: Elektromagnetische Wellen des Licht schwingen mit Petahertz-Frequenz. Damit könnten zukünftige Computer eine Million Mal schneller sein als die heutige Generation. Wissenschaftler der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) sind diesem Ziel nun einen Schritt nähergekommen: Ihnen ist es gelungen, Elektronen in Graphen mit ultrakurzen Laserpulsen präzise zu steuern.

Eine Stromregelung in der Elektronik, die millionenfach schneller ist als heutzutage: Davon träumen viele. Schließlich ist die Stromregelung eine der...

Im Focus: UNH scientists help provide first-ever views of elusive energy explosion

Researchers at the University of New Hampshire have captured a difficult-to-view singular event involving "magnetic reconnection"--the process by which sparse particles and energy around Earth collide producing a quick but mighty explosion--in the Earth's magnetotail, the magnetic environment that trails behind the planet.

Magnetic reconnection has remained a bit of a mystery to scientists. They know it exists and have documented the effects that the energy explosions can...

Im Focus: Eine kalte Supererde in unserer Nachbarschaft

Der sechs Lichtjahre entfernte Barnards Stern beherbergt einen Exoplaneten

Einer internationalen Gruppe von Astronomen unter Beteiligung des Max-Planck-Instituts für Astronomie in Heidelberg ist es gelungen, beim nur sechs Lichtjahre...

Im Focus: Mit Gold Krankheiten aufspüren

Röntgenfluoreszenz könnte neue Diagnosemöglichkeiten in der Medizin eröffnen

Ein Präzisions-Röntgenverfahren soll Krebs früher erkennen sowie die Entwicklung und Kontrolle von Medikamenten verbessern können. Wie ein Forschungsteam unter...

Im Focus: Ein Chip mit echten Blutgefäßen

An der TU Wien wurden Bio-Chips entwickelt, in denen man Gewebe herstellen und untersuchen kann. Die Stoffzufuhr lässt sich dabei sehr präzise dosieren.

Menschliche Zellen in der Petrischale zu vermehren, ist heute keine große Herausforderung mehr. Künstliches Gewebe herzustellen, durchzogen von feinen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Kalikokrebse: Erste Fachtagung zu hochinvasiver Tierart

16.11.2018 | Veranstaltungen

Können Roboter im Alter Spaß machen?

14.11.2018 | Veranstaltungen

Tagung informiert über künstliche Intelligenz

13.11.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Mikroplastik in Kosmetik

16.11.2018 | Studien Analysen

Neue Materialien – Wie Polymerpelze selbstorganisiert wachsen

16.11.2018 | Materialwissenschaften

Anomale Kristalle: ein Schlüssel zu atomaren Strukturen von Schmelzen im Erdinneren

16.11.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics