Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Private entdecken Alternativen zu hohen Energiepreisen

27.05.2008
Kleinwind- und Bürger-Wasserkraftwerke halten Einzug in Haushalte

Private Haushalte und kleine bis mittelständische Unternehmen halten auf der Flucht vor den explodierenden Energiepreisen vermehrt Ausschau nach Alternativen.

Mittel- bis langfristig können Kleinkraftwerke das rasante Gewinnwachstum der Energiekonzerne bremsen, wenngleich sie keine ernsthafte Bedrohung darstellen dürften. Vielmehr ist es Privaten und KMUs mit eigenen Kraftwerken möglich, ihre Energiekosten stark zu reduzieren. Die Nutzung sauberer und erneuerbarer Energie trägt zugleich zum Umweltschutz durch den ersparten CO2-Ausstoß bei.

Überschussenergie, die ins öffentliche Stromnetz eingespeist wird, bessert dabei die Haushaltskasse auf. Über Solarzellen auf dem Dach hinaus sind der Fantasie bei der privaten Energieerzeugung keine Grenzen gesetzt. Während in Bremen das erste Bürger-Wasserkraftwerk entsteht, bietet ein österreichisches Unternehmen mittlerweile Kleinwindkraftanlagen für Privatpersonen an.

Angaben des Bundesverbands Windenergie zufolge sind rund zwei Drittel der gesamten Windkraftanlagen in Deutschland im Besitz von Privatpersonen und Bürgergemeinschaften. Während es sich hierbei zumeist um größere Anlagen ab einem Investitionsvolumen von rund zwei Mio. Euro handelt, sind die Austrowind-Anlagen ab 15.000 Euro erhältlich. Dabei erzeugen diese immerhin eine durchschnittliche Leistung von drei, fünf, zehn bzw. 20 Kilowatt. Angaben des Herstellers zufolge amortisieren sich die Anlagen innerhalb von acht bis zehn Jahren bei einer Lebenserwartung von etwa 30 Jahren. "Die Deckung des Eigenverbrauchs ist das zentrale Element in der Eigenversorgung mit Energie. Zwar geht überschüssig erzeugter Strom direkt ins Stromnetz, die Einspeisetarife sind derzeit jedoch noch sehr niedrig. Dies wird in den kommenden Jahren mit Sicherheit angepasst", meint Benno Hackl, Vertriebs- und Marketingleiter beim Kleinanlagenbauer Austrowind, im Gespräch mit pressetext.

Für den Bau einer Kleinwindkraftanlage müssen nicht nur die gesetzlichen, sondern auch die örtlichen Rahmenbedingungen stimmen. "Die Anlagen können nicht in jedem kleinen Garten installiert werden", erklärt Hackl. Die im Durchmesser vier bis 14 Meter langen Blätter rotieren in einer Höhe ab neun Metern. Entsprechend werden die regionalen Gegebenheiten geprüft, bevor ein Bau in Frage kommt. In einer Entfernung von fünf bis zehn Metern zeichnen sich die Anlagen durch ein leises Betriebsgeräusch von 40 bis 45 dB aus. "Auch einem möglichen Problem durch Schattenwurf wird bereits vor dem Aufbau begegnet. Eine automatische Betriebseinstellung zu gewissen Zeiten ist durch die Steuerungstechnik und die entsprechende Programmierung möglich", so Hackl gegenüber pressetext. Eine Kostensenkung bzw. die Deckung des hauseigenen Energiebedarfs sei bereits bei geringen Luftströmungen gegeben. Mit den Anlagen verfügen private Haushalte und Unternehmen zumindest über die Möglichkeit, den rasant steigenden Energiepreisen auszuweichen, wenngleich sich die Verdienste damit noch in Grenzen halten.

Manuel Haglmüller | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.wind-energie.de
http://www.austrowind.com

Weitere Berichte zu: Bürger-Wasserkraftwerk Energiepreis Stromnetz

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Vernetzte Beleuchtung: Weg mit dem blinden Fleck
18.07.2018 | Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

nachricht Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie
17.07.2018 | Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Future electronic components to be printed like newspapers

A new manufacturing technique uses a process similar to newspaper printing to form smoother and more flexible metals for making ultrafast electronic devices.

The low-cost process, developed by Purdue University researchers, combines tools already used in industry for manufacturing metals on a large scale, but uses...

Im Focus: Rostocker Forscher entwickeln autonom fahrende Kräne

Industriepartner kommen aus sechs Ländern

Autonom fahrende, intelligente Kräne und Hebezeuge – dieser Ingenieurs-Traum könnte in den nächsten drei Jahren zur Wirklichkeit werden. Forscher aus dem...

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen

19.07.2018 | Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neue Anwendungen für Mikrolaser in der Quanten-Nanophotonik

20.07.2018 | Physik Astronomie

Need for speed: Warum Malaria-Parasiten schneller sind als die menschlichen Abwehrzellen

20.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Die Gene sind nicht schuld

20.07.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics