Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Sonnen-Bündelung verspricht Billig-Solarstrom

08.05.2008
Start-up will preislich mit fossilen Brennstoffen mithalten

Das kalifornische Start-up Sunrgi will die Solarenergiebranche aufmischen. Mit dem Photovoltaik-System "Xtreme Concentrated Photovoltaics" (XCPV) soll Solarstrom zu Kosten produziert werden, die mit jenen bei der Erzeugung aus fossilen Brennstoffen mithalten können.

Um das zu erreichen, wird Sonnenlicht auf ein vielfaches der normalen Intensität gebündelt und dann in sehr effizienten Solarzellen umgewandelt. Nach Angaben des Unternehmens sei XCPV für die günstige Massenproduktion geeignet und soll im nächsten Jahr kommerziell verfügbar werden.

Der technische Ansatz bei XCPV ist, Sonnenlicht mit einer speziellen Linse zu einem kleinen Lichtpunkt effizient zu bündeln, der über 1.600 mal heller als die direkte Sonneneinstrahlung ist. Das derart intensivierte Licht wird dann von einer kleinen, aber hocheffizienten Solarzelle umgewandelt. Nach Angaben gegenüber US-Medien erreichen diese Halbleiter-Zellen 37 Prozent Energieausbeute - das ist mehr als das Doppelte derzeit gängiger Solarkollektoren.

... mehr zu:
»Solarstrom »Solarzelle »Sonnenlicht »XCPV

Das stark gebündelte Licht würde normalerweise zu Temperaturen jenseits von 1.600 Grad Celsius führen und damit die Solarzellen schmelzen, so das Unternehmen. Das wird bei XCPV aber durch eine spezielle Technologie zum Wärmeabtransport verhindert. Ferner umfasst das System ein Feature, um der Sonneneinstrahlung zu folgen und so die Lichtausbeute zu verbessern. Dadurch könnten 175 Prozent mehr Sonnenlicht eingefangen werden als mit einem fest montierten Kollektor.

Durch die Kombination all dieser Technologien könne XCPV laut Sungri die Produktionskosten für Solarstrom drastisch reduzieren. Das Unternehmen spricht von einem erreichbaren Großhandelspreis von fünf US-Cent pro Kilowattstunde (kWh). "Solarenergie zu fünf Cent pro kWh wäre ein weltverändernder Durchbruch", meint dazu Craig Goodman, Präsident der US-amerikanischen National Energy Marketers Association. "Das würde die Solarerzeugung von Strom so erschwinglich machen wie die Erzeugung aus Kohle, Naturgas oder anderen nicht-erneuerbaren Energien."

Nach Angaben von Sungri wurden bereits erfolgreich Labor- und Feldtests mit XCPV-Prototypen durchgeführt. Das Design sei auf eine kostengünstige Massenproduktion ausgelegt. Dementsprechend soll schon bald die kommerzielle Produktion beginnen. "Wir erwarten, dass das Sungri-System in zwölf bis 15 Monaten weltweit verfügbar wird", gibt Unternehmens-Mitbegründer Robert S Block an.

Thomas Pichler | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.sunrgi.com

Weitere Berichte zu: Solarstrom Solarzelle Sonnenlicht XCPV

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Vernetzte Beleuchtung: Weg mit dem blinden Fleck
18.07.2018 | Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

nachricht Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie
17.07.2018 | Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Im Focus: Was passiert, wenn wir das Atomgitter eines Magneten plötzlich aufheizen?

„Wir haben jetzt ein klares Bild davon, wie das heiße Atomgitter und die kalten magnetischen Spins eines ferrimagnetischen Nichtleiters miteinander ins Gleichgewicht gelangen“, sagt Ilie Radu, Wissenschaftler am Max-Born-Institut in Berlin. Das internationale Forscherteam fand heraus, dass eine Energieübertragung sehr schnell stattfindet und zu einem neuartigen Zustand der Materie führt, in dem die Spins zwar heiß sind, aber noch nicht ihr gesamtes magnetisches Moment verringert haben. Dieser „Spinüberdruck“ wird durch wesentlich langsamere Prozesse abgebaut, die eine Abgabe von Drehimpuls an das Gitter ermöglichen. Die Forschungsergebnisse sind jetzt in "Science Advances" erschienen.

Magnete faszinieren die Menschheit bereits seit mehreren tausend Jahren und sind im Zeitalter der digitalen Datenspeicherung von großer praktischer Bedeutung....

Im Focus: Erste Beweise für Quelle extragalaktischer Teilchen

Zum ersten Mal ist es gelungen, die kosmische Herkunft höchstenergetischer Neutrinos zu bestimmen. Eine Forschungsgruppe um IceCube-Wissenschaftlerin Elisa Resconi, Sprecherin des Sonderforschungsbereichs SFB1258 an der Technischen Universität München (TUM), liefert ein wichtiges Indiz in der Beweiskette, dass die vom Neutrino-Teleskop IceCube am Südpol detektierten Teilchen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Galaxie in vier Milliarden Lichtjahren Entfernung stammen.

Um andere Ursprünge mit Gewissheit auszuschließen, untersuchte das Team um die Neutrino-Physikerin Elisa Resconi von der TU München und den Astronom und...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

Interdisziplinäre Konferenz: Diabetesforscher und Bioingenieure diskutieren Forschungskonzepte

13.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Vernetzte Beleuchtung: Weg mit dem blinden Fleck

18.07.2018 | Energie und Elektrotechnik

BIAS erhält Bremens größten 3D-Drucker für metallische Luffahrtkomponenten

18.07.2018 | Verfahrenstechnologie

Verminderte Hirnleistung bei schwachem Herz

18.07.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics