Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Smarte Ideen für das „Festival der Innovationen“

11.06.2018

Die Universität Jena ist vom 12. bis 15. Juni mit drei Exponaten auf der CeBIT in Hannover vertreten

Die Digital-Messe CeBIT in Hannover verändert ihre bisherige Ausrichtung. Künftig werde es in Hannover ein „Festival der Innovationen“ geben, versprechen die Veranstalter. Die Friedrich-Schiller-Universität Jena (FSU) präsentiert sich auf diesem Festival vom 12. bis 15. Juni mit drei Exponaten, von denen zwei Gründungsprojekte sind.


In einem Forschungsprojekt der Uni Jena geht es um den optimierten Einsatz von E-Fahrzeugen.

Jan-Peter Kasper/FSU

Das Unternehmen „OVI-LUX – derzeit noch in der Gründungsphase – stellt auf der CeBIT eine automatische Belegprüfung vor. Das Computerprogramm nutzt moderne Bildverarbeitungsalgorithmen, um Belege auszulesen und zugleich auf ihre Echtheit zu überprüfen.

„Interessant ist das neue System etwa für Krankenversicherungen“, sagt Jan Franke, einer von drei Gründern bei „OVI-LUX“. Die Versicherten reichen ihre Belege – wie Rezepte oder Arztrechnungen – ein und erhalten die Kosten erstattet. Eingereicht werden die Belege per Post, E-Mail oder Smartphone-App.

„Im Durchschnitt bekommt eine private Krankenversicherung 200.000 Belege zugesandt – täglich!“, sagt Jan Franke. Da sei es unmöglich, jeden Beleg manuell zu überprüfen. Stattdessen werden die Belege ausgelesen, meist nur Versichertennummer und Zahlbetrag. Fehler beim Auslesen und auch Betrug sind an der Tagesordnung.

Das System von „OVI-LUX“ minimiert diese Fehler. Schatten, Kaffeeflecken oder perspektivisch verzerrte Bilder werden eigenständig korrigiert. Die eigentliche Innovation liegt jedoch in der vollautomatischen Echtheitsprüfung: Die Software schaut sich jeden einzelnen Beleg an und prüft ihn gründlicher auf Manipulationen oder Fälschungen, als das ein Sachbearbeiter könnte.

Innovatives Analysetool für den Darts-Sport

Genaues Hinsehen ist auch beim Darts notwendig. Das einstige Kneipenspiel hat sich längst zu einem Hochleistungssport entwickelt. Spieler wie Raymond van Barneveld, Michael van Gerwen oder Peter Wright zeigen eine Performance, die Laien staunen lässt. Dartsturniere werden im Fernsehen übertragen, neue Vereine werden gegründet. Während Freizeitspieler oft Soft-Darts am Automaten spielen, kommen bei den Profis Steeldarts zum Einsatz. Das heißt, jeder Dart wird auf eine Scheibe geworfen, vom „Caller“ registriert und lautstark angesagt.

Das neue Unternehmen „spiderbull“ hat jetzt ein kamerabasiertes System entwickelt, das die erzielten Punkte vollautomatisch erfassen kann. „Darüber hinaus bietet unser innovativer 3-D-Ansatz der Bildauswertung nie dagewesene Spiel-, Statistik-, Analyse- und Trainingsmöglichkeiten“, sagt Konrad Heppner von „spiderbull“. Heppner und Rico Georgi haben das neue Analysetool für Darts in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Digitale Bildverarbeitung der Universität Jena entwickelt. Auf der CeBIT in Hannover wird das System nun erstmals einer größeren Öffentlichkeit vorgestellt.

Optimierter Einsatz von Elektrofahrzeugen in der Medienbranche

Den optimalen und vor allem wirtschaftlichen Einsatz von Elektrofahrzeugen in der Medienbranche hat das Projekt „SMART DISTRIBUTION LOGISTIK“ zum Ziel. Die Entwickler vom Lehrstuhl für Softwaretechnik der Friedrich-Schiller-Universität Jena arbeiten an einer lernfähigen IKT-Systemplattform, über die der Einsatz von Elektrofahrzeugen geplant, gesteuert und optimiert wird.

„Durch den Einsatz zukunftsweisender digitaler Technologien, wie dem Einsatz sogenannter Softwareagenten, können ungenutzte Potentiale aufgedeckt und auch unternehmensübergreifend sicher und dem Datenschutz entsprechend genutzt werden. Das ermöglicht es, neuartige Logistikkonzepte zu etablieren, etwa das automatische Teilen von Fahrzeugen und Ware zwischen verschiedenen Unternehmen“, sagt Teilprojektleiterin Marianne Mauch.

Praktisch demonstriert werden die Entwicklungsergebnisse beispielgebend im Szenario der Medienlogistik, als eine der größten Logistikbranchen Deutschlands. Dafür kommen mindestens 40 Fahrzeuge für die Zustellung von Zeitungen, Werbesendungen und Post zum Einsatz. Das Projekt wird im Rahmen des Technologieprogramms „IKT für Elektromobilität III“ durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert.

Die drei Projekte der Universität Jena sind zu finden am Gemeinschaftsstand „Forschung für die Zukunft“ der Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen in Halle 27 (Stand G 78).

Kontakt:

Dr. Stefan Brechtken / Lars Winterfeld / Jan Franke
Exist Gründungsprojekt „OVI-LUX“
Kahlaische Straße 1, 07743 Jena
Tel.: 03641 / 930850
E-Mail: info[at]ovi-lux.com

Konrad Heppner / Rico Georgi
Gründungsprojekt „Spiderbull“ im K1 Gründerzentrum
Kahlaische Straße 1, 07743 Jena
Tel.: 0176 / 57720370
E-Mail: info[at]spiderbull.de

Marianne Mauch
Institut für Informatik der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Ernst-Abbe-Platz 2, 07743 Jena
Tel.: 03641 / 946336
E-Mail: marianne.mauch[at]uni-jena.de

Weitere Informationen:

http://www.uni-jena.de

Stephan Laudien | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie CeBIT:

nachricht Erster Cloud-Park Deutschlands für energieintensive Edge-Szenarien
13.06.2018 | Rittal GmbH & Co. KG

nachricht Cooling für alle Edge-Szenarien – vom einzelnen Rack bis zum kompletten Datacenter
12.06.2018 | Rittal GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: CeBIT >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Roter Riesenvollmond in den Morgenstunden des 21. Januar

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg - Frühaufsteher sind diesmal im Vorteil: Wer am Morgen des 21. Januar 2019 vor 6:45 Uhr einen Blick an den Himmel wirft, kann eine totale Mondfinsternis bestaunen. Dann leuchtet der sonst so strahlende Vollmond zwischen den Sternbildern Zwillingen und Krebs glutrot.

Um das Finsternis-Spektakel in seiner gesamten Länge zu verfolgen, muss man allerdings sehr früh aus dem Bett: Kurz nach 4:30 Uhr beginnt der Mond sich langsam...

Im Focus: Atomarer Mechanismus der Supraschmierung aufgeklärt

Das Phänomen der sogenannten Supraschmierung ist bekannt, es war jedoch auf atomarer Ebene bislang nicht zu erklären: Wie entsteht die extrem niedrige Reibung beispielsweise in Lagern? Forscherinnen und Forscher der Fraunhofer-Institute IWM und IWS entschlüsselten gemeinsam einen universellen Mechanismus der Supraschmierung bei bestimmten diamantähnlichen Kohlenstoffschichten in Verbindung mit organischen Schmierstoffen. Auf dieser Wissensbasis ist es nun möglich, Designregeln für supraschmierende Schicht-Schmierstoff-Kombinationen zu formulieren. Die Ergebnisse präsentiert ein Artikel der Zeitschrift Nature Communications, Ausgabe 10.

Eine der wichtigsten Grundvoraussetzungen für nachhaltige und umweltfreundliche Mobilität ist, Reibung zu minimieren. Diesem wichtigen Vorhaben widmen sich...

Im Focus: Elucidating the Atomic Mechanism of Superlubricity

The phenomenon of so-called superlubricity is known, but so far the explanation at the atomic level has been missing: for example, how does extremely low friction occur in bearings? Researchers from the Fraunhofer Institutes IWM and IWS jointly deciphered a universal mechanism of superlubricity for certain diamond-like carbon layers in combination with organic lubricants. Based on this knowledge, it is now possible to formulate design rules for supra lubricating layer-lubricant combinations. The results are presented in an article in Nature Communications, volume 10.

One of the most important prerequisites for sustainable and environmentally friendly mobility is minimizing friction. Research and industry have been dedicated...

Im Focus: Feuertaufe bestanden: EU-Partner testen erfolgreich neue Software für Weltraumroboter in Marokko

Rechtzeitig vor Weihnachten wurde die vom Robotics Innovation Center des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) im EU-Projekt FACILITATORS koordinierte Mars-analoge Mission in Marokko erfolgreich beendet. Ein Team von mehr als 30 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus elf Ländern erprobte im Rahmen des Strategic Research Clusters (SRC) on Space Robotics Technologies der Europäischen Union von Mitte November bis Mitte Dezember 2018 in der Wüste des Maghreb-Staates Technologien, die zukünftig für die Erkundung von Mars und Mond eingesetzt werden sollen.

Die Region Erfoud nahe der Grenze zu Algerien – bei Touristen auch für ihre eindrucksvollen Sanddünen bekannt – bot für die vierwöchige Feldtestkampagne ideale...

Im Focus: Mission completed – EU partners successfully test new technologies for space robots in Morocco

Just in time for Christmas, a Mars-analogue mission in Morocco, coordinated by the Robotics Innovation Center of the German Research Center for Artificial Intelligence (DFKI) as part of the SRC project FACILITATORS, has been successfully completed. SRC, the Strategic Research Cluster on Space Robotics Technologies, is a program of the European Union to support research and development in space technologies. From mid-November to mid-December 2018, a team of more than 30 scientists from 11 countries tested technologies for future exploration of Mars and Moon in the desert of the Maghreb state.

Close to the border with Algeria, the Erfoud region in Morocco – known to tourists for its impressive sand dunes – offered ideal conditions for the four-week...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Lasersymposium Elektromobilität in Aachen

11.01.2019 | Veranstaltungen

Die Rolle des Menschen in der digitalisierten Arbeitswelt

10.01.2019 | Veranstaltungen

Vom Verbrenner zum E-Fahrzeug!

09.01.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Heilende Wirkung von Radon

14.01.2019 | Medizin Gesundheit

5000 mal schneller als ein Computer

14.01.2019 | Physik Astronomie

Neuartiger Schaltkreis für die Quantenphotonik entwickelt

14.01.2019 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics