Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neuartiges Wunddokumentationssystem wird erstmals auf der CeBIT präsentiert

06.03.2013
Mehr als vier Millionen Deutsche leiden an chronischen Wunden wie etwa einem Druckgeschwür oder einem offenen Bein.

Deren optimale Versorgung setzt u.a. eine schriftliche und fotografische Dokumentation von höchster Qualität voraus. Drei Mitgliedsunternehmen des an der Hochschule Harz angesiedelten ZIM-NEMO-Netzwerks TECLA (Technische Pflegeassistenzsysteme) widmen sich daher in den kommenden 14 Monaten der Entwicklung eines neuartigen und volldigitalen Wunddokumentationssystems unter dem Namen „DigiWund“.

Dazu gehören die Merseburger brain-SCC GmbH sowie die beiden Halberstädter GmbHs Petter.Letter und Unipro. Das Projekt wird auf der CeBIT am 7. und 8. März am Messestand der brain-SCC GmbH, D46, Halle 7, erstmals öffentlich präsentiert. Ein funktionsfähiger Prototyp soll bis Mitte 2014 vorliegen.

Mit DigiWund werden nicht nur bestehende Probleme bei der Fotodokumentation von Wunden behoben; auch die Verbesserung der ortsunabhängigen Verfügbarkeit von Informationen für Ärzte steht im Fokus. „Hierfür kombinieren wir ein digitales Stiftsystem mit einer Foto-Applikation, die auf vielen gängigen Smartphones lauffähig sein wird“, so Norbert Petter, Geschäftsführer der Petter.Letter GmbH. Die durch sein IT-Unternehmen zu entwickelnde App garantiert durch die Einhaltung wesentlicher fotografischer Parameter wie etwa Aufnahmewinkel, Abstand zur Wunde und Umgebungshelligkeit eine optimale Bildqualität.
Während das digitale Stiftsystem durch die Unipro GmbH unter Leitung von Geschäftsführer Achim Radtke an die Anforderungen der Pflege angepasst wird, ist die brain-SCC GmbH für die Datensicherheit verantwortlich. „Wir planen, DigiWund mit einer DE-Mail-Anbindung auszustatten, um eine rechtssichere Kommunikation zwischen Medizinern, Pflegekräften, Patienten und Angehörigen zu ermöglichen“, erläutert Geschäftsführer Sirko Scheffler.

In das Projekt sind mit dem Dedelebener Pflegedienst Krüger und der Wernigeröder GSW gGmbH noch zwei weitere Mitglieder des Netzwerks TECLA eingebunden. An der Hochschule Harz wird das Team um Prof. Dr. Ulrich Fischer-Hirchert, Hochschullehrer für Telekommunikation am Fachbereich Automatisierung und Informatik, im Rahmen eines Forschungsauftrages mehrere ambulante und stationäre Wunddokumentationsprozesse analysieren und damit die Grundlage für die Entwicklung der Software schaffen. Auch die TECLA-Netzwerkmanager Uwe Witczak und Christian Reinboth begleiten die Umsetzung des Konzeptes.

ZIM-NEMO TECLA ist ein an der Hochschule Harz angesiedeltes Netzwerk von elf Unternehmen und Einrichtungen aus den Bereichen Medizintechnik, Medizinfachhandel, Wohnungswirtschaft und Pflege, die gemeinsam an Konzepten für den Umgang mit dem demografischen Wandel im Harzkreis arbeiten. Weiterführende Informationen sind stets aktuell unter http://www.mytecla.de zu finden.

Andreas Schneider | idw
Weitere Informationen:
http://www.mytecla.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie CeBIT 2013:

nachricht „Where ideas work“ – Gemeinschaftsstand Baden-Württemberg auf der CeBIT 2013
06.02.2013 | MFG Innovationsagentur für IT und Medien Baden-Württemberg

nachricht CeBIT 2013: Smart Farming – Software macht das Ernten cleverer
06.03.2013 | Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE

Alle Nachrichten aus der Kategorie: CeBIT 2013 >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Was passiert, wenn wir das Atomgitter eines Magneten plötzlich aufheizen?

„Wir haben jetzt ein klares Bild davon, wie das heiße Atomgitter und die kalten magnetischen Spins eines ferrimagnetischen Nichtleiters miteinander ins Gleichgewicht gelangen“, sagt Ilie Radu, Wissenschaftler am Max-Born-Institut in Berlin. Das internationale Forscherteam fand heraus, dass eine Energieübertragung sehr schnell stattfindet und zu einem neuartigen Zustand der Materie führt, in dem die Spins zwar heiß sind, aber noch nicht ihr gesamtes magnetisches Moment verringert haben. Dieser „Spinüberdruck“ wird durch wesentlich langsamere Prozesse abgebaut, die eine Abgabe von Drehimpuls an das Gitter ermöglichen. Die Forschungsergebnisse sind jetzt in "Science Advances" erschienen.

Magnete faszinieren die Menschheit bereits seit mehreren tausend Jahren und sind im Zeitalter der digitalen Datenspeicherung von großer praktischer Bedeutung....

Im Focus: Erste Beweise für Quelle extragalaktischer Teilchen

Zum ersten Mal ist es gelungen, die kosmische Herkunft höchstenergetischer Neutrinos zu bestimmen. Eine Forschungsgruppe um IceCube-Wissenschaftlerin Elisa Resconi, Sprecherin des Sonderforschungsbereichs SFB1258 an der Technischen Universität München (TUM), liefert ein wichtiges Indiz in der Beweiskette, dass die vom Neutrino-Teleskop IceCube am Südpol detektierten Teilchen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Galaxie in vier Milliarden Lichtjahren Entfernung stammen.

Um andere Ursprünge mit Gewissheit auszuschließen, untersuchte das Team um die Neutrino-Physikerin Elisa Resconi von der TU München und den Astronom und...

Im Focus: First evidence on the source of extragalactic particles

For the first time ever, scientists have determined the cosmic origin of highest-energy neutrinos. A research group led by IceCube scientist Elisa Resconi, spokesperson of the Collaborative Research Center SFB1258 at the Technical University of Munich (TUM), provides an important piece of evidence that the particles detected by the IceCube neutrino telescope at the South Pole originate from a galaxy four billion light-years away from Earth.

To rule out other origins with certainty, the team led by neutrino physicist Elisa Resconi from the Technical University of Munich and multi-wavelength...

Im Focus: Magnetische Wirbel: Erstmals zwei magnetische Skyrmionenphasen in einem Material entdeckt

Erstmals entdeckte ein Forscherteam in einem Material zwei unabhängige Phasen mit magnetischen Wirbeln, sogenannten Skyrmionen. Die Physiker der Technischen Universitäten München und Dresden sowie von der Universität zu Köln können damit die Eigenschaften dieser für Grundlagenforschung und Anwendungen gleichermaßen interessanten Magnetstrukturen noch eingehender erforschen.

Strudel kennt jeder aus der Badewanne: Wenn das Wasser abgelassen wird, bilden sie sich kreisförmig um den Abfluss. Solche Wirbel sind im Allgemeinen sehr...

Im Focus: Neue Steuerung der Zellteilung entdeckt

Wenn eine Zelle sich teilt, werden sämtliche ihrer Bestandteile gleichmässig auf die Tochterzellen verteilt. UZH-Forschende haben nun ein Enzym identifiziert, das sicherstellt, dass auch Zellbestandteile ohne Membran korrekt aufgeteilt werden. Ihre Entdeckung eröffnet neue Möglichkeiten für die Behandlung von Krebs, neurodegenerative Krankheiten, Alterungsprozessen und Virusinfektionen.

Man kennt es aus der Küche: Werden Aceto balsamico und Olivenöl miteinander vermischt, trennen sich die beiden Flüssigkeiten. Runde Essigtropfen formen sich,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Interdisziplinäre Konferenz: Diabetesforscher und Bioingenieure diskutieren Forschungskonzepte

13.07.2018 | Veranstaltungen

Conference on Laser Polishing – LaP: Feintuning für Oberflächen

12.07.2018 | Veranstaltungen

Materialien für eine Nachhaltige Wasserwirtschaft – MachWas-Konferenz in Frankfurt am Main

11.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Feinstaub macht Bäume anfälliger gegen Trockenheit

16.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Wie Krebszellen Winterschlaf halten

16.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Mister Raney bekommt Konkurrenz - Ein neuer Katalysator auf Nickel-Basis nutzt Nano-Strukturen

16.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics