Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

CeBIT: IT hilft bei Operation, Pflege und Übersetzung

26.02.2013
Der Computer wird zum Helfer in komplexen Situationen. Die neusten Innovationen stellen das Karlsruher Institut für Technologie und das FZI Forschungszentrum Informatik nun auf der CeBIT vor (Halle 9, Stand G33).

Dank nutzerfreundlicher Systeme haben Ärzte während der Operation alle Fakten im Blick und lesen ausländische Studierende simultan die Vorlesungsübersetzung mit. Intelligente Wohnumgebungen, die Komfort, Sicherheit und Pflegedienstleistungen unterstützen und Software, die beim Umzug von E-Mails hilft, sind weitere Exponate.

Computer erkennen Emotion und Intention der Nutzer

Menschen kommunizieren auf mehr Ebenen als nur der Sprache: Mimik, Gestik, Blickrichtung spielen ebenso eine Rolle. Aber auch je nach Geschlecht, Alter und Person kann sich die Interpretation des Gesagten ändern. Für Computer, die diese Parameter „im Blick haben“, gibt es in Zukunft zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten etwa interaktive Roboter oder intelligente Umgebungen für Krankenhaus und Werkstatt (Ambient Intelligence), die Unterstützung von Blinden und Sehbehinderten, ihre Umgebung wahrzunehmen (Assistive Technologies), die Erhöhung der Sicherheit (Safety & Security) oder auch die Suche nach Bild- und Videoinhalten (Image Retrieval). Auf dem CeBIT-Stand stellt das KIT einerseits einen Prototypen vor, der Alter, Geschlecht und Gefühlszustand von Freiwilligen erkennt, und andererseits ein System, das Schauspieler automatisch in TV-Serien erkennt.

Mehr Informationen unter: http://cvhci.anthropomatik.kit.edu

Das Navigationssystem für Chirurgen

Computerbasierte Assistenzsysteme können bei Operationen hilfreich sein. So können Navigationsinformationen, beispielsweise die Position eines verdeckten Tumors oder Strukturen, die nicht verletzt werden dürfen, während der Operation durch das am KIT entwickelte System situationsabhängig angezeigt werden. Die Planungsdaten werden hierbei mithilfe der erweiterten Realität visualisiert und direkt ins Kamerabild eingeblendet. Besonders in der minimal-invasiven Chirurgie, der sogenannten Schlüsselloch-Chirurgie, sind solche Systeme von großem Nutzen und eröffnen neue Möglichkeiten des Operierens.

Mehr Informationen unter: https://his.anthropomatik.kit.edu/155.php

Simultanübersetzung in der Vorlesung

Die Sprachbarriere zu überwinden, hilft der weltweit erste automatische simultane Übersetzungsdienst per Computer. Am KIT wird er bereits eingesetzt, um in Echtzeit die Vorlesung deutschsprachiger Dozenten für ausländische Studierende als englische Untertitel auf ihrem eigenen Laptop oder Mobiltelefon aufzubereiten. Ist die Übersetzung auch nicht immer perfekt, so ermöglicht der Einsatz derartiger kosteneffizienter Technik dennoch das erfolgreiche Studium über Sprachbarrieren hinweg. Kommende Anwendungsfelder könnten Vorträge und Videos im Internet sein, oder Informationssysteme für Hörgeschädigte.

Mehr Informationen unter: http://www.kit.edu/besuchen/pi_2012_10978.php

Studenten liefern Support für Lehre und Forschung

Am KIT betreiben Informatikstudenten ein IT-Supportzentrum für den Bereich Forschung und Lehre sowie für öffentliche Einrichtungen im In- und Ausland. Das Education Support Centre Deutschland (ESCde) unterstützt bei allen technischen Fragen zur Installation, Einsatz und Pflege von Microsoft-Technologien und -Produkten. Dabei gliedert sich der IT-Support in zwei Bereiche: den Infrastruktur-Support, der auf Netzwerk- und Serversysteme zugeschnitten ist, und den Entwickler-Support, der Hilfestellung bei der Programmierung mit der Softwareplattform .NET bietet. Durch das vielseitige Know-how der Studenten und die Einbindung in ein akademisches Umfeld ist das ESCde ein kompetenter und erfahrener Partner für Support-Anfragen aller Art und erzeugt seit 18 Jahren eine hohe Kundenzufriedenheit.

Mehr Informationen unter: http://www.escde.net

Einblick in die Wohnung der Zukunft

Wie Menschen in Zukunft Informationstechnologien für mehr Komfort und Sicherheit in ihrer häuslichen Umgebung sowie zur Verbesserung des betreuten Wohnens und der Pflege nutzen werden, zeigt das FZI auf der CeBIT. Den Besuchern wird ein virtueller Einblick in das FZI House of Living Labs in Karlsruhe geboten. Dort ist unter anderem eine Zwei-Zimmer-Wohnung mit zahlreichen Sensoren, Aktoren und Gateways sowie verschiedenen Haushaltsgeräten eingerichtet, in der die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler neue Lösungen für smartHome und AAL (Ambient Assisted Living) erforschen und entwickeln. Sichtbar und greifbar werden die Ergebnisse auf dem Messestand in einem kleinen Wohnraum mit Lösungen aus der intelligenten Wohnung: einer Sensormatte, die Stürze registriert, einem Schlafapnoe-Screening-System und einer per Tablet-Computer schaltbaren Lampe.

Mehr Informationen unter: http://www.house-of-living-labs.de

E-Mail-Umzugsdienst kommt für Microsoft Exchange

Premiere auf der CeBIT: Die audriga GmbH, Spin-off von FZI und KIT, hat ihren automatisierten Umzugsdienst für den Transfer von Groupware-Daten zwischen Cloud-Anbietern für Microsoft-Exchange-Postfächer weiterentwickelt. Mit dem als Software-as-a-Service (SaaS) über das Internet bereitstehenden Datenlogistik-Dienst können Nutzer bei einem Anbieterwechsel ihre E-Mails, Kontakte, Kalendereinträge und Dateien schnell und sicher umziehen. Der Dienst verbindet sich mit den Cloud-Anbietern und zieht die Groupware-Daten direkt um. audriga verfügt über eine flexibel skalierbare Plattform, die auch große Datenmengen effizient verarbeiten kann, und gewährleistet durch die Einhaltung des europäischen Datenschutzes und internationaler Sicherheitsnormen höchste IT-Sicherheit.

Mehr Informationen unter: http://www.audriga.com

Software für die Pflegeberatung und App für betreutes Wohnen

Zum Zeitung lesen, skypen oder Wetter aufrufen, aber insbesondere auch zur Kommunikation mit Pflegekräften dient Senioren die neue App der nubedian GmbH. Pflegende können den Bewohnern Termine und Erinnerungen schicken, die mobile Softwarelösung aber ebenso für die Kontrolle des Gesundheitszustandes nutzen. Über eine Schnittstelle kommuniziert die App mit der Cloud-basierten Softwarelösung CareCM, die Mitarbeiter im Sozial- und Gesundheitswesen bei der Beratung, der Koordination, der Dokumentation und dem Case Management unterstützt. CareCM verbessert zudem Effizienz und Prozesstreue und ist zeit- und ortsunabhängig einsetzbar. Entwickelt wurde diese SaaS-Lösung von FZI-Mitarbeitern, die sich als nubedian GmbH damit selbstständig gemacht haben.

Mehr Informationen unter: http://www.nubedian.de

Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts nach den Gesetzen des Landes Baden-Württemberg. Es nimmt sowohl die Mission einer Universität als auch die Mission eines nationalen Forschungs-zentrums in der Helmholtz-Gemeinschaft wahr. Das KIT verfolgt seine Aufgaben im Wissensdreieck Forschung – Lehre – Innovation.

Das FZI Forschungszentrum Informatik am Karlsruher Institut für Technologie ist eine unabhängige und gemeinnützige Einrichtung für Informatik-Anwendungsforschung und Technologietransfer. Es bringt die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse der Informationstechnologie in Unternehmen und öffentliche Einrichtungen und qualifiziert junge Menschen für eine akademische und wirtschaftliche Karriere oder den Sprung in die Selbstständigkeit. Mit dem FZI House of Living Labs steht eine einzigartige Forschungsumgebung für die Anwendungsforschung bereit.

Weiterer Kontakt:

Kosta Schinarakis
PKM – Themenscout
Tel.: +49 721 608 41956
Fax: +49 721 608 43658
E-Mail:schinarakis@kit.edu
Johanna Barsch
FZI Corporate Communications and Media
Tel.: +49 721 9654-904
Fax: +49 721 9654-905
E-Mail: barsch@fzi.de

Monika Landgraf | idw
Weitere Informationen:
http://www.kit.edu

Weitere Nachrichten aus der Kategorie CeBIT 2013:

nachricht CeBIT 2013: Smart Farming – Software macht das Ernten cleverer
06.03.2013 | Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE

nachricht Neuartiges Wunddokumentationssystem wird erstmals auf der CeBIT präsentiert
06.03.2013 | Hochschule Harz, Hochschule für angewandte Wissenschaften (FH)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: CeBIT 2013 >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Neue Erkenntnisse über Flüssigkeiten, die ohne Widerstand fließen

Verlustfreie Stromleitung bei Raumtemperatur? Ein Material, das diese Eigenschaft aufweist, also bei Raumtemperatur supraleitend ist, könnte die Energieversorgung revolutionieren. Wissenschaftlern vom Exzellenzcluster „CUI: Advanced Imaging of Matter“ an der Universität Hamburg ist es nun erstmals gelungen, starke Hinweise auf Suprafluidität in einer zweidimensionalen Gaswolke zu beobachten. Sie berichten im renommierten Magazin „Science“ über ihre Experimente, in denen zentrale Aspekte der Supraleitung in einem Modellsystem untersucht werden können.

Es gibt Dinge, die eigentlich nicht passieren sollten. So kann z. B. Wasser nicht durch die Glaswand von einem Glas in ein anderes fließen. Erstaunlicherweise...

Im Focus: The spin state story: Observation of the quantum spin liquid state in novel material

New insight into the spin behavior in an exotic state of matter puts us closer to next-generation spintronic devices

Aside from the deep understanding of the natural world that quantum physics theory offers, scientists worldwide are working tirelessly to bring forth a...

Im Focus: Im Takt der Atome: Göttinger Physiker nutzen Schwingungen von Atomen zur Kontrolle eines Phasenübergangs

Chemische Reaktionen mit kurzen Lichtblitzen filmen und steuern – dieses Ziel liegt dem Forschungsfeld der „Femtochemie“ zugrunde. Mit Hilfe mehrerer aufeinanderfolgender Laserpulse sollen dabei atomare Bindungen punktgenau angeregt und nach Wunsch aufgespalten werden. Bisher konnte dies für ausgewählte Moleküle realisiert werden. Forschern der Universität Göttingen und des Max-Planck-Instituts für biophysikalische Chemie in Göttingen ist es nun gelungen, dieses Prinzip auf einen Festkörper zu übertragen und dessen Kristallstruktur an der Oberfläche zu kontrollieren. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Nature erschienen.

Das Team um Jan Gerrit Horstmann und Prof. Dr. Claus Ropers bedampfte hierfür einen Silizium-Kristall mit einer hauchdünnen Lage Indium und kühlte den Kristall...

Im Focus: Neue Methode führt zehnmal schneller zum Corona-Testergebnis

Forschende der Universität Bielefeld stellen beschleunigtes Verfahren vor

Einen Test auf SARS-CoV-2 durchzuführen und auszuwerten dauert aktuell mehr als zwei Stunden – und so kann ein Labor pro Tag nur eine sehr begrenzte Zahl von...

Im Focus: Robuste Materialien in Schwingung versetzt

Kieler Physikteam beobachtet in Echtzeit extrem schnelle elektronische Änderungen in besonderer Materialklasse

In der Physik werden sie zurzeit intensiv erforscht, in der Elektronik könnten sie ganz neue Funktionen ermöglichen: Sogenannte topologische Materialien...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Intensiv- und Notfallmedizin: „Virtueller DIVI-Kongress ist ein Novum für 6.000 Teilnehmer“

08.07.2020 | Veranstaltungen

Größte nationale Tagung für Nuklearmedizin

07.07.2020 | Veranstaltungen

Corona-Apps gegen COVID-19: Nationalakademie Leopoldina veranstaltet internationales virtuelles Podiumsgespräch

07.07.2020 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neue Erkenntnisse über Flüssigkeiten, die ohne Widerstand fließen

09.07.2020 | Physik Astronomie

Forscher der Universität Bayreuth entdecken außergewöhnliche Regeneration von Nervenzellen

09.07.2020 | Biowissenschaften Chemie

Selbstadaptive Systeme: KI übernimmt Arbeit von Software-Ingenieuren

09.07.2020 | Informationstechnologie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics