Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Evolution online: Welche „Viecher“ erobern die Erde?

15.02.2011
Informatiker entwickeln mit Gründerprojekt „Simlity“ neues Werkzeug zur Entwicklung von browserbasierten Computerspielen und vertreten die Universität Jena auf der CeBIT (1.-5. März)

Noch bis vor kurzem war der Urkontinent Pangea nichts weiter als eine öde Steinwüste, allein in den Weiten des Alls. Doch jetzt regt sich erstes Leben: Pflanzen sprießen und kleine unförmige Würmer fallen vom Himmel.

Doch können sie sich in der Evolution behaupten, sich erfolgreich zu neuen Spezies weiterentwickeln und die Erde erobern? „Das hängt ganz vom Geschick des jeweiligen Spielers ab“, erläutert Informatiker Bernd Weigel von der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Die urzeitlichen Würmer sind die „Helden“ des neuen Computerspiels „Viechers“, das Weigel und seine Kollegen Sebastian Apel und Maximilian Aschenbach entwickelt haben.

Dabei geht es den Jenaer Informatikern jedoch nicht nur um einen kurzweiligen Zeitvertreib. „Unser Ziel ist es, Werkzeuge speziell für die wachsenden Anforderungen des Browsergame-Markts bereitzustellen, um Spielen dieser Art auf die nächste Evolutionsstufe zu verhelfen“, erläutert Bernd Weigel. „Simlity“ heißt das Gründerprojekt von Weigel, Apel und Aschenbach, mit dem die Informatiker jetzt den Schritt aus der Universität in die Selbstständigkeit wagen wollen. Gefördert durch ein einjähriges EXIST-Gründerstipendium des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie arbeiten sie derzeit, unterstützt von Prof. Dr. Wilhelm Rossak (Lehrstuhl für Softwaretechnik) als Mentor und dem Servicezentrum für Forschung und Transfer der Universität Jena an einem Businessplan. Wenn alles glatt weiterläuft, wollen sie noch in diesem Jahr ihr Unternehmen gründen.

Den Informatikern kam 2009 die Idee – damals standen sie kurz vor Abschluss ihres Studiums an der Jenaer Universität –, sich mit einem Software-Development-Kit für Browser-Spiele selbstständig zu machen. „Der Bedarf ist einfach da“, stellte Weigel fest, als er sein erstes Browserspiel entwickelte. Mit ihrem Spiel „Viechers“ stellen sie jetzt beispielhaft die Entwicklungsmöglichkeiten browserbasierter Computerspiele vor. „Unser Ziel ist es, ein Werkzeug anzubieten, das durch den Einsatz innovativer Technologien eine vollständige Infrastruktur zur Erstellung und den Betrieb moderner und lebendiger Browsergames bietet“, sagt Weigel. Das, so der 26-Jährige weiter, ermögliche es den Spieleentwicklern, sich bei ihrer Arbeit auf die Essenz der Spiele zu konzentrieren.

Dass ihr Konzept funktioniert, das demonstrieren die Jenaer Unternehmensgründer den Besuchern der diesjährigen CeBIT, die am 1. März in Hannover beginnt: Am Stand „Forschung für die Zukunft“ der Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen (Halle 9, Stand D 04) stellen sie ihr Spiel „Viechers“ vor. Dort darf nach Herzenslust gespielt werden.

Kontakt:
Bernd Weigel
Institut für Informatik der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Kahlaische Straße 1, 07745 Jena
Tel.: 03641 / 930859
E-Mail: weigel[at]simlity.de

Dr. Ute Schönfelder | idw
Weitere Informationen:
http://www.simlity.de
http://www.viechers.de
http://www.uni-jena.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie CeBIT 2011:

nachricht GUS Group im CeBIT-Aufschwung
11.03.2011 | GUS Deutschland GmbH

nachricht Die Top-Trends der CeBIT 2011 für Unternehmen und Consumer
07.03.2011 | Deutsche Messe AG Hannover

Alle Nachrichten aus der Kategorie: CeBIT 2011 >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Neue interaktive Software: Maschinelles Lernen macht Autodesigns aerodynamischer

Neue Software verwendet erstmals maschinelles Lernen um Strömungsfelder um interaktiv designbare 3D-Objekte zu berechnen. Methode wird auf der renommierten SIGGRAPH-Konferenz vorgestellt

Wollen Ingenieure oder Designer die aerodynamischen Eigenschaften eines neu gestalteten Autos, eines Flugzeugs oder anderer Objekte testen, lassen sie den...

Im Focus: New interactive machine learning tool makes car designs more aerodynamic

Scientists develop first tool to use machine learning methods to compute flow around interactively designable 3D objects. Tool will be presented at this year’s prestigious SIGGRAPH conference.

When engineers or designers want to test the aerodynamic properties of the newly designed shape of a car, airplane, or other object, they would normally model...

Im Focus: Der Roboter als „Tankwart“: TU Graz entwickelt robotergesteuertes Schnellladesystem für E-Fahrzeuge

Eine Weltneuheit präsentieren Forschende der TU Graz gemeinsam mit Industriepartnern: Den Prototypen eines robotergesteuerten CCS-Schnellladesystems für Elektrofahrzeuge, das erstmals auch das serielle Laden von Fahrzeugen in unterschiedlichen Parkpositionen ermöglicht.

Für elektrisch angetriebene Fahrzeuge werden weltweit hohe Wachstumsraten prognostiziert: 2025, so die Prognosen, wird es jährlich bereits 25 Millionen...

Im Focus: Robots as 'pump attendants': TU Graz develops robot-controlled rapid charging system for e-vehicles

Researchers from TU Graz and their industry partners have unveiled a world first: the prototype of a robot-controlled, high-speed combined charging system (CCS) for electric vehicles that enables series charging of cars in various parking positions.

Global demand for electric vehicles is forecast to rise sharply: by 2025, the number of new vehicle registrations is expected to reach 25 million per year....

Im Focus: Der „TRiC” bei der Aktinfaltung

Damit Proteine ihre Aufgaben in Zellen wahrnehmen können, müssen sie richtig gefaltet sein. Molekulare Assistenten, sogenannte Chaperone, unterstützen Proteine dabei, sich in ihre funktionsfähige, dreidimensionale Struktur zu falten. Während die meisten Proteine sich bis zu einem bestimmten Grad ohne Hilfe falten können, haben Forscher am Max-Planck-Institut für Biochemie nun gezeigt, dass Aktin komplett von den Chaperonen abhängig ist. Aktin ist das am häufigsten vorkommende Protein in höher entwickelten Zellen. Das Chaperon TRiC wendet einen bislang noch nicht beschriebenen Mechanismus für die Proteinfaltung an. Die Studie wurde im Fachfachjournal Cell publiziert.

Bei Aktin handelt es sich um das am häufigsten vorkommende Protein in höher entwickelten Zellen, das bei Prozessen wie Zellstabilisation, Zellteilung und...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Das Architekturmodell in Zeiten der Digitalen Transformation

14.08.2018 | Veranstaltungen

EEA-ESEM Konferenz findet an der Uni Köln statt

13.08.2018 | Veranstaltungen

Digitalisierung in der chemischen Industrie

09.08.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Kleine Helfer bei der Zellreinigung

14.08.2018 | Biowissenschaften Chemie

Neue Oberflächeneigenschaften für holzbasierte Werkstoffe

14.08.2018 | Materialwissenschaften

Fraunhofer IPT unterstützt Zweitplatzierten bei SpaceX-Wettbewerb

14.08.2018 | Förderungen Preise

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics