Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Vom Lernspiel bis zum Katastrophenschutz

16.02.2010
Die TU Darmstadt auf der CeBIT 2010
Baumaschinen gegen Diebstahl sichern, einfach und sicher im Internet bezahlen oder im Katastrophenfall schneller helfen - die Technische Universität Darmstadt zeigt vom 2. bis 6. März auf der CeBIT in Hannover, wie es geht.

Gemeinsam mit weiteren hessischen Hochschulen präsentiert die TU Darmstadt auf dem Stand des TechnologieTransferNetzwerks Hessen ausgewählte Entwicklungen und Forschungsergebnisse:

Intelligentes Notfallmanagement
Bei Katastrophen wie einem Flugzeugabsturz müssen Einsatzkräfte die Versorgung von Verletzten und die Erfassung der Lage am Katastrophenort schnell und sachgerecht koordinieren. Im Projekt "ProTecT" entwickelt die CASED-Forschungsgruppe Smart Civil Security eine computergestützte Plattform, die Einsatzkräfte zukünftig unterstützen kann und ihnen hilft, stressbedingte Fehler zu vermeiden. Die potentielle Störanfälligkeit von digitalen Strukturen und die Bedürfnisse der Einsatzkräfte verlangen jedoch nach einer Lösung, die traditionelle Kommunikationswege und -instrumente nicht ersetzt, sondern verbessert. Mit ProTecT schaffen die Informatiker erstmals eine Plattform für Notfallmanagement, die die Vorteile der analogen und der digitalen Welt verbindet.

Das LOEWE-Zentrum CASED (Center for Advanced Security Research Darmstadt) bündelt die Kompetenzen der Technischen Universität Darmstadt, des Fraunhofer SIT und der Hochschule Darmstadt im Bereich IT-Sicherheit.

Spiele, die nicht dumm machen
Attraktive Lernspiele verbinden Spiel, Spaß und Wissen. So können spielerische Methoden und Konzepte helfen, gesellschaftlich relevante Themen wie Bildung, Gesundheit und Sport zu vermitteln. In den Projekten "80days" und "StoryTec" erforschen Mitarbeiter der Serious- Gaming-Gruppe des Lehrstuhls Multimedia Kommunikation der TU Darmstadt Methoden und Konzepte zur Erstellung und Steuerung von story-basierten Lernspielen.

Das Ziel von "80days" ist es, ein Geographie-Lernspiel zu entwickeln, mit dem nicht nur effektiv Wissen vermittelt werden kann, sondern das der Zielgruppe (10-14 Jahre) auch viel Spaß macht. Im Fokus von "StoryTec" steht die Entwicklung einer Autorenumgebung, mit der sich qualitative Lernspiele effizient erstellen lassen. Die Autorenumgebung ist darauf ausgelegt, insbesondere Nicht-Programmierern das Verfassen von interaktiven Anwendungen, Lernspielen oder Serious Games zu ermöglichen. Zu der Zielgruppe gehören etwa technikaffine Lehrer oder Kreative, die ihre Inhalte direkt in eine Anwendung bringen und prototypisch testen möchten.

Sicherung und Optimierung von Baumaschinenflotten
Einbruch, Vandalismus, Manipulation und Treibstoffdiebstahl stellen auf Baustellen ein erhebliches betriebswirtschaftliches Problem dar. Jedes Bauunternehmen muss außerdem täglich seine Baustellen planen, verwalten und abrechnen. Die derzeitige Infrastruktur verhindert jedoch oftmals eine übergreifende Kosten- und Prozessoptimierung, da nahezu keine IT-Anbindung an Baustellen oder Maschinen vorhanden ist.

Das ISOFLEET-Informationssystem der Verimatic GmbH, einer Ausgründung der TU Darmstadt und des ESA Technologie-Transfer-Programms, verbindet alle Maschinen mit der Unternehmenszentrale und ermöglicht eine zentrale Entscheidungsfindung durch umfangreiche webbasierte Auswertungen. Das System sichert außerdem die Maschinen gegen Diebstahl und Manipulationen. Dabei werden unerwünschte Ereignisse unmittelbar an eine vorab definierte Person gemeldet und auf Wunsch die Wegfahrsperre selbstständig aktiviert, um den Abtransport der Maschine zu erschweren.

Bezahlsystem für digitale Inhalte und Dienste
Einkaufen im Internet boomt. Um zu bezahlen, müssen sich Kunden in der Regel registrieren und jede Menge persönlicher Daten preisgeben. Der Grund: Die Bezahlsysteme sind für den klassischen E-Commerce gemacht, bei dem Produkte online verkauft und per Post zugestellt werden. Für digitale Produkte sind sie jedoch häufig ungeeignet.

MiniPay wurde speziell entwickelt, um die bisherigen Kaufhürden beim Bezahlen digitaler Inhalten und Dienste abzubauen. So sind für miniPay keine Registrierung und keine Adressdaten nötig, sondern nur eine E-Mail-Adresse für die Zustellung sowie die Bankverbindung für die Abrechnung. Da Sicherheit auch bei kleinen Beträgen eine große Rolle spielt, wird jede Transaktion mit einer Sicherheits-TAN autorisiert, die der Käufer per SMS erhält. Außerdem ist bei miniPay sämtliche Kommunikation hochverschlüsselt und alle Nutzerdaten werden nach Abschluss der Transaktion gelöscht, sobald die gesetzlichen Speicherfristen abgelaufen sind.

Geschäftsprozesse besser verstehen und steuern
Aus der nahezu unüberschaubaren Zahl frei verfügbarer Tools und Open-Source-Applikationen zur Optimierung von Geschäftsprozessen haben TU-Wissenschaftler für verschiedene Anwendungen jeweils maßgeschneiderte Software-Pakete zusammengestellt. Die Linux-Live-DVDs enthalten jeweils passgenaue Anwendungen für die Bereiche "Ausbildung", "Prozessanalyse" und "Anwendungssystementwicklung".
Weitere Informationen
Für weitere Informationen zu den TU-Projekten auf der CeBIT können Sie sich gern an Christian Siemens, Referat Kommunikation, Tel: 06151/16-3229, E-Mail: siemens.ch@pvw.tu-darmstadt.de wenden.

Jörg Feuck | idw
Weitere Informationen:
http://www.tu-darmstadt.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie CeBIT 2010:

nachricht Neue Freiheit für IT-Leiter - Die todo GmbH bringt flexIT 2010 heraus
24.03.2010 | todo GmbH

nachricht Neue Version der SAP-Lösung von Kaba noch anwenderfreundlicher
24.03.2010 | Kaba GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: CeBIT 2010 >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Die schnellste Ameise der Welt - Wüstenflitzer haben kurze Beine, aber eine perfekte Koordination

Silberameisen gelten als schnellste Ameisen der Welt - obwohl ihre Beine verhältnismäßig kurz sind. Daher haben Forschende der Universität Ulm den besonderen Laufstil dieses "Wüstenflitzers" auf einer Ameisen-Rennstrecke ergründet. Veröffentlicht wurde diese Entdeckung jüngst im „Journal of Experimental Biology“.

Sie geht auf Nahrungssuche, wenn andere Siesta halten: Die saharische Silberameise macht vor allem in der Mittagshitze der Sahara und in den Wüsten der...

Im Focus: Fraunhofer FHR zeigt kontaktlose, zerstörungsfreie Qualitätskontrolle von Kunststoffprodukten auf der K 2019

Auf der K 2019, der Weltleitmesse für die Kunststoff- und Kautschukindustrie vom 16.-23. Oktober in Düsseldorf, demonstriert das Fraunhofer-Institut für Hochfrequenzphysik und Radartechnik FHR das breite Anwendungsspektrum des von ihm entwickelten Millimeterwellen-Scanners SAMMI® im Kunststoffbereich. Im Rahmen des Messeauftritts führen die Wissenschaftler die vielseitigen Möglichkeiten der Millimeterwellentechnologie zur kontaktlosen, zerstörungsfreien Prüfung von Kunststoffprodukten vor.

Millimeterwellen sind in der Lage, nicht leitende, sogenannte dielektrische Materialien zu durchdringen. Damit eigen sie sich in besonderem Maße zum Einsatz in...

Im Focus: Solving the mystery of quantum light in thin layers

A very special kind of light is emitted by tungsten diselenide layers. The reason for this has been unclear. Now an explanation has been found at TU Wien (Vienna)

It is an exotic phenomenon that nobody was able to explain for years: when energy is supplied to a thin layer of the material tungsten diselenide, it begins to...

Im Focus: Rätsel gelöst: Das Quantenleuchten dünner Schichten

Eine ganz spezielle Art von Licht wird von Wolfram-Diselenid-Schichten ausgesandt. Warum das so ist, war bisher unklar. An der TU Wien wurde nun eine Erklärung gefunden.

Es ist ein merkwürdiges Phänomen, das jahrelang niemand erklären konnte: Wenn man einer dünnen Schicht des Materials Wolfram-Diselenid Energie zuführt, dann...

Im Focus: Wie sich Reibung bei topologischen Isolatoren kontrollieren lässt

Topologische Isolatoren sind neuartige Materialien, die elektrischen Strom an der Oberfläche leiten, sich im Innern aber wie Isolatoren verhalten. Wie sie auf Reibung reagieren, haben Physiker der Universität Basel und der Technischen Universität Istanbul nun erstmals untersucht. Ihr Experiment zeigt, dass die durch Reibung erzeugt Wärme deutlich geringer ausfällt als in herkömmlichen Materialien. Dafür verantwortlich ist ein neuartiger Quantenmechanismus, berichten die Forscher in der Fachzeitschrift «Nature Materials».

Dank ihren einzigartigen elektrischen Eigenschaften versprechen topologische Isolatoren zahlreiche Neuerungen in der Elektronik- und Computerindustrie, aber...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

VR-/AR-Technologien aus der Nische holen

18.10.2019 | Veranstaltungen

Ein Marktplatz zur digitalen Transformation

18.10.2019 | Veranstaltungen

Wenn der Mensch auf Künstliche Intelligenz trifft

17.10.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Insekten teilen den gleichen Signalweg zur dreidimensionalen Entwicklung ihres Körpers

18.10.2019 | Biowissenschaften Chemie

Volle Wertschöpfungskette in der Mikrosystemtechnik – vom Chip bis zum Prototyp

18.10.2019 | Physik Astronomie

Innovative Datenanalyse von Fraunhofer Austria

18.10.2019 | Informationstechnologie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics