Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Verbesserte Diagnostik von Herzrhythmusstörungen

10.03.2008
Deutsche BKK will telemedizinisches Monitoring in Zukunft bundesweit in ausgewählten Zentren anbieten

Die Deutsche BKK, Deutschlands größte Betriebskrankenkasse, wird ihren Versicherten bei Herzerkrankungen bundesweit in Zukunft verstärkt telemedizinische Diagnostik in ausgewählten Zentren anbieten. Das ist das Ergebnis eines dreijährigen Modellversuchs am Klinikum der Stadt Wolfsburg. Er hat gezeigt, dass die Telemedizin die Diagnostik von Herzrhythmusstörungen deutlich verbessert und effizienter gestaltet.

Zudem werden unnötige Krankenhauseinweisungen sowie stationäre Aufenthalte zur Diagnostik vermieden. Das Klinikum Wolfsburg setzt auf die Tele-EKG-Systeme des Mannheimer Telemedizin-Providers Vitaphone GmbH und wird aufgrund der hervorragenden Ergebnisse des Modellversuchs den Bestand an Geräten deutlich erweitern.

Mit der Tele-ECG-Card Vitaphone 100 IR, die einfach auf die Brust gedrückt wird, zeichnet der Patient im Alltag per Knopfdruck ein EKG auf, wenn er das Gefühl hat, dass sein Herz aus dem Takt gerät. Nach der Aufzeichnung überträgt er das EKG mittels Telefon an das Klinikum in Wolfsburg.

... mehr zu:
»BKK »EKG »Herzrhythmusstörung

Dort wird es sofort auf der Intensivstation ausgewertet. Ist das EKG unauffällig, passiert nichts, zeigen sich Abweichungen von der normalen Herzfrequenz, rufen die diensthabenden Ärzte den Patienten an und geben konkrete Verhaltenshinweise. Diese reichen - je nach Befund - von einem beruhigenden Gespräch bis hin zur Alarmierung des Notarztwagens.

Professor Dr. Rolf Engberding, Chefarzt der I. Medizinischen Klinik des Klinikums der Stadt Wolfsburg: "Wichtig für den Patienten ist, dass er sich gut betreut fühlt. Allein das Bewusstsein jederzeit ein EKG aufzeichnen und an uns senden zu können, vermindert die Angst vieler Patienten, die häufig als Folge von Herzerkrankungen mit Rhythmusstörungen auftritt, deutlich. Wir gewinnen wichtige Daten für Diagnostik und Therapie, unsere Patienten gewinnen Lebensqualität, bleiben mobil und müssen nicht stationär aufgenommen werden."

Dies bestätigt auch Herzpatient Günther Litzenberg: "Gerade zu Zeiten, wo niedergelassene Ärzte in der Regel nicht zu erreichen sind, beispielsweise nachts und an Wochenenden, gibt mir die Card das gute Gefühl von Sicherheit. Sie ist kinderleicht zu bedienen und ich habe sie immer dabei."

"Das System ist technisch ausgereift, einfach zu handhaben und die EKGs sind von hoher Qualität. In vielen Fällen erwiesen sich die subjektiv als bedrohlich empfundenen Herzrhythmusstörungen als harmlos. Der Patient konnte daheim bleiben und musste nicht stationär aufgenommen werden. Ohne Tele-EKG wäre es zwangsläufig zum Einsatz des Notarztwagens und der Aufnahme auf die Intensivstation zur Beobachtung gekommen. Die ECG-Monitoring-Card ist ein echter Meilenstein in der kardiologischen Diagnostik", erläutert Dr. med. Birgit Gerecke, Leitende Oberärztin der I. Medizinischen Klinik am Klinikum Wolfsburg.

"Aufgrund unserer Studien wissen wir, dass Patienten mit Telemonitoring deutlich seltener die Arztpraxis aufsuchen. Zudem reduziert sich die Zahl der Selbsteinweisung in die Klinik aufgrund von als bedrohlich empfundenen Herzrhythmusstörungen deutlich. Telemonitoring verringert daher die Kosten bei gleichzeitig verbesserter Diagnostik und Therapie. Grund genug für die Deutsche BKK dieses erfolgreiche Verfahren nun in den kommenden Monaten in weiteren Regionen anzubieten. Dafür suchen wir noch engagierte und leistungsfähige Partner in Klinik und Praxis", fasst Dr. med. Thorsten Heberlein, Abt. Controlling und Versorgungsmanagement der Deutschen BKK, die Ergebnisse und Konsequenzen der Wolfsburger Erfahrungen zusammen.

Herzrhythmusstörungen: Daten und Fakten

Herzrhythmusstörungen sind ein global zunehmendes Problem und die häufigste Diagnose in der internistisch kardiologischen Praxis. Allein unter Vorhofflimmern leiden nach Schätzung von Experten weltweit mindestens 5,5 Millionen Menschen, - in Deutschland ca. ein Prozent der Bevölkerung. Patienten mit Vorhofflimmern haben ein fünffach erhöhtes Risiko einen Schlaganfall zu erleiden. Zu den mit Vorhofflimmern assoziierten Erkrankungen zählen die Herzinsuffizienz sowie der plötzliche Herztod. An ihm sterben in Deutschland jährlich rund 150.000 Menschen. Sporadisch auftretenden Herzrhythmusstörungen mit EKG-Veränderungen lassen sich bei jedem 4. Erwachsenen nachweisen.

Der frühzeitigen Identifizierung von Risikopatienten kommt daher in der internistisch-kardiologischen Praxis und Klinik eine besondere Bedeutung zu.

Vitaphone GmbH
Die Vitaphone GmbH mit Sitz in Mannheim ist das führende Unternehmen für integrierte Dienstleistungen in der Telemedizin, - mit wegweisenden Konzepten zur Erfassung und Übertragung von Biosignalen mit modernen Kommunikationsmitteln, die in telemedizinische Monitoring- und Betreuungssyteme eingebunden sind. Als global aufgestellter, international führender, Anbieter telemedizinischer Dienstleistungen und innovativer Telemonitoring-Technologien unterstützt die Vitaphone GmbH mit Partner- und Tochtergesellschaften u. a. in Österreich, der Schweiz, den Beneluxländern, China, Griechenland und in den USA weltweit Healthcare Professionals bei Diagnostik und Therapie. Sie betreibt ein rund um die Uhr verfügbares und mit Ärzten besetztes medizinisches Service Center.
Vitaphone auf der CeBIT / TeleHealth 2008
Halle 8, Stand B05
Pressekontakt:
Vitaphone GmbH
Unternehmenskommunikation
Benjamin Homberg
Telefon: 0281 - 96 30 14
Mobil: 0171 - 5 83 99 40
Presse@vitaphone.de
www.vitaphone.de

| Deutsche Messe AG
Weitere Informationen:
http://www.cebit.de

Weitere Berichte zu: BKK EKG Herzrhythmusstörung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie CeBIT 2008:

nachricht Professionelles Drucken für Windows Server 2008
10.03.2008 | ThinPrint GmbH

nachricht Zum Abschluss der CeBIT 2008: Trends und Themen
10.03.2008 | Deutsche Messe AG Hannover

Alle Nachrichten aus der Kategorie: CeBIT 2008 >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Erfolgreiche Praxiserprobung: Bidirektionale Sensorik optimiert das Laserauftragschweißen

Die Qualität generativ gefertigter Bauteile steht und fällt nicht nur mit dem Fertigungsverfahren, sondern auch mit der Inline-Prozessregelung. Die Prozessregelung sorgt für einen sicheren Beschichtungsprozess, denn Abweichungen von der Soll-Geometrie werden sofort erkannt. Wie gut das mit einer bidirektionalen Sensorik bereits beim Laserauftragschweißen im Zusammenspiel mit einer kommerziellen Optik gelingt, demonstriert das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT auf der LASER World of PHOTONICS 2019 auf dem Messestand A2.431.

Das Fraunhofer ILT entwickelt optische Sensorik seit rund 10 Jahren gezielt für die Fertigungsmesstechnik. Dabei hat sich insbesondere die Sensorik mit der...

Im Focus: Successfully Tested in Praxis: Bidirectional Sensor Technology Optimizes Laser Material Deposition

The quality of additively manufactured components depends not only on the manufacturing process, but also on the inline process control. The process control ensures a reliable coating process because it detects deviations from the target geometry immediately. At LASER World of PHOTONICS 2019, the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT will be demonstrating how well bi-directional sensor technology can already be used for Laser Material Deposition (LMD) in combination with commercial optics at booth A2.431.

Fraunhofer ILT has been developing optical sensor technology specifically for production measurement technology for around 10 years. In particular, its »bd-1«...

Im Focus: Additive Fertigung zur Herstellung von Triebwerkskomponenten für die Luftfahrt

Globalisierung und Klimawandel sind zwei der großen Herausforderungen für die Luftfahrt. Der »European Flightpath 2050 – Europe’s Vision for Aviation« der Europäischen Kommission für Forschung und Innovation sieht für Europa eine Vorreiterrolle bei der Vereinbarkeit einer angemessenen Mobilität der Fluggäste, Sicherheit und Umweltschutz vor. Dazu müssen sich Design, Fertigung und Systemintegration weiterentwickeln. Einen vielversprechenden Ansatz bietet eine wissenschaftliche Kooperation in Aachen.

Das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT und der Lehrstuhl für Digital Additive Production DAP der RWTH Aachen entwickeln zurzeit eine...

Im Focus: Die verborgene Struktur des Periodensystems

Die bekannte Darstellung der chemischen Elemente ist nur ein Beispiel, wie sich Objekte ordnen und klassifizieren lassen.

Das Periodensystem der Elemente, das die meisten Chemiebücher abbilden, ist ein Spezialfall. Denn bei dieser tabellarischen Übersicht der chemischen Elemente,...

Im Focus: The hidden structure of the periodic system

The well-known representation of chemical elements is just one example of how objects can be arranged and classified

The periodic table of elements that most chemistry books depict is only one special case. This tabular overview of the chemical elements, which goes back to...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Rittal und Innovo Cloud sind auf Supercomputing-Konferenz in Frankfurt vertreten

18.06.2019 | Veranstaltungen

Teilautonome Roboter für die Dekontamination - den Stand der Forschung bei Live-Vorführungen am 25.6. erleben

18.06.2019 | Veranstaltungen

KI meets Training

18.06.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Universität Jena mit innovativer Lasertechnik auf Photonik-Messe in München vertreten

19.06.2019 | Messenachrichten

Meilenstein für starke Zusammenarbeit: Neuer Standort für Rittal und Eplan in Italien

19.06.2019 | Unternehmensmeldung

Katalyse: Hohe Reaktionsraten auch ohne Edelmetalle

19.06.2019 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics