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Die Top-Trends der CeBIT 2008: Mobiles Internet wird zum Massenmarkt

15.01.2008
  • Mehr als 50 Prozent der TK-Unternehmen halten das Handy-Web für wichtiger als die SMS
  • Preiswerte Notebooks mit integrierter Breitband-Technologie stärker nachgefragt
  • Navigationsmarkt wächst mit innovativen Diensten weiter

Der wichtigste Umsatzmotor der Zukunft heißt für die Telekommunikations-Branche "Mobiles Internet". Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle TELCO-Trend von Steria Mummert Consulting. 56,5 Prozent der befragten Experten setzen das Handy-Web auf Platz eins der Mobilfunkdienste mit der größten Bedeutung, gefolgt von SMS (54 Prozent), Mobile Office (50,8) und Sprachdiensten (44,4).

Besonders gefragt ist der Netzzugang bei Business-Kunden, die unterwegs E-Mail, Adress- und Kalenderverwaltung nutzen wollen. Dagegen verliert die klassische Telefonie weiter an Bedeutung: Nur noch vier von zehn Telekommunikationsfirmen versprechen sich längerfristig ein Wachstum mit Sprachdiensten. Einen weiteren Schub wird das mobile Internet durch die verstärkte Vermarktung günstiger Pauschaltarife für die Datenübertragung (Flatrates) und die nächste Handy-Generation erhalten. Ende 2007 besaßen bereits mehr als zehn Millionen Deutsche ein UMTS-fähiges Gerät.

Auf der kommenden CeBIT vom 4. bis 9. März 2008 werden die mit Spannung erwarteten neuen Handy-Trendsetter zu sehen sein, die sich durch einen extrem schnellen Internetzugang auszeichnen: Die zunehmende UMTS-Breitband-Versorgung macht Download-Raten von bis zu 7,2 Megabit pro Sekunde möglich - mehr als dreimal so schnell wie mit einem gängigen DSL-Festnetzanschluss. Auch das Versenden von Daten wird dank der neuen HSUPA-Technologie (High Speed Uplink Packet Access, bis 1,45 Mbit/s) deutlich schneller. Dazu werden weitere innovative Features wie Gestensteuerung und integrierte Navigations-Chips erwartet.

Handy-TV im DVB-H-Standard vor kommerziellem Start in Deutschland

Mobiles Fernsehen auf dem Handy, PDA oder Navi-Gerät wird bei der größten Messe für die digitale Welt im Fokus stehen. Mitte Oktober 2007 hat sich die Gesamtkonferenz der Landesmedienanstalten für das Unternehmen Mobile 3.0 als vorläufigen Betreiber der kommenden DVB-H-Plattform (Digital Video Broadcasting-Handheld) entschieden. Hinter Mobile 3.0 stehen die Verlagshäuser Hubert Burda Media und Georg von Holtzbrinck sowie der TV-Provider Mobiles Fernsehen Deutschland (MFD), der bereits ein Programm im DMB-Standard ausstrahlt. DVB-H wurde unlängst von der Europäischen Kommission zum europäischen Standard für Handy-TV erklärt. Ein gemeinsames Konzept zur Lizenzvergabe soll die Bereitstellung von Diensten beschleunigen und innovative Geschäftsmodelle fördern. In Deutschland werden wohl 15 Fernseh- und vier Radiokanäle ausgestrahlt - voraussichtlich soll der Start zur Fußball-EM im Juni 2008 erfolgen. Auf der CeBIT werden die ersten serienreifen Mobiltelefone mit TV-Empfänger zu sehen sein.

Notebooks mit Highspeed-Internetzugang: Nachfrage in 2008 größer als das Angebot

Nach einer aktuellen Marktstudie sprengt das Interesse an mobilen PCs mit integrierter Breitband-Technologie alle Erwartungen. Die von Pyramid Research im Auftrag von der GSM Association (GSMA) und Microsoft erstellte Untersuchung prognostiziert für das kommende Jahr im Segment bis etwa 700 Euro ein weltweites Absatzpotenzial von rund 80 Millionen Notebooks, während die Hersteller voraussichtlich nur 33 Millionen Geräte in dieser Preisklasse liefern können. "Die Studie zeigt, dass eine substanzielle Nachfrage nach Notebooks mit integriertem Breitband, passendem Formfaktor und Preis sowie ,Out of the Box'-Connectivity besteht, die noch nicht erfüllt wird", fasst GSMA-CEO Rob Conway zusammen. Für die Studie wurden 12 000 Computernutzer in 13 Ländern interviewt. Außerdem flossen Befragungen von Notebook-, Komponenten- und Chip-Herstellern ein. Auf der CeBIT 2008 werden führende Hersteller ihre Notebook-Neuheiten für das kommende Jahr zeigen.

BITKOM: Markt für mobile Car-Navigation wächst 2008 auf 825 Millionen Euro

Nach Prognosen des BITKOM (Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien) ist auf dem Navigationsmarkt auch im kommenden Jahr mit einem soliden Wachstum zu rechnen. Die Experten rechnen in Deutschland mit einem Marktvolumen von 825 Millionen Euro (2007: 748 Mio. Euro). Vor allem technische Weiterentwicklungen und günstige Preise werden den Markt antreiben. So werden beispielsweise Bewegungsmuster von Handys im Mobilfunknetz genutzt, um Staus noch schneller als bisher zu erkennen und an die betroffenen Autofahrer melden zu können. Allerdings dürften die Navi-Lotsen in Zukunft zunehmend Konkurrenz von navigations­fähigen GPS-Smartphones erhalten: Nach einer Prognose des Marktforschungsinstituts ABI Research werden die Hightech-Handys schon im Jahr 2012 etwa ein Viertel aller Navi-Systeme ausmachen.

Ein weiterer Trend auf der CeBIT 2008 sind die neuen Digitalradios, die für störungsfreien Empfang ohne Knistern und Knacken sorgen. Nach einer Empfehlung der EU sollen spätestens 2015 auch in Deutschland alle herkömmlichen UKW-Sender abgeschaltet werden. Das klassische Analogradio im Wohnzimmer oder Auto dürfte spätestens dann zum Auslaufmodell werden.

Anne-Kathrin Seibt | Deutsche Messe AG
Weitere Informationen:
http://www.cebit.de

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