Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Ein dynamisch rekonfigurierbares Computersystem

09.03.2005


Auf dem CeBIT-Stand "e-futureNRW. Forschungsland Nordrhein-Westfalen" in Halle 9, Stand B09 präsentieren NRW-Hochschulen ihre Forschungsergebnisse



Heutige Computer arbeiten in der Regel mit einem hoch getakteten Prozessor, der als zentrale Ausführungseinheit die erforderliche Rechenleistung zur Verfügung stellt. Rekonfigurierbare Systeme hingegen setzen auf eine hohe Zahl einfacher, paralleler Verarbeitungseinheiten. Ihre Hardwarestruktur kann je nach Bedarf angepasst werden, was dem Benutzer größere Flexibilität bietet. Er kann so sein System beispielsweise für Rechenoperationen oder für Grafikoperationen optimieren.



Das am Fachgebiet Schaltungstechnik der Universität Paderborn entwickelte RAPTOR2000 System macht herkömmliche PCs mit Hilfe von sogenannten "feldprogrammierbaren Gatteranordnungen" (FPGAs) zu dynamisch rekonfigurierbaren Computersystemen. Die Hardware kann im laufenden Betrieb verändert werden.

FPGAs sind rekonfigurierbare Bausteine, die Tausende von konfigurierbaren Logikblöcken in einem Bauelement zusammenfassen. Diese Systeme können, ähnlich wie Prozessoren, programmiert werden und vereinen so die Flexibilität von Software mit der Leistungsfähigkeit spezieller mikroelektronischer Bausteine.

RAPTOR2000 besteht aus einer Basisplatine, die über den PCI-Bus mit dem PC verbunden ist. Mit Hilfe von sechs Erweiterungsmodulen kann das System für verschiedenste Einsatzgebiete optimiert werden. Neben dynamisch rekonfigurierbaren Bausteinen stehen Erweiterungen zur Verfügung, die weitere Prozessoren, Speicher oder Ein-Ausgabe-Schnittstellen enthalten.

Ein wichtiges Einsatzgebiet von RAPTOR2000 ist, neben der Beschleunigung rechenzeitinten-siver Anwendungen, die prototypische Realisierung mikroelektronischer Bausteine (Chips). Mit rekonfigurierbaren Bausteinen wird der spätere Chip nachgebildet und im System getestet.

Schaltungs- und Systementwürfe mit einer Komplexität von bis zu 200 Millionen Transistoren können mit RAPTOR2000 schnell und komfortabel umgesetzt und getestet werden. Der Anwender wird dabei durch eine umfangreiche Softwareumgebung unterstützt.

Dr.-Ing. Ulrich Rückert | idw
Weitere Informationen:
http://www.hni.upb.de

Weitere Berichte zu: Computersystem Flexibilität Prozessor RAPTOR2000

Weitere Nachrichten aus der Kategorie CeBIT 2005:

nachricht Fraunhofer-Institute legen Lösungsarchitektur zur elektronischen Gesundheitskarte vor
17.03.2005 | Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik - ISST

nachricht CeBIT 2005 hat Erwartungen der Aussteller voll erfüllt
17.03.2005 | BITKOM - Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: CeBIT 2005 >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Neue interaktive Software: Maschinelles Lernen macht Autodesigns aerodynamischer

Neue Software verwendet erstmals maschinelles Lernen um Strömungsfelder um interaktiv designbare 3D-Objekte zu berechnen. Methode wird auf der renommierten SIGGRAPH-Konferenz vorgestellt

Wollen Ingenieure oder Designer die aerodynamischen Eigenschaften eines neu gestalteten Autos, eines Flugzeugs oder anderer Objekte testen, lassen sie den...

Im Focus: New interactive machine learning tool makes car designs more aerodynamic

Scientists develop first tool to use machine learning methods to compute flow around interactively designable 3D objects. Tool will be presented at this year’s prestigious SIGGRAPH conference.

When engineers or designers want to test the aerodynamic properties of the newly designed shape of a car, airplane, or other object, they would normally model...

Im Focus: Der Roboter als „Tankwart“: TU Graz entwickelt robotergesteuertes Schnellladesystem für E-Fahrzeuge

Eine Weltneuheit präsentieren Forschende der TU Graz gemeinsam mit Industriepartnern: Den Prototypen eines robotergesteuerten CCS-Schnellladesystems für Elektrofahrzeuge, das erstmals auch das serielle Laden von Fahrzeugen in unterschiedlichen Parkpositionen ermöglicht.

Für elektrisch angetriebene Fahrzeuge werden weltweit hohe Wachstumsraten prognostiziert: 2025, so die Prognosen, wird es jährlich bereits 25 Millionen...

Im Focus: Robots as 'pump attendants': TU Graz develops robot-controlled rapid charging system for e-vehicles

Researchers from TU Graz and their industry partners have unveiled a world first: the prototype of a robot-controlled, high-speed combined charging system (CCS) for electric vehicles that enables series charging of cars in various parking positions.

Global demand for electric vehicles is forecast to rise sharply: by 2025, the number of new vehicle registrations is expected to reach 25 million per year....

Im Focus: Der „TRiC” bei der Aktinfaltung

Damit Proteine ihre Aufgaben in Zellen wahrnehmen können, müssen sie richtig gefaltet sein. Molekulare Assistenten, sogenannte Chaperone, unterstützen Proteine dabei, sich in ihre funktionsfähige, dreidimensionale Struktur zu falten. Während die meisten Proteine sich bis zu einem bestimmten Grad ohne Hilfe falten können, haben Forscher am Max-Planck-Institut für Biochemie nun gezeigt, dass Aktin komplett von den Chaperonen abhängig ist. Aktin ist das am häufigsten vorkommende Protein in höher entwickelten Zellen. Das Chaperon TRiC wendet einen bislang noch nicht beschriebenen Mechanismus für die Proteinfaltung an. Die Studie wurde im Fachfachjournal Cell publiziert.

Bei Aktin handelt es sich um das am häufigsten vorkommende Protein in höher entwickelten Zellen, das bei Prozessen wie Zellstabilisation, Zellteilung und...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Das Architekturmodell in Zeiten der Digitalen Transformation

14.08.2018 | Veranstaltungen

EEA-ESEM Konferenz findet an der Uni Köln statt

13.08.2018 | Veranstaltungen

Digitalisierung in der chemischen Industrie

09.08.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Kleine Helfer bei der Zellreinigung

14.08.2018 | Biowissenschaften Chemie

Neue Oberflächeneigenschaften für holzbasierte Werkstoffe

14.08.2018 | Materialwissenschaften

Fraunhofer IPT unterstützt Zweitplatzierten bei SpaceX-Wettbewerb

14.08.2018 | Förderungen Preise

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics